OCZ Technology hat sich böse verrechnet

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Re: OCZ Technology hat sich böse verrechnet

von The Grinch » 20 Jan 2014, 15:12

Das Blatt vor mir ist aktuell LEER, und so viel ist mir OCZ wer (egal ob Toshiba das gekauft hat).

OCZ: Verkauf an Toshiba genehmigt

von doelf » 20 Jan 2014, 13:14

Das zuständige Konkursgericht im US-Bundesstaat Delaware hat dem Verkauf von OCZ an Toshiba zugestimmt. Das Geschäft soll bereits im Laufe dieser Woche abgeschlossen werden. Toshiba erwirbt das komplette Unternehmen inklusive des Markennamens. Was der Name "OCZ" noch wert ist, steht indes auf einem anderen Blatt.

Quelle:
http://ir.ocz.com/news/detail/3044/ocz- ... to-toshiba

OCZ schließt Kaufvereinbarung mit Toshiba

von doelf » 03 Dez 2013, 17:53

Nach langem Sichtum vermeldete der SSD-Hersteller OCZ Mitte letzter Woche seinen Konkurs. Zugleich berichtete die Firma, das der japanische Elektronikriese Toshiba Interesse an einer Übernahme habe. Diese lassen sich die Japaner 35 Millionen US-Dollar kosten - sofern sie den Zuschlag erhalten.

Laut OCZ kauft Toshiba so gut wie alles, was von OCZ noch übrig ist. Dazu gehören die SSD-Sparten für Endkunden und Geschäftskunden sowie die Software-Entwicklung. Auch der Markenname, das Produktportfolio und der Kundenstamm gehören mit zum Paket. Im Gegenzug wird Toshiba die Bestandskunden von OCZ unterstützen und das Unternehmen mit ausreichenden Finanzmitteln zur Fortsetzung des Geschäftsbetriebs ausstatten. Toshiba gehört zu den wichtigsten Herstellern von NAND-Flash-Speicher und erhält durch die Übernahme von OCZ auch Zugriff auf die dazugehörige Controller-Technik.

Der Vorstand von OCZ hat der Übernahme bereits zugestimmt und hofft auf einen Abschluss binnen 60 Tagen. Doch das letzte Wort hat das zuständige Konkursgericht. Und da dieses möglichst viel Geld für die Gläubiger herausschlagen muss, wird OCZ ganz oder in Teilen versteigert werden. Dank Toshiba liegt jetzt zumindest ein erstes Gebot auf dem Tisch.

Quelle:
http://ir.ocz.com/news/detail/3014/ocz- ... e-business

Re: OCZ Technology hat sich böse verrechnet

von The Grinch » 28 Nov 2013, 16:03

OCZ hat doch schon angefangen die Erde zu verkokeln, auf das bisschen mehr Asche kommts nicht an ..

Re: OCZ Technology hat sich böse verrechnet

von doelf » 28 Nov 2013, 15:39

Lustig. Wenn ich die Reste kaufen würde, wäre der Name OCZ sofort Geschichte. Zu viel verbrannte Erde.

Re: OCZ Technology hat sich böse verrechnet

von The Grinch » 28 Nov 2013, 15:36

Toshiba wird sicher nicht die Schulden übernehmen, und, wie Michael schon sagte, dass Verwertbare abgreifen.

Angeblich, so CB, soll OCZ noch die volle Garantie für verkaufte Produkte gewähren ...
Frag mich nur wer da weiter auf einen geschundenen Gaul setzt?!

Re: OCZ Technology hat sich böse verrechnet

von doelf » 28 Nov 2013, 15:29

Der Laden hätte sich schon vor einem Jahr zum Verkauf stellen sollen. Jetzt ist der Ruf komplett ruiniert und Toshiba kann nur noch das Know-How von Indilinx einsammeln und den Rest abwickeln.

Re: OCZ Technology hat sich böse verrechnet

von snop » 28 Nov 2013, 14:51

Ist doch das Beste, was OCZ passieren kann.
Bei einer Übernahme muß Inventur gemacht werden.
Mal schauen, was die Buchhalter von Toshiba in der Bilanz noch so finden, oder besser gesagt nicht :wink:

OCZ ist pleite, Toshiba hat Interesse

von doelf » 28 Nov 2013, 11:56

Der SSD-Hersteller OCZ ist pleite und fast möchte man in diesen Satz das Wort "endlich" einfügen. Nach massiven Bilanzierungsfehlern hatte das börsennotierte Unternehmen über mehr als zwölf Monate keine Quartalsberichte liefern können. In dieser Zeit hangelte sich OCZ von einem Kreditgeber zum nächsten und konnte sich dennoch kaum Flash-Speicher für seine Produkte leisten.

Als OCZ im Oktober 2012 erstmals von Bilanzfehlern sprach, ahnte noch niemand, dass sich diese auf alle Geschäftsjahre ab 2008 erstrecken würden. Und es war auch nicht abzusehen, dass es erst zwölf Monate später korrigierte Zahlen geben würde. OCZ hatte in seiner Geschichte nie Gewinn gemacht und reagierte auf die Krise zunächst mit Entlassungen und einer Ausdünnung des Produktangebots. Im März 2013 rettete sich OCZ vor der drohenden Pleite, indem es seine Kreditvereinbarung mit Wells Fargo Capital Finance durch ein Darlehn des Risikokapitalgebers Hercules Technology Growth Capital (HTGC) ersetzte. Da OCZ die an dieses Darlehn geknüpften Bedingungen nicht erfüllt hat, zieht HTGC jetzt die Notbremse und hat seine Sicherheiten einkassiert. Damit ist OCZ pleite. Dem Unternehmen liegt bereits ein Kaufangebot von Toshiba vor und offenbar hat man sich mit den Japanern bereits über die wesentliche Punkte geeinigt.

Quelle:
http://ir.ocz.com/news/detail/3004/ocz- ... ase-assets

OCZ legt die Zahlen auf den Tisch (inklusive weiterer Panne)

von doelf » 08 Okt 2013, 14:25

Nachdem der SSD-Hersteller OCZ über mehr als ein Jahr gar keine Quartalszahlen veröffentlicht hatte, drohte gestern der Rauswurf an der Technologiebörse NASDAQ. Quasi in letzter Sekunde lieferte die Firma dann doch noch korrigierte Geschäftsergebnisse ab - und diesmal sogar mehr als gewollt.

Neben den Zahlen für das fiskalische Jahr 2013 wurde auch über die ersten beiden Quartale des fiskalischen Jahres 2014 berichtet. Laut OCZ hat der für Finanzveröffentlichungen zuständige Partner dabei einen Fehler gemacht und eine nicht autorisierte Fassung der Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2014 an die Börsenaufsicht weitergeleitet. Dieser Quartalsbericht enthalte falsche bzw. unvollständige Zahlen und solle daher von den Anlegern ignoriert werden. OCZ will die endgültigen Zahlen zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Und das sollte bis zum 15. Oktober 2013 geschehen, denn das zweite Quartal endete bereits am 31. August 2013.

Bei der Betrachtung der Geschäftszahlen darf man sich allerdings nicht auf die fiskalischen Jahre 2013 und 2014 beschränken. Man muss sich auch mit den Jahren 2012, 2011, 2010, 2009 und 2008 beschäftigen, denn so weit reichen die Bilanzierungsfehler bei OCZ zurück! Betrachten wir den Umsatz, den Nettogewinn sowie den Nettogewinn je Anteil:

Umsatz:
  • 2013: 333,964 Millionen US-Dollar
    2012: 310,160 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: 365,774 Millionen US-Dollar)
    2011: 180,628 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: 190,116 Millionen US-Dollar)
    2010: 137,695 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: 143,959 Millionen US-Dollar)
    2009: 155,372 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: 155,982 Millionen US-Dollar)
    2008: 118,108 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: 118,352 Millionen US-Dollar)
Nettogewinn/-verlust (GAAP):
  • 2013: -125,786 Millionen US-Dollar
    2012: -123,452 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: -17,667 Millionen US-Dollar)
    2011: -33,186 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: -30,027 Millionen US-Dollar)
    2010: -16,310 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: -13,534 Millionen US-Dollar)
    2009: -11,724 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: -11,724 Millionen US-Dollar)
    2008: 1,437 Millionen US-Dollar (zuvor gemeldet: 1,437 Millionen US-Dollar)
Nettogewinn/-verlust je Aktie (GAAP):
  • 2013: -1,86 US-Dollar
    2012: -2,43 US-Dollar (zuvor gemeldet: -0,35 US-Dollar)
    2011: -1,16 US-Dollar (zuvor gemeldet: -1,05 US-Dollar)
    2010: -0,77 US-Dollar (zuvor gemeldet: -0,64 US-Dollar)
    2009: -0,56 US-Dollar (zuvor gemeldet: -0,56 US-Dollar)
    2008: 0,07 US-Dollar (zuvor gemeldet: 0,07 US-Dollar)
Die Unterschiede sind zum Teil gravierend, wobei insbesondere der Nettoverlust des Jahres 2012 in Auge springt - OCZ hatte sich hier um stolze 105,785 Millionen US-Dollar verrechnet! Statt eine Eindämmung der Verluste auf 17,667 Millionen US-Dollar zu erreichen, schnellten diese auf 123,452 Millionen US-Dollar in die Höhe. Im fiskalischen Jahr 2013 kam dann sogar ein Fehlbetrag von 125,786 Millionen US-Dollar zusammen. OCZ hat die Reißleine wahrlich in letzter Sekunde gezogen, doch gibt es überhaupt noch Hoffnung auf eine Trendwende?

Betrachten wir hierzu das erste Quartal des fiskalischen Jahres 2014, welches am 31. Mai 2013 endete: Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist der Umsatz von 76,492 Millionen US-Dollar auf 55,322 Millionen US-Dollar gesunken, was dem entschlackten Angebot sowie dem weitgehenden Verzicht auf Geräte der Einstiegsklasse geschuldet ist. Durch diese Maßnahmen und einen massiven Stellenabbau konnte OCZ seinen Verlust von 24,484 Millionen US-Dollar (0,36 US-Dollar je Aktie) auf 13,232 Millionen US-Dollar (0,19 US-Dollar je Aktie) reduzieren.

Wie OCZs CEO Ralph Schmitt erklärt, hatte seine Firma im zweiten Quartal erhebliche Probleme, ausreichende Mengen an Flash-Speicher zu bekommen. Dies wirkt sich auf den Umsatz aus, der sich im zweiten Quartal 2014 nur noch zwischen 30 Millionen und 35 Millionen US-Dollar bewegen soll. Schmitt sieht zwar eine solide Nachfrage für Produkte von OCZ, doch aufgrund des engen Kreditrahmens bleibt der Firma nur wenig Spielraum. Kurzum: OCZ ist zwar noch nicht untergegangen, doch das Wasser steht dem Unternehmen auch weiter bis zum Hals.

Quelle:
http://ir.ocz.com/sec-filings

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