Nachgereicht: NVIDIA bringt CUDA 9.2 zurück

Neue Software, Treiber oder BIOS-Versionen findet ihr hier
[ News about software, drivers and bios can be found here ]
Antworten
Benutzeravatar
doelf
Moderator
Moderator
Beiträge: 33672
Registriert: 12 Feb 2004, 23:29
Wohnort: Alsdorf
Kontaktdaten:

Nachgereicht: NVIDIA bringt CUDA 9.2 zurück

Beitrag von doelf » 02 Jun 2018, 09:57

NVIDIA hatte seinen Grafiktreiber GeForce Game Ready letzte Woche auf die WHQL-zertifizierte Version 397.93 aktualisiert. Dieses Update wird insbesondere für die Spiele "The Crew 2" (Closed Beta) und "State of Decay 2" empfohlen. Zudem wird nun wieder CUDA 9.2 versprochen, welches zuletzt die zwischenzeitlich zurückgezogene Treiberversion 397.31 geboten hatte.

Weitere Änderungen und neue Profile
Alle Verweise auf das "Experience Improvement Program" wurden aus dem Treiber entfernt. Über diese Funktion hatte NVIDIA Telemetrie-Daten gesammelt und das auch ohne die Zustimmung des Benutzers. Der GeForce Game Ready Driver 397.93 WHQL umfasst neue SLI-Profile für "DRG Initiative" und "Star Wars: Battlefront II". Es gibt auch ein 3D-Vision-Profil für "The Crew 2", welches seitens NVIDIA als "gut" bewertet wird. "The Crew 2" ist im Handel noch nicht erhältlich, das Spiel befindet sich derzeit in einem geschlossenen Beta-Test.

Behobene Fehler
Der Windows Explorer nutzt die Hardware-Beschleunigung von Notebooks mit einer GeForce GTX 870M, die Auswahl für die Surround-Einstellung "Digital Vibrance" bleibt nach einem Neustart erhalten und Steam muss nicht mehr geschlossen werden, um den SLI-Status ändern zu können. Trotz aktiviertem HDR sollen unter Windows wieder alle Farbformate zur Auswahl stehen und nach Abschluss der Treiber-Installation soll der Grafiktreiber auch tatsächlich geladen werden. Das war zuvor nicht immer der Fall, wenn der Grafikprozessor aus den Baureihen Pascal oder Kepler stammte.

Bekannte Probleme
Die Liste der offenen Problemen ist weiter gewachsen und viele der Baustellen sind schon lange bekannt: Die GeForce Titan (Kepler) verweigert auch weiterhin die Zusammenarbeit mit AMDs Threadripper und auf Pascal-GPUs verursacht "Gears of War 4" sporadische Blue-Screens. Die GeForce GTX 1080 Ti verursacht einen TDR-Fehler, wenn bei "Warhammer Vermintide 2" die Auflösung gewechselt wird. Verwendet man DirectX 11 statt 12, verschwindet das Problem. Ein weiterer Fehler betrifft neben Windows 10 auch Windows 7: Wenn "Call of Duty: WWII" im Surround-Modus gespielt wird, bleibt das Center-Display leer. Zudem kann es vorkommen, dass die Tastaturkürzel für Surround, das In-Game Overlay und Shadowplay-Aufnahmen nicht funktionieren.

Probleme mit der Videowiedergabe
Was die Probleme mit der Video-Wiedergabe betrifft, konnte NVIDIA zumindest die Fehlerbeschreibungen konkretisieren: So muss man unter Windows HDR deaktivieren, bevor man Videos ohne HDR-Inhalt bildschirmfüllend wiedergibt. Bleibt HDR aktiviert, kann es zu Flackern und Darstellungsfehlern kommen. Auch bei Notebooks mit GeForce GTX 1060 bereitet HDR Probleme: Anzeigegeräte, die über HDMI mit dem Notebook verbunden sind, blinken beim Abspielen von Netflix-Videos im Edge-Browser sowie bei der Vollbildwiedergabe von Blu-rays. Wer zwischen einem Spiel in der Vollbildanzeige und einem Netflix-Video im Edge-Browser hin und her wechselt, riskiert einen Absturz (Bluescreen). NVIDIA empfiehlt, das Video in Google Chrome abzuspielen.

Neue Probleme
Wer "Hitman Pro" spielt, sollte die Kombination aus SLI, DirectX 12, einer niedrigen Auflösung und widersprüchlicher HDR-Einstellungen (im Spiel aktiviert, unter Windows ausgeschaltet) meiden, da Abstürze drohen. "Overwatch" flackert im Surround-Modus, wenn SLI und G-Sync aktiviert sind sowie zwei Bildschirme an der Master-Karte und ein dritter an der Slave-Karte hängen. "Shadow Warrior 2" flackert, wenn aktiviertes HDR unter Windows auf eine Titan V trifft. Abhilfe schafft das Ausschalten von HDR. Bei "DOTA 2" gibt es kleinere Fehler im Vulkan-Modus und "Dead by Daylight" funktioniert nicht mit NVIDIAs Freestyle-Modus. Bluescreens des Typs "DPC Watchdog Violation" treten auf, wenn mehrere Grafikprozessoren auf Hauptplatinen mit PLX-Chips genutzt werden. Bei diesen Chips handelt es sich um Switches für die PCIe-Lanes, welche die Zahl der nutzbaren Lanes erhöhen.

Enthaltene Treiber-Komponenten
Während sich der Versionsstand der PhysX System-Software (9.17.0524) unverändert zeigt, wurden die übrigen Komponenten aktualisiert. Enthalten sind GeForce Experience 3.14.0.139, nView 149.21 und der HD-Audio-Treiber 1.3.37.4. Die Auslieferung von CUDA 9.2 hatte NVIDIA bereits Ende April 2018 für die zwischenzeitlich zurückgezogene Treiberversion 397.31 verkündet, die nachfolgenden Treiber hatten indes wieder CUDA 9.1 an Bord. Mit dem GeForce Game Ready Driver 397.93 WHQL kehrt die Version 9.2 zurück.

Kompatibilität: Betriebssystem und GPUs
Seit Anfang April entwickelt NVIDIA keine 32-Bit-Treiber mehr, unterstützt werden daher nur noch die 64-Bit-Varianten von Windows 7, 8, 8.1 und 10. Auch die Unterstützung für die Fermi-Generation wurde eingestellt - oder zumindest teilweise, denn während die Baureihen GeForce 800, 500 und 400 komplett verschwunden sind, finden sich andere Fermi-Modelle weiterhin auf der Liste der unterstützten Grafikkarten. Zu nennen wären die Modelle GeForce GT 630 (= GeForce GT 430 oder GT 440), GeForce GT 640 (= GeForce GT 545) und GeForce GT 730 (= GeForce GT 430).

Download: NVIDIA GeForce Game Ready Driver 397.93 WHQL
. Tails . Linux . USB . CD . Secure Desktop . IRC . Truecrypt . Tor .

Antworten