Mediencenter-Software Kodi 17 (Krypton) erreicht Beta 7

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Mediencenter-Software Kodi 17 (Krypton) erreicht Beta 7

Beitrag von doelf » 19 Dez 2016, 16:49

Seit heute liegt die siebte und vermutlich auch letzte Beta-Version von Kodi 17 (Codename: Krypton) zum Download bereit. Diese quelloffene und kostenlose Mediencenter-Software, die vormals unter dem Namen XBMC bekannt war, ist für Windows, Linux, Mac OS X, Android, iOS und den Raspberry Pi erhältlich. Kodi 17 bringt Verbesserungen bei Videowiedergabe, Live-TV und Videoaufnahmen sowie in Hinblick auf die Musikbibliothek. Die Benutzeroberfläche wurde komplett neu gestaltet und es gibt auch ein besseres Web-Interface zur Fernbedienung über den Webbrowser.

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Seit dem 21 November 2009 bestimmt der Standard-Skin "Confluence" das Aussehen der Mediencenter-Software Kodi, die damals noch unter dem Namen XBMC bekannt war. Über die Jahre hat "Confluence" viele Optimierungen erfahren und für Touch-Geräte wurde "re-Touched" als Alternative eingeführt, doch mit der kommenden Version 17 endet seine Ära. Die Nachfolger heißen "Estuary" und "Estouchy". "Estuary" wird "Confluence" ablösen, während "Estouchy" den Skin "re-Touched" beerben soll. Sie werden als einzige Skins zusammen mit der Mediencenter-Software ausgeliefert, doch "Confluence" kann als Alternative nachinstalliert werden und wird auch weiterhin gepflegt. Im Rahmen der Beta-Phase wurden die neuen Skins kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Gleiches gilt für das neue Web-Interface Chorus2.

Estuary bringt einen neu gestalteten Startbildschirm, der einen schnellen Zugriff auf alle Funktionen der Software gewährleistet. Neue Widgets bereiten Filme, Serien und Musik in unterschiedlichen Weisen auf: Neben zufällig ausgesuchten Inhalten kann man sich kürzlich hinzugefügte Medien sowie kürzlich abgespielte bzw. noch nicht zu Ende gesehene Videos anzeigen lassen. Für Musikstücke stehen auch noch nicht gehörte sowie besonders häufig gespielte Titel zur Auswahl. Hinsichtlich der TV-Sender listet ein weiteres Widget die Favoriten auf. Add-ons werden nach Medientyp und dem Zeitpunkt der letzten Nutzung sortiert. Umfassend überarbeitet wurde auch die Bibliothek, welche eine ausgewogene Balance zwischen Funktionalität und Information bieten soll. Mit farblichen Akzenten lässt sich Estuary an den eigenen Geschmack anpassen

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Estouchy verfolgt die gleiche Designsprache wie Estuary, wurde aber auf die Touch-Bedienung optimiert. Dies ist insbesondere im Hinblick auf Geräte mit kleinen Bildschirmen eine große Herausforderung, doch Estouchy sieht vielversprechend aus. Im Sinne der Bedienbarkeit musste dennoch eine Vereinfachung erfolgen und so stehen bei Estouchy nicht alle Funktionen, welche Estuary umfasst, zur Verfügung. Auch die Einstellungen wurden grundlegend überarbeitet und neu organisiert, so dass sich insbesondere Neueinsteiger leichter zurechtfinden. Auf Geräten mit Touch-Unterstützung lassen sich die Einstellungen leichter vornehmen und auf großen TV-Geräten sind die klaren Symbole besser zu erkennen. Erstmals kann man neue Medienquellen über die Einstellungen hinzufügen, bisher versteckte sich diese Grundfunktion in den Menüs der einzelnen Media-Center-Funktionen (Bilder, Videos, Musik).

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Die Musikbibliothek profitiert von Verbesserungen beim Auslesen der Tags und bei der Suche nach zusätzlichen Informationen (Scraping). Auch der Umgang mit Alben und Künstlern wurde optimiert, indem man dem Künstler eine Rolle (Musiker, Komponist, Dirigent, DJ) zuweisen kann. Sofern hinterlegt, werden auch Mood-Daten, welche die Musik einer bestimmten Stimmung zuordnen, ausgewertet. Der komplett neu geschriebene VideoPlayer nutzt die Hardwarebeschleunigung beim Abspielen von DVDs und hält die Audio- und Videospuren zuverlässiger synchron. Unterschiedliche Videospuren, beispielsweise für verschiedene Kamerapositionen, lassen sich nun ebenso leicht auswählen wie unterschiedliche Tonspuren oder Untertitel. Bei Streaming-Diensten, die das DASH-Protokoll unterstützen, kann man auf diese Weise auch die Videoqualität wechseln. Ein entsprechendes Update für das Youtube-Add-on steht aber noch aus.

Die Fernsehprogramme beim Live TV kann man neuerdings anhand der letzten Nutzung sortieren lassen, so dass die meistgenutzten Sender immer oben stehen. Die Programmierung der Timer wurde überarbeitet und verständlicher gestaltet. Die Art eines Timers kann nun nachträglich geändert werden, beispielsweise um diesen von einer Episode auf die komplette Serie auszuweiten. Man kann inaktive Timer verbergen sowie Timer für Ereignisse, die in der nahen Vergangenheit liegen, anlegen. Das Ende von Sofortaufnahmen kann man auf die aktuelle Sendung oder eine Uhrzeit festlegen, alternativ kann man die Aufnahme auch manuell abschließen.

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Die siebte Beta-Ausgabe bringt weiteren Feinschliff für die beiden neuen Standard-Skins Estuary und Estouchy. Unter Windows lassen sich Skins wieder aktualisieren, dies war bei den vorherigen Beta-Versionen nicht möglich gewesen. Im Dateimanager wurde die Auswahl mehrerer Dateien repariert und unter Mac OS X die Fenstergröße korrigiert. Dazu kommen Korrekturen rund um die Videoaufnahmefunktion (PVR), welche von einem möglichen Absturz im Programmführer bis zu doppelten Menüeinträgen und fehlerhaften OSD-Anzeigen reichen. Unter Android wurde das Durchreichen digitaler Audiodaten (Passthrough) für die Formate DTS-HD, TrueHD, DTS:X und ATMOS aktiviert. Die siebte soll zugleich auch die letzte Beta-Ausgabe von Kodi 17 sein. Sofern keine unerwarteten Fehler auftauchen, dürfen wir uns im neuen Jahr auf den ersten Veröffentlichungskandidaten freuen.

Download: Kodi 17 (Krypton) Beta 7
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