Kodi 18 (Leia) Alpha 1: Ein erster Blick

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Kodi 18 (Leia) Alpha 1: Ein erster Blick

Beitrag von doelf » 07 Mär 2018, 15:02

Irgendwann in diesem Jahr soll die beliebte Medien-Center-Software Kodi die Version 18 (Codename: Leia) erreichen. Einen ersten Schritt markiert die Veröffentlichung einer ersten Alpha-Ausgabe, doch diese ist noch lange nicht fertig. Kodi 18 wird es erstmals als 64-Bit-Version für Windows geben und für kommerzielle Streaming-Angebote wurde ein digitales Rechtemanagement (DRM) integriert.

Bisher wurden über 6.140 Code-Passagen überarbeitet, 1.911 Pull-Anfragen hinsichtlich Codeüberprüfungen bearbeitet, 7.776 Dateien geändert, 350.000 Code-Zeilen entfernt und über 397.000 neue Zeilen hinzugefügt. Die ganze Arbeit wurde von rund 35 Open-Source-Entwicklern geleistet. Ihre primären Ziele waren dabei eine höhere Stabilität und eine bessere Benutzbarkeit der Software.

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Die Bibliotheken
Viele Änderungen betreffen die Musikbibliothek, deren Code zum Teil schon etliche Jahre auf dem Buckel hat. Die Überarbeitung soll die Musikbibliothek zuverlässiger und schneller machen. Auch an der Videobibliothek wurde gearbeitet, wobei sich diese bereits auf einem neueren Stand befand. Ergänzt wurde hier die Auswertung von eingebetteten Tags, welche aktuell aber noch deaktiviert ist. In Zukunft, wenn das Taggen von Videodateien weiter verbreitet ist, sollen die Tags anstelle der Dateinamen ausgewertet werden.

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Video-Player und DRM
Besonders intensiv wurde am Video-Player geschraubt: Er wurde aus den übrigen Komponenten herausgelöst und hat dabei hinsichtlich der CPU- und GPU-Nutzung absolute Vorfahrt (= höchste Priorität) erhalten. Die CPU-Last konnte reduziert werden und neben 4K, 8K und HDR hat sich mit DRM (Digital Rights Management) eine weitere Baustelle aufgetan. Dies öffnet Kodi für kommerzielle Anbieter, die ihre Inhalte nur in geschützter Form bereitstellen. Statt über Piraten zu schimpfen, können sie ihre Dienste nun in Form offizieller Add-ons über Kodi verbreiten.

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Alpha 1 hat noch Probleme mit DVD-Menüs

Live-TV, Retroplayer und Input-Manager
Man kann über Kodi auch Fernsehen sowie TV-Aufnahmen anfertigen, die Medien-Center-Software agiert hierbei aber nur als Front-End für den eigentlichen TV-Empfänger. An diesem Konzept ändert auch die Version 18 nichts, doch die Konfiguration und Nutzbarkeit wurde einmal mehr verbessert. Dank Retroplayer und Input-Manager lassen sich Fernbedienungen und andere Steuerungsgeräte leichter integrieren - in der Regel sollten diese sogar automatisch erkannt und konfiguriert werden.

Windows und Linux
Im Windows-Store wird Kodi 17 offiziell als 32-Bit-Bridge-Applikation geführt, was die Installation der Software und ihrer Updates erleichtert. Für die Xbox One ist Kodi 17 seit Dezember 2017 verfügbar. Für Kodi 18 haben die Entwickler den beschwerlichen Weg hin zu einer 64-Bit-Version für Windows eingeschlagen, welche man inzwischen ausprobieren kann. Unter Linux soll neben X11 auch Wayland wieder als Display-Server unterstützt werden. Um die Wartung zu erleichtern, setzt Kodi 18 auf GBM (Generic Buffer Manager) und V4L2 (Video for Linux).

Android
Bei der Android-Version wurden spezielle Code-Anpassungen durch offizielle Android-Standards ersetzt, was Kodi auf dieser Plattform schneller und zuverlässiger macht. Zudem sinkt auch hier der Wartungsaufwand. In Kodi 18 wurde die Leanback-Suche integriert, welche Kodi-Inhalte auf Android TV bringt. Auch Googles Sprachassistent wird standardmäßig unterstützt, so dass man auf eine Fernbedienung verzichten kann. Die neuen Kanäle (Channels) von Android TV Oreo lassen sich über Kodis Smartplaylists füllen und die Touch-Bedienung wurde spürbar verbessert.

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