Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

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Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

von doelf » 04 Sep 2013, 10:34

Inhaftieren? Nein: Lappen in die Hand und zum Aufräumen schicken!

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

von The Grinch » 04 Sep 2013, 10:13

Tepco = Eine Odyssee von Versagern, Vertuschern und Lügnern!

Für mich gehören alle verantwortlichen Manager, inkl. Derer der letzten 30 Jahre,
umgehen inhaftiert - solange bis die Katastrophe restlos bereinigt ist.

Fukushima: Weiterer Anstieg der Strahlung gemessen

von doelf » 04 Sep 2013, 10:02

Die unzähligen überirdischen und unterirdischen Tanks, in denen das zur Kühlung der Atomruine Fukushima Daiichi verwendete Wasser lagert, sind nicht dicht. Tepco, der Betreiber des havarierten Kernkraftwerks, findet immer neue Lecks und musste heute einen weiteren Anstieg der Strahlung melden.

An der Nordseite des Tanks H3 Nummer 4 schossen die Messwerte am 31. August 2013 von 100 mSv/h auf 1.800 mSv/h. Dieser immense Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass die zuvor verwendeten Messinstrumente maximal 100 mSv/h registrieren konnten. Am 1. September wurden an der selben Stelle 1.700 mSv/h registriert, für den 3. September meldet Tepco nun sogar 2.200 mSv/h. Die Messungen wurden in einer Entfernung von 5 cm vorgenommen und spiegeln fast ausschließlich Beta-Strahlung wieder. Diese verliert mit größerem Abstand schnell an Wirkung, so dass bei 50 cm nur noch Werte von 40 mSv/h nachgewiesen werden konnten. Für zwei andere Messpunkte meldet Tepco 400 bzw. 300 mSv/h, ebenfalls gemessen aus 5 cm Entfernung.

Während Sievert als Maßeinheit die Strahlenbelastung wiedergibt, beschreibt Becquerel die Aktivität eines radioaktiven Stoffes. Tepco hatte am 2. September die Radioaktivität von Cäsium 134 und 137 in mehreren mit Grundwasser gefüllten Bohrlöchern gemessen und musste auch hier einen starken Anstieg feststellen. Im Falle des Cäsium 134 kletterte der Messwert von 1,3 Bq/l auf 10 Bq/l und bei Cäsium 137 stieg der Messwert von 3,3 Bq/l auf 24,0 Bq/l. Die Summe aller Betastrahler (inklusive Strontium-90), wird mit 360.000 Bq/l angegeben. Zuvor hatten Untersuchungen des Grundwassers an der selben Stelle Werte von 6.000 Bq/l und zu einem noch früheren Zeitpunkt 190.000 Bq/l geliefert.

Die Ursache der starken Schwankungen ist im Wassermanagement der Ruine zu suchen. Nach wie vor werden gewaltige Mengen Wasser - ca. 400 Tonnen pro Tag - in die zerstörten Reaktoren gepumpt. Das Wasser nimmt dabei Radioaktivität (beispielsweise Cäsium, Strontium und Tritium) auf und muss anschließend wieder abgepumpt und zwischengelagert werden. Die Wassertanks und -becken sind jedoch anfällig für Leckagen, erst am 19. August 2013 waren aus einem Tank rund 300 Tonnen radioaktives Wasser ausgelaufen. Während Tepco versucht, das verseuchte Wasser vom Meer fernzuhalten, dringt von der Landseite aus Grundwasser auf das Gelände. Dieses Grundwasser, welches von unten in die Kraftwerksruine einsickert, vermischt sich mit dem Kühlwasser. Idealerweise sollte der Betreiber die geschlossenen Kühlkreisläufe der beschädigten Reaktoren wiederherstellen, doch dies war bisher nicht möglich und könnte auch für die Zukunft unmöglich bleiben. Die japanische Regierung will daher zumindest das Grundwasser aus der Gleichung herausnehmen und plant eine Bodenvereisung. Hierbei kühlen unterirdische Rohre den Boden unter den Gefrierpunkt ab, wodurch eine Eiswand entsteht, um die das Grundwasser herumfließen muss. Diese Technik stammt aus dem Bergbau und gilt als erprobt, doch in der Größenordnung von Fukushima Daiichi kam die Bodenvereisung bisher noch nie zum Einsatz.

Quelle:
http://www.tepco.co.jp/

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

von doelf » 04 Sep 2013, 07:42

Keine Frage: Zu lösen ist da gar nichts mehr. Es geht lediglich um Schadensbegrenzung und die wurde unsagbar schlecht umgesetzt. Dass Tepco hier nicht in Eigenregie herumpfuschen durfte, hätte jedem klar sein dürfen. Aber da stand auch die japanische Mentalität im Weg, da will ja niemand das Gesicht verlieren oder einen anderen in Verlegenheit bringen. Doch solche Katastrophen sind nicht national, sondern stellen international eine Gefahr dar. Und daher brauchen wir keine internationale Atomaufsichtsbehörde, die nur nationale Meldungen verwaltet, sondern vielmehr eine, die im Katastrophenfall das Management übernimmt und für ein Maximum an Transparenz und Informationsaustausch sorgt. Dann besteht zumindest die Hoffnung, dass die Schadensbegrenzung etwas effektiver funktioniert.

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

von wigor666 » 02 Sep 2013, 17:49

Meiner bescheidenen Meinung nach, ist es mittlerweile, reichlich unerheblich welcher Strahlungswert, welcher Art auch immer, wo zu messen ist und wer auch immer zuständig ist, der ganze Vorfall, bzw. der Umgang damit ist nur ein weiteres Synonym da für, in welchen Zeiten wir leben. Die ganzen Schlagzeilen und das ganze rumgemesse sind ohnehin reichlich über, da diese Sache schlicht nicht in den Griff zu kriegen ist. Wer will das wie liqidieren? Wenn man sich allein Windscale und Pripjat ansieht und bedenkt wie viele Leben dort in die Liquidation gegangen/geblieben sind und man dann noch die Größenordnungen mit einbezieht, wobei die anderen beiden Vorfälle im Vergleich 3x kleiner wahren und selbst diese, nach Jahrzehnten, immer noch nicht endgelöst sind, lässt es doch nur den Schluss zu, das dieses mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gar nicht zu lösen ist.

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

von doelf » 01 Sep 2013, 14:36

@ wigor666: Ich gebe Dir Recht. Die haben die Wassermenge sicherlich so genau gemessen wie die Strahlung :-(

Fukushima: Strahlung ist laut Tepco 18-mal höher!

von doelf » 01 Sep 2013, 14:33

Tepco, der Betreiber des havarierten Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, meldet heute einen dramatischen Anstieg der Strahlung an mehreren Messpunkten. Insbesondere an der Nordseite des Tanks H3 Nummer 4 schossen die Messwerte am 31. August 2013 von 100 mSv/h auf 1.800 mSv/h. Zudem gibt es weiterhin Probleme mit der Dichtigkeit.

Die Erklärung für diesen immensen Anstieg der Strahlung ist überraschend simpel: Die Mitarbeiter des Unternehmens hatten bei ihren vorausgegangenen Messungen am 22. August 2013 Geräte verwendet, die maximal 100 mSv/h erkennen können. Nichtsdestotrotz sind die neuen Messwerte extrem hoch. Für die Nordseite des Tanks H3 Nummer 4 wurden heute an gleicher Stelle 1.700 mSv/h registriert und auf der gegenüberliegenden Südseite hat Tepco mit 1.100 mSV/h ebenfalls einen sehr hohen Wert gemessen.

Tepco versucht die neuen Messungen zu verharmlosen und betont, dass es sich nur um Beta-Strahlung handelt, die eine kurze Reichweite habe und sich mit einer dünnen Metallschicht wirkungsvoll abschirmen lasse. Meldungen, dass eine solche Dosis innerhalb von vier Stunden zum Tode führt, betrachtet Tepco als irreführend. Dazu müsse diese Dosis auf den ganzen Körper einwirken und dieser ungeschützt sein. Die Gamma-Strahlung habe am Tank H3 Nummer 4 lediglich 1 mSv/h betragen, zur Alpha-Strahlung macht der Betreiber keine Angaben. Warum die Strahlung so hoch ist, kann die Firma hingegen nicht erklären.

Auch am Tank H3 Nummer 10 wurde am 31. August 2013 ein erhöhter Wert von immerhin 220 mSv/h gemessen, neun Tage zuvor waren es dort lediglich 70 mSv/h gewesen. Zugleich meldet Tepco ein neues Leck: Aus einem Verbindungsrohr zwischen den Tanks H5 Nummer 5 und 6 tropft radioaktives Wasser. Die Menge sei allerdings sehr gering. Der feuchte Boden unterhalb des Lecks habe einen Messwert von 230 mSv/h geliefert. Am 19. August 2013 waren aus dem Tank H4 rund 300 Tonnen radioaktives Wasser ausgelaufen.

Quelle:
http://www.tepco.co.jp/index-j.html

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

von wigor666 » 10 Aug 2013, 13:00

Auf welchen Daten, soll denn bitte diese Zahl basieren? Pi, mal Auge, mal Nasenscheidewand? Wieviel da genau wohin fliest/versickert, wird niemals jemand genau erfassen koennen. Sicher ist nur, dass es viel zu viel ist. Supi, die Regirung uebernimmt, und nu? Was soll die besser machen/fuer andere Moeglichkeiten haben? Alles Kaese, die Nummer ist durch, das uebersteigt saemmtliche Moeglichkeiten, die Buexe ist auf und die Niemand kann die wieder zu machen

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

von doelf » 08 Aug 2013, 07:36

Mir würde es reichen, wenn das TEPCO-Management Tag für Tag 300 Tonnen Wasser saufen müsste. :twisted:

Re: Japan: Zitterpartie um Reaktor geht weiter

von The Grinch » 08 Aug 2013, 05:40

Wenn ein Samurai früher versagte, dann beging er Seppuku!
Bitte, liebe Tepco-Verantwortlichen, seit doch Männer von EHRE.

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