Opera verkauft sein Browser-Geschäft nach China

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Opera verkauft sein Browser-Geschäft nach China

Beitrag von doelf » 18 Jul 2016, 23:00

Der Komplettverkauf der norwegischen Software-Schmiede Opera an ein chinesisches Konsortium ist gescheitert. Offenbar fehlte die Zustimmung staatlicher Stellen und es gab Zweifel daran, ob diese noch zu erreichen sei. Nach Ablauf der vereinbarten Frist am 15. Juli 2016 einigten sich beide Seiten auf die Aufspaltung Operas und den Verkauf des Konsumentengeschäfts, das auch die Browser beinhaltet.

Das ursprüngliche Angebot der Chinesen lag bei 10,5 Milliarden norwegischen Kronen (ca. 1,089 Milliarden Euro) für das komplette Unternehmen, nun geht es nur noch um 600 Millionen US-Dollar (ca. 543,708 Millionen Euro). Dafür bekommt der Käufer das "Consumer Business" der Norweger, welches die Browser für Mobilgeräte und PCs, Operas Apps für Performance und Privatsphäre, das Geschäft mit Technologielizenzen mit Ausnahme von Opera TV sowie Operas 29,09-prozentige Beteiligung am chinesischen Joint-Venture nHorizon umfasst. Auch alle mit diesen Bereichen verbundenen Vermögenswerte, Mitarbeiter inklusive Support, Vertrieb, Marketing und PR, Rechte und Pflichten gehören zum Paket. Nicht verkauft werden lediglich Opera Mediaworks, Opera TV und Opera Apps & Games inklusive Bemobi.

Opera wird das "Consumer Business" in ein eigenes Unternehmen auslagern. Zunächst soll Operas CEO Lars Boilesen beide Firmen leiten, zum Jahreswechsel verlässt Boilesen dann das "Consumer Business" und wird sich im Anschluss auf Opera bzw. die verbliebenen Geschäftsfelder konzentrieren. Der Verkauf des "Consumer Business" soll bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein, eine automatische Verlängerung der Frist bis Ende 2016 ist für bestimmte Umstände vorgesehen. Zuvor müssen Behörden und Anleger grünes Licht erteilen und beide Seiten die getroffenen Vereinbarungen erfüllen. Hierzu gehören die Abspaltung der Geschäftsbereiche durch Opera sowie eine dreistufige Zahlung durch den Käufer: 100 Millionen US-Dollar sind sofort fällig, weitere 200 Millionen am 15. August und die restlichen 300 Millionen zum Abschluss des Geschäfts.

Sollte das Käuferkonsortium das Geschäft platzen lassen, darf Opera die 100 Millionen US-Dollar Anzahlung behalten. Verweigern die Behörden ihre Zustimmung, bekommt Opera immerhin 40 Millionen US-Dollar. Wenn das Geschäft allerdings an Opera scheitert, müssen die Norweger 50 Millionen US-Dollar nach China überweisen. Bei dem Käufer handelt es sich um den "Golden Brick Capital Private Equity Fund I L.P.", ein Zusammenschluss von "Golden Brick Silk Road Fund Management" aus Shenzhen, den beiden Internetfirmen "Kunlun Tech Limited" und "Qihoo 360 Software Co. Ltd." aus Peking, "Future Holding L.P.", "Keeneyes Future Holding Inc" und "Qifei International Development Co. Limited".

Quelle:
http://www.newsweb.no/newsweb/search.do ... eId=406030
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Re: Opera verkauft sein Browser-Geschäft nach China

Beitrag von neO » 20 Jul 2016, 19:47

Opera Browser sammeln ja auch jede Menge Daten...
Lohnt sich bestimmt die Übernahme.
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Re: Opera verkauft sein Browser-Geschäft nach China

Beitrag von doelf » 20 Jul 2016, 21:11

Dieser Verkauf könnte die Vivaldi-Show anheizen...
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Re: Opera verkauft sein Browser-Geschäft nach China

Beitrag von neO » 20 Jul 2016, 22:59

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Re: Opera verkauft sein Browser-Geschäft nach China

Beitrag von doelf » 21 Jul 2016, 08:31

Ich werde zukünftig wieder regelmäßiger über Vivaldi berichten!
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