Blender 2.74 macht die Haare schön

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doelf
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Blender 2.74 macht die Haare schön

Beitrag von doelf » 02 Apr 2015, 10:59

Blender ist eine quelloffene 3D-Grafiksoftware für Windows, Mac OS X und Linux, mit der sich professionelle Animationen und ganze Filme erstellen lassen. Die neue Version 2.74 beseitigt unzählige Fehler und bringt diverse Verbesserungen sowie neue Funktionen. Viel Arbeit ist abermals in den Cycles-Renderer geflossen, doch auch beim Erstellen von Haaren und deren Verhalten gibt es deutliche Fortschritte.

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Die Entwickler konnten ein hartnäckiges Stabilitätsproblem bei der Simulation von Haaren beheben, welches aufgrund sehr unterschiedlicher Längen auftrat. Erstmals gibt es eine Kollisionsabfrage für Haare, welche aber nur andere Objekte berücksichtigt. Das ist verständlich, denn die Zusammenstöße einzelner Haaren würden viel zu viel Rechenleistung erfordern. Für diesen Fall kann man allerdings auf ein Volumenmodell zurückgreifen, welches aufgrund innerer Reibung (internal friction) die Bewegung benachbarte Haare anpasst. Über das Volumenmodell lässt sich auch eine Zieldichte (target density) definieren, die dem Haar eine nach außen gerichtete Kraft bzw. Eigenspannung verleiht. Weiterhin wurde das für die Biegesteifigkeit verwendete Kräftemodell geändert. Der Radius von Locken kann jetzt vom Benutzer geändert werden und der neue Spiral-Modus lässt Haare am Ende eindrehen - das ist in erster Linie nützlich für Bärte und den Intimbereich. Praktisch ist auch der neue Formenschnitt (shape cut), welcher die Haare anhand eines Gitternetzobjektes zuschneidet.

Diverse Optimierungen sorgen bei Cycles für eine größere Präzision und weniger Störungen. Schwarze Hintergründe wurden aus dem Shader-Graphen entfernt, was die Geschwindigkeit steigert und den Speicherbedarf minimiert. Für Oberflächen kann man über das neue Attribut "Pointiness" definieren, wie scharfkantig diese sein sollen. Beim Viewport-Compositing lassen sich neuerdings die Effekte Umgebungsverdeckung (ambient occlusion) und Schärfentiefe (depth of field) nutzen, weitere sollen in Zukunft folgen. Der Benutzer kann nun eigene Normals definieren, um die Ausrichtung von Flächen zu klären. Neu ist zudem der Datentransfer von einem Gitternetz zu einem anderen, welcher die Modifizierung der Modelle stark vereinfachen kann. Der Freestyle-Renderer, der nicht fotorealistisch arbeitet sondern Zeichenstile imitiert, benötigt jetzt wesentlich weniger Arbeitsspeicher. Beim Bearbeiten von Animationen kann man mit dem Wachsmalstift (grease pencil) gezeichnete Linien ganz oder teilweise kopieren (STRG+C) und einfügen (STRG+V). Über die Tastenkombination ALT+S ist es zudem möglich, den Druck und damit die Stärke der Linien zu bearbeiten.

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