Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

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doelf
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Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von doelf » 13 Nov 2011, 16:25

Thema unseres heutigen Vergleichstests sind Solid-State-Drives mit einer Speicherkapazität von 60 bzw. 64 GByte. Und damit es auch so richtig spannend wird, haben wir sechs Laufwerke mit sechs unterschiedlichen Controllern ausgewählt. Es handelt sich um die Modelle Corsair Force 3 F60 und Force F60, Crucial M4 64GB und C300 64GB sowie Samsung 830 64GB und 470 64GB.

Bild

Corsair vertritt hierbei die beliebte SandForce-Fraktion, die gemeinhin als extrem schnell gilt, sich zuweilen aber auch etwas bockig gibt. Crucial tritt mit Controllern von Marvell an. Im letzten Jahr brachte dieser Hersteller als erster SSDs mit SATA 6 Gbps auf den Markt, und die aktuelle M4-Serie hat erst kürzlich einen Nachbrenner in Form der Firmware 0009 erhalten. Als einziger der drei in diesem Test vertretenen Hersteller verbaut Samsung eigene Controller und greift auch beim Flash-Speicher ins firmeninterne Sortiment. Samsungs 830er-Baureihe ist gerade erst auf den Markt gekommen und soll diesen nun von hinten aufrollen.

Zum Testbericht: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich
https://www.au-ja.de/review-corsair-cru ... gb-1.phtml

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Loner
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Re: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von Loner » 17 Nov 2011, 08:05

cooler Test mit interessanten Ergebnissen. Bin gespannt, wie sich die größere Samsung dann mal im Vergleich schlagen wird.
sapere aude!

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doelf
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Re: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von doelf » 17 Nov 2011, 09:07

Das bin ich auch :-)

Die 60GB-Klasse ist halt immer ein Kompromiss und die drei aktuellen Vertreter von Corsair, Crucial und Samsung machen ihre Sache durchweg gut. Ich wage zu behaupten, dass der Benutzer bei den drei Laufwerken keinen Unterschied spüren wird, es sei denn, er führt eine Operation aus, welche die Kompressionstechniken der SandForce-Controller außer Kraft setzt (z.B. das Kopieren großer Mengen komprimierter Daten).

Die Vorgängermodelle sind auch keinesfalls schlecht, doch hier stimmt der Preis einfach nicht. Abgesehen vom Samsung 470 kosten die älteren Modelle genauso viel wie die neuen Baureihen und da fällt die Entscheidung leicht.

In meinem Umfeld laufen hauptsächlich Crucial M4/C300 und Samsung 470, Probleme gibt es da keine. Bekannte, die auf ältere JMicron-Controller gesetzt hatten, beschwerten sich zuweilen über Wartezeiten, wenn die Laufwerke über die Hälfte gefüllt und seit einiger Zeit in Betrieb waren. Bei der ersten SandForce-Generation gab es überdurchschnittlich viele Ausfälle und bei den neuen Controllern waren die Bluescreens weit verbreitet (ausschließlich in Kombination mit Intel Chipsätzen). Die Bluescreens scheinen mit den aktuellen Firmware-Versionen allerdings behoben zu sein.

Gruß

Michael

stw500

Re: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von stw500 » 17 Nov 2011, 10:33

Gute Idee, danke für den Test, schade dass er so nichtssagend ist. Wenn man für die Bewertung einer SSD lediglich synthetische Benchmarks anstatt realer Testszenarien zugrundelegt, zeigt das leider einerseits, dass man noch nicht verstanden hat, wie wenig die synthetischen Tests über die Alltagsleistung aussagen und zweitens, dass der Test selber keine Kaufentscheidung beeinflussen sollte und daher recht nutzlos ist.

Bitte nochmal sämtliche Laufwerke realen Tests wie Programmstarts, Kopieraufgaben, Installation von großen Programmen/Updates/Patches/SPs etc., Virenscan, Dateisuche, Entpacken/Packen, u.ä. unterziehen.

Dann hat man was zum "anfassen", das hier bringt einen nicht weiter....leider...

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Re: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von The Grinch » 17 Nov 2011, 10:49

Geile Idee!
Programmstarts = extrem davon abhängig wie das System zusammen gestellt ist (CPU, Arbeitsspeicher, Chipsatz)
Kopieraufgabe = Kopieren von was nach wo? Zwischen zwei identischen SSD, von einem RAID0 auf SSD, von einem Netzwerklaufwer auf SSD? Was für Daten?
Installation von Programmen = Welche Programme, welche Systembedingungen (siehe Programmstarts)?
Virenscan = mit welcher Antivieren-Software, Systembedingungen (siehe Programmstarts)?
Dateisuche = wonach soll gesucht werden, mit welchen Parametern?
Entpacken/Packen = siehe Programmstarts!

Was zum Anfassen hat man nur wenn man etwas "Vergleichbares" hat, und das sind synthetische Benschmarks,
denn hier sind die Bedingungen ALLE gleich (und auch mit anderen Online-Magazinen vergleichbar).

Was Du da vorschlägst ist vollkommen unrealistisch.

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Re: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von Loner » 17 Nov 2011, 10:55

unrealistisch ist das nicht, vielleicht möchte stw500 ja gerne 100tsd € stiften, damit man eine passende Test-Suite erstellt.
sapere aude!

stw500

Re: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von stw500 » 17 Nov 2011, 11:06

Meine Vorschläge sind weder kostspielig noch unrealistisch, ich verweise mal auf folgende Usertests:

http://www.hardwareluxx.de/community/f2 ... 35006.html

Wenn das gleiche Testsystem eingesetzt wird, sind entspreche Realtests auch untereinander vergleichbar. Welche Programme z.B. geladen werden sollen, kann ja der Reviewer entscheiden, es müssen nur die gleichen sein.

Die Vergleichbarkeit ergibt sich daraus, dass man mit dem identischen System identische Aufgaben REAL bewältigen lässt und die entsprechenden Zeiten stoppt.

Mir ist schon klar, dass es einigen als Frevel vorkommt, wenn man das Weltbild, das synthetische Benchmarks noch zu HDD-Zeiten aufgestellt haben, plötzlich anzweifelt. Wenn man aber bereit ist über den Tellerrand hinauszuschauen, könnte man neue Erkenntnisse erlangen. :wink:

stw500

Re: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von stw500 » 17 Nov 2011, 11:10

Loner hat geschrieben:unrealistisch ist das nicht, vielleicht möchte stw500 ja gerne 100tsd € stiften, damit man eine passende Test-Suite erstellt.
Ist ein solcher Kommentar einem Moderator angemessen? Es benötigt keine Testsuite, sondern lediglich ein paar Gedanken, die keinen einzigen EUR kosten. Siehe auch oben geposteten Link. Ich möchte lediglich den hier durchgeführten Test verbessern, bitte versteht das nicht falsch. Das reine verwenden von synthetischen Tests ist "out", seit es SSDs gibt, das haben hardwareheaven, computerbase, anandtech, pc-experience und viele andere Review-Seiten schon lange erkannt.

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Re: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von The Grinch » 17 Nov 2011, 12:27

Die synthetischen Tests von Michael sind auch auf NICHT gleichen Systemen von anderen vollkommen plausibel nachvollziehbar und realistisch!
Dazu brauchts nicht absolut gleiche/identische Systeme.

Darum finde ich es schon besser ich kann solch einen Test, Systemunabhängig, auch bei mir zu Hause machen (wobei ich mich da durchaus auf
die Tests von Michael verlasse).

Und nach wie vor stehe ich auf dem Standpunkt:
Ein Controller (Sandforce) der, ohne das ich es beeinflussen kann, Daten komprimiert kommt mir nicht in mein System!
Ich will einen "ehrlichen" Controller, mit stabilen Datenraten, und nicht ein "Irgendwas.
Ich hab diese Festplatten-Kompression schon zu seeligen Zeigen von DOS gehasst wie die Pest,
da will ich so ein System, in Hardware, mir jetzt auch nicht anschaffen.

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Re: Die Einstiegsklasse: 6 SSDs mit 60/64 GB im Vergleich

Beitrag von Loner » 17 Nov 2011, 12:32

wir haben genau dein Argument während der Test entstanden ist intern ausführlich diskutiert.

und alles was du da anführst sind auch "synthetische Test" nur das eben statt einem Test-Tool eine Stoppuhr verwendet wird.
(wir schauen auch über den Tellerrand, die ganzen Seiten und Tests sind mir wohl bekannt, wobei mir anandtech da noch mit am besten gefällt. und auch der kommt in letzter Zeit nur noch zu dem Fazit, dass sich die SSDs der neuesten Generation im Alltagsbetrieb nichts mehr nehmen)

Auch diese Tests spiegeln nicht wieder, wie ich meine Computer im Alltag verwende. Und selbst da verwende ich mein Arbeitsnotebook ganz anders als meinen HTPC als meine Gaming-Workstation.

Um die von dir geforderte Realitätsnähe zu erreichen, müsste man bspw. auch einen Virenscanner im Hintergrund laufen lassen und einen Email-Client der gelegentlich Emails abruft usw. Um dann zu vergleichbaren Ergebnissen zu kommen, musst du die Tests über Stunden oder Tage hinweg durchlaufen lassen damit sie vergleichbar wären. Da will ich erleben, dass ein Redakteur so lange mit der Stoppuhr daneben sitzen bleibt. Und um so was zu automatisieren, bräuchte man eben doch ein recht ordentliches Budget in der von mir genannten Größenordnung. Noch besser wäre es, wenn man auf mehreren tausend Computern über Wochen hinweg die Zugriffsmuster auf die Systemplatte aufzeichnet und genau diese dann als Benchmark abbildet. Und auch dafür braucht man viel Geld um sich entsprechendes Know-how einkaufen zu können.

Das was du da beschreibst sind und bleiben auch nur synthetische Benchmarks mit anderen Test-Tools deren Erkenntnisgewinn nicht über das hier präsentierte Fazit hinaus geht. Nämlich dass sich die jeweils neuesten Modelle der getesteten SSDs im Alltag keinen spürbaren Unterschied geben und man daher bei gegebener Leistung einfach zu der greift, die am günstigsten ist.
sapere aude!

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