AMD Radeon Software Crimson ReLive Edition 16.12.1

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AMD Radeon Software Crimson ReLive Edition 16.12.1

Beitrag von doelf » 08 Dez 2016, 19:13

AMD hat heute einen neuen Grafiktreiber mit der Versionsnummer 16.12.1 veröffentlicht. Diese "ReLive Edition" der Radeon Software bleibt zwar beim Farbton "Crimson", dennoch hat sich einiges getan. Namensgebend ist die neue Funktion "ReLive", ganz cool hört sich aber auch "Chill" an. FreeSync und die HDR-Unterstützung wurden ausgebaut und an der Performance-Schraube hat AMD ebenfalls gedreht. Auch wenn man es der Versionsnummer nicht ansieht, bei der "ReLive Edition" geht es um einen großen Sprung.

Video: https://youtu.be/nRSm12lwRe4

ReLive - Dein Spiel ist deine Show
Spielte der Freak früher in der einsamen Kammer, müssen die virtuellen Heldentaten heutzutage in die Welt getragen werden. Entweder Live als Video-Stream oder nachträglich in Form von Videos und Bildschirmfotos. Alles gemäß dem Motto "What I did on my playday". NVIDIA bietet hierfür seit einiger Zeit die Funktion ShadowPlay an und bei ReLive handelt es sich nun um den passenden Gegenentwurf von AMD. Moment, werden jetzt einige Leser zurecht anmerken, AMD hatte doch schon Raptr. Das stimmt zwar, doch Raptr war extern zugekauft, während es sich bei ReLive um eine hauseigene Lösung handelt, die AMD besser auf die eigenen Treibern und Programme optimieren kann. Derzeit wird ReLive nur von den Chips der Baureihen Fiji (nur H.264), Polaris 10 und Polaris 11 (H.264 und H.265) unterstützt. Sehr löblich: ReLive ist standardmäßig nicht aktiviert und kann bei der Treiberinstallation auch komplett abgewählt werden.

Chill mal die Watt runter
Im Gegensatz zu ReLive ist Chill keine Eigenentwicklung, sondern wurde mitsamt der verantwortlichen Firma HiAlgo zugekauft. Die Theorie hinter Chill ist ganz simpel: Wenn sich auf dem Bildschirm nur wenig bewegt, braucht man auch keine hohen Frameraten. Und wenn die Grafikkarte zwischendurch mal entspannt, läuft sie kühler, leiser und verbraucht auch weniger Strom. Das klingt verlockend, ist derzeit aber noch eine Bastelbude: Lediglich 18 Spiele werden bisher unterstützt und bei den 3D-Schnittstellen DirectX 12 und Vulkan muss Chill komplett passen. AMD gibt per Profil zwar minimale und maximale Frameraten vor, rät den Spielern aber zur Anpassung der hinterlegten Werte (jeweils zwischen 30 und 144 FPS). Erst später sollen eine Automatik für beliebige Spiele sowie Unterstützung für DirectX 12 und Vulkan folgen und daher ist es nur konsequent, dass diese Funktion standardmäßig deaktiviert ist. Man muss Chill manuell im WattMan zuschalten. Übrigens: Den WattMan kann man jetzt auch mit Grafikchips der Baureihen Radeon R9 Fury, R9 390, R9 380, R9 290, R9 285, R9 260, R7 360 und R7 260 nutzen.

HDMI, HBR, HDR, VP9 und FreeScale
Der weit verbreitete HDMI-Anschluss leidet oft unter billigen Kabeln, was AMD mit einer neuen Konfigurationshilfe entschärfen möchte. Die Grafikprozessoren der Polaris-Familie dürfen endlich den HBR-Modus nutzen, um höhere Auflösungen über den DisplayPort 1.3 zu schicken. Damit sind 5K mit 60 Hz sowie 8K mit 30 Hz über ein einziges Kabel möglich. Für die Hochkontrastwiedergabe wurden HDR10 und Dolby-Vision freigeschaltet und VP9-Inhalte können bis 4K mit 60 Hz von der GPU decodiert werden. FreeSync kann ab sofort auch dann genutzt werden, wenn in einem rahmenlosen Fenster gespielt wird. Bisher setzte die variable Bildwiederholrate eine bildschirmfüllende Wiedergabe voraus. Beim Windows-Desktop soll FreeSync den Stromhunger von Notebooks reduzieren und unter Linux steht FreeSync nun auch zur Verfügung.

Und sonst?
Neue Testmethoden sollen Fehler frühzeitig erkennen und für stabilere Treiber sorgen. Zudem verspricht AMD Leistungsgewinne. Die Installation wurde optisch überarbeitet und gleicht nun der Treiberkonfiguration, es gibt eine Unterseite für Feedback sowie Kaufempfehlungen auf Basis der installierten Spiele. Insgesamt ist AMDs Radeon Software Crimson ReLive Edition 16.12.1 eine runde Sache, lediglich Chill fehlt derzeit noch der Feinschliff. Der neue Treiber unterstützt GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 bzw. Radeon HD 7700M sowie APUs der Generationen "Kaveri", "Godavari" und "Carrizo". Es gibt auch eine Pro-Variante des Treibers für Workstation-Karten.

Download:
Quelle:
http://www.amd.com/en-us/press-releases ... dec08.aspx
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