Battlefield 3: Ärger wegen Schnüffel-Software Origin

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Re: Battlefield 3: Ärger wegen Schnüffel-Software Origin

von doelf » 23 Nov 2011, 12:51

Völlig richtig! Daher bin ich auch noch einmal explizit auf die Nutzungsbedingungen eingegangen, die ja auch immer eine Art Absichtserklärung des Herstellers sind.

Re: Battlefield 3: Ärger wegen Schnüffel-Software Origin

von Klingon » 23 Nov 2011, 11:53

Naja, wie ich schon vorher gesacht hatte - selbst, wenn sie es nicht (mehr? gerade nicht?) machen, deutet allein schon die vorherige Absicht darauf hin, dass sie es möchten. Und ob ich mir Software von jemandem installieren möchte, der genau diese Absichten hat...

c't: EAs Origin spioniert wohl doch nicht

von doelf » 22 Nov 2011, 17:50

Wer sich Ende Oktober das Spiel "Battlefield 3" von Electronic Arts (EA) kaufte, staunte nicht schlecht: Um das Spiel nutzen zu können, musste man eine Software namens Origin installieren und dauerhaft mit dem Internet verbunden sein. Zudem räumten die Nutzungsbedingungen EA Rechte ein, die weit über das datenschutzrechtlich erlaubte hinausgehen.

In der Ende Oktober aktuellen Fassung der Nutzungsbedingungen erklärte EA, dass Origin die Konfiguration des PCs untersucht, die Lizenzen bereits installierter EA-Software prüft, die "Nutzung der Anwendung" analysiert und nicht näher definierte Daten an den Spielehersteller übermittelt. Zudem nahm sich EA das Recht heraus, die gesammelten Daten für "Marketingzwecke" zu nutzen und sie an nicht namentlich genannte "Partner" zu übertragen. Wer "Battlefield 3" spielen wollte, musste diese Nutzungsbedingungen akzeptieren und die Empörung der Käufer war entsprechend groß.

Origin wurde als Schnüffelsoftware gebrandmarkt, denn die von EA diktierten Spielregeln ließen Schlimmstes vermuten und erste Untersuchungen zeigte Zugriffe, die diesen Verdacht zu untermauern schienen. Als Reaktion auf dieses PR-Desaster entschärfte EA seine Nutzungsbedingungen in zwei Stufen und beteuerte zudem, dass Origin keinesfalls spioniere.

Diese Behauptung seitens EA stützt nun ein Artikel in der aktuellen c't (Ausgabe 25/2011). Die Kollegen haben die aktuelle Version 8.3.7.3619 von Origin untersucht und dessen Aktionen protokolliert. Origin selbst scant offenbar nur seinen eigenen Programmordner. Die übrigen Zugriffe werden von Windows verursacht, welches aufgrund der von Origin verlangten https-Verbindung alle installierten und widerrufenen Zertifikate untersucht. Im Test der c't reagierte Origin auch nicht auf ältere Spiele von EA, selbst wenn diese mit Hilfe illegaler Cracks aktiviert wurden.

Somit kann erst einmal Entwarnung gegeben werden. Möglicherweise hatte EA in seinen Nutzungsbedingungen bezüglich der Fähigkeiten von Origin geblufft und damit ein Eigentor geschossen.

Quelle:
http://ht4u.net/news/24693_origin_spioniert_nicht/

Electronic Arts: "Origin ist keine Spyware"

von doelf » 02 Nov 2011, 11:47

Electronic Arts hat zu den Vorwürfen bezüglich der Lizenzvereinbarungen und Datenerhebungen durch die Origin-Plattform Stellung bezogen und wehrt sich gegen den Vorwurf, dass Origin bei den Kunden Daten ausspioniere. Parallel hierzu wurden die Nutzungsbedingungen ein zweites Mal überarbeitet.

In der neuesten Fassung heißt es zum Thema "automatisierte Datenerhebung":
"Zusätzlich zu den oben in der Einwilligungserklärung beschriebenen Daten, sowie Informationen, die Sie selbst direkt an Origin weitergeben, sammelt Origin nicht-personenbezogene Informationen, wie Nutzungsstatistiken der Anwendung (beispielsweise ob und wann ein erfolgloser Installationsversuch stattgefunden hat), Informationen über das Betriebssystem (beispielsweise Service Pack, Treiber, und unterstützende DLLs wie die DirectX-Version), Informationen über Hardwaretypen und über den Prozessor (CPU).

Wie vorstehend beschrieben werden diese Informationen benötigt, um Ihnen einen exzellenten, führenden Service zu bieten. Von der Anwendung werden keinerlei Daten wie Bilder, Dokumente oder sonstige mit der Leistung der Anwendung auf Ihrem System nicht in Zusammenhang stehende persönliche Daten aufgerufen oder erhoben. Die Erhebung und Nutzung dieser Daten durch Origin hilft sicherzustellen, dass Sie auf Ihre Spiele mit so wenigen technischen Schwierigkeiten wie möglich zugreifen können und das beste Spielerlebnis genießen können, das EA zu bieten hat."
Nach der ersten Überarbeitung stand dort noch, dass EA Daten zur Identifizierung des Computers und des Betriebssystems erhebe, darunter auch die IP-Adresse des Kunden. Zudem würden Informationen zu installierter Software und deren Nutzung gesammelt, auch diese Passage ist in der neuesten Fassung weggefallen. An den verbliebenen Punkten werden sich nur wenige Kunden stören, denn diese sind nachvollziehbar mit der Nutzung der Spiele verbunden. EA betont neuerdings ausdrücklich, dass kein Zugriff auf Bilder, Dokumente oder andere persönlichen Daten stattfindet.

"Die Lizenzvereinbarungen von Origin entsprechen branchenüblichen Datenschutzerklärungen", rechtfertigt sich die Softwarefirma. Allerdings stellt sich hierbei die Frage, ob sich diese Aussage auf die erste, zweite oder dritte Fassung der Vereinbarung bezieht. Ebenfalls ungeklärt ist bisher, ob sich neben den Lizenzvereinbarungen auch das Verhalten von Origin geändert hat, bzw. welche Daten diese Software tatsächlich an EA übermittelt. Auch weiterhin fehlt uns hier ein Mindestmaß an Transparenz.

Daher bleiben wir auch bei unserer bisherigen Einschätzung: EA muss seinen Kunden gegenüber offenlegen, welche Daten übermittelt werden und ihnen zudem eine Kontrolle über den Umfang der übermittelten Daten einräumen.

Quelle:
http://www.ea.com/de/news/neuigkeiten-z ... bei-origin

Re: Battlefield 3: Ärger wegen Schnüffel-Software Origin

von The Grinch » 01 Nov 2011, 16:38

Warum sollte der Gesetzgeber, oder die Regierung, was dagegen unternehmen wollen!?
Dann müssten die ja vor ihrer eigenen Türe Kehren und zum Bundestrojaner Farbe bekennen :lol:

Da muss erst mal einer viel Geld anfassen und EA vor den Kadi zerren, durch alle Instanzen!
Aber bis dahin sind viele Jahre vergangen und Daten ausreichend gebunkert.
Eine wirkliche Strafe bekommt doch eh keiner, hilft nur intensiv den Hersteller zu meiden.

Re: Battlefield 3: Ärger wegen Schnüffel-Software Origin

von doelf » 01 Nov 2011, 15:10

Sonst machen sie es so wie alle anderen: Soviel Daten abgreifen wie möglich und dann unschuldig gucken. Solange das nicht richtig viel Geld kostet, wird ja auch niemand abgeschreckt.

Re: Battlefield 3: Ärger wegen Schnüffel-Software Origin

von Klingon » 01 Nov 2011, 15:02

Meinte das auch eher allgemein, so im Sinne von "Ok, jetzt handeln sie und passen was an" - ja, wenn's also jemand merkt und auf die Pfoten klopft. Und sonst...?

Re: Battlefield 3: Ärger wegen Schnüffel-Software Origin

von doelf » 01 Nov 2011, 14:57

Natürlich stört mich das. Daher der letzte Satz:
"EA muss seinen Kunden gegenüber offenlegen, welche Daten übermittelt werden und ihnen auch eine Kontrolle über den Umfang der übermittelten Daten einräumen."

Welche Version von Windows installiert ist, welches DirectX und welche Audio/Grafiklösung, das darf EA meinetwegen gerne wissen. Aber meine Windows-Lizenz, die ID meiner CPU sowie meine Dokumente und E-Mails haben nichts mit dem Spiel zu tun und gehen EA nichts an. Zudem kann die Firma über den Patriot-Act dazu gezwungen werden, alle gewonnenen Daten den US-Behörden zur übergeben. Also soll die Software eine Zusammenfassung der gefundenen Daten erstellen, die vor der Übermittlung angezeigt wird.

Vertrauen tue ich eh keiner Firma mehr und schon gar nicht EA...

Gruß

Michael

Re: Battlefield 3: Ärger wegen Schnüffel-Software Origin

von Klingon » 01 Nov 2011, 12:01

Ist ja schön und gut, wenn die da jetzt etwas an ggf. deutsches Recht anpassen - aber stört es denn niemanden, dass der Verein noch viel mehr als das machen wollte? Wenn mich jemand auf der Straße überfallen will, dann aber merkt "Oh, entschuldigung, ich darf das aufgrund externer Richtlienen dieses Jahr nocht nicht tun" - wird diese Person dann vertrauenswürdiger für mich?

Abgesehen davon, natürlich, dass die Transparenz bei der Software nicht besteht und die Überprüfung schwer fällt. Aber ich möchte mir nur "vertrauenswürdige" Software installieren (wer nicht?), und eine nachträgliche Anpassung, bei der die eigentliche Motivation ja eindeutig bestehen bleibt (erkennbar daran, dass sie es woanders beibehalten wollen), dient IMO nicht dazu...

Battlefield 3: Ärger wegen Schnüffel-Software Origin

von doelf » 01 Nov 2011, 10:39

Mit "Battlefield 3" hat Electronic Arts (EA) einen echten Kracher auf den Markt gebracht. Mit viel Tamtam, Werbung und Vorschusslorbeeren startete der Verkauf des Spiels in dieser Woche, doch wer "Battlefield 3" nutzen möchte, muss dauerhaft mit dem Internet verbunden sein und zudem die Software Origin installieren.

Origin untersucht die Konfiguration des PCs, prüft die Lizenzen bereits installierter EA-Software, analysiert die "Nutzung der Anwendung" und übermittelt nicht näher definierte Daten an die Spielehersteller. Bisher nahm sich EA zudem das Recht heraus, die gesammelten Daten für "Marketingzwecke" zu nutzen und sie an nicht namentlich genannte "Partner" zu übertragen. Die Empörung der Käufer war gewaltig und bei Online-Versendern hagelte es vernichtende Kritiken für "Battlefield 3". Nur selten betraf die Kritik das Spiel selbst, die meisten Benutzer erregten sich - zu Recht - über Origin und die damit verbundenen Nutzungsbedingungen.

Nun hat EA diese überarbeitet und dabei etwas entschärft. In den entschärften Nutzungsbedingungen heißt es, EA wird "gewissenhaft und zweckmäßig mit Ihren Daten umgehen". Und weiter: "EA wird niemals personenbezogene Daten weiterverkaufen, Spyware verwenden oder auf den Rechnern von Benutzern installieren". Allerdings gibt es zwei Ausnahmen vom "niemals", nämlich wenn die "Preisgabe gesetzlich oder zur Durchsetzung der Rechte von EA notwendig ist".

Als "nicht-personenbezogenen Informationen" stuft EA jedoch auch "technische und zugehörige Informationen ein, die Ihren Computer (einschließlich IP-Adresse) und Ihr Betriebssystem identifizieren". Und mit diesen Daten lässt sich der Computer - zumindest indirekt - einer Person zuordnen. Sofern EA die IP-Adressen mit Zeitstempeln versieht, kann damit ein bereits vorhandenes Benutzerprofil ergänzt werden, beispielsweise für Werbezwecke. Kombiniert mit entsprechenden Daten aus sozialen Netzwerken, Online-Werbung und Suchmaschinen, lassen sich umfassende Profile erstellen, die sehr zielgerichtete Werbung ermöglichen.

Ebenfalls erhoben werden Daten zur Nutzung der Anwendung (einschließlich erfolgreicher Installation und/oder Deinstallation), zu installierter Software und deren Nutzung sowie Details zur verwendeten Hardware-Peripherie. Laut EA dienen diese Informationen zur Verbesserung von Diensten und Produkten, für Software-Updates sowie zur Verbesserung der Produktunterstützung und Kundenkommunikation. Natürlich können solche Informationen EA dabei helfen, Fehler zu finden und die Probleme der Kunden zu lösen. Andererseits erschließt es sich uns nicht, warum EA hierfür wissen muss, welche Büro- und Fotosoftware der Kunde verwendet. Zudem besteht die Gefahr, dass EA auch die Nutzung von Konkurrenzprodukten ausspioniert.

Die Überarbeitung der Nutzungsbedingungen ist ein erster, kleiner Schritt, der die Mehrzahl der Käufer allerdings nicht zufrieden stellen wird. Was Origin nach wie vor fehlt, ist ein Mindestmaß an Transparenz. EA muss seinen Kunden gegenüber offenlegen, welche Daten übermittelt werden und ihnen auch eine Kontrolle über den Umfang der übermittelten Daten einräumen.

Die Nutzungsbedingungen:
http://eula.dm.origin.com/de_DE.html

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