Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

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Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

Beitrag von doelf » 14 Dez 2018, 14:22

Mit der stabilen Version 18.12.2 hat AMD seine Radeon Software auf die nächste Ebene gehoben: Die Adrenalin 2019 Edition. Diese verspricht nicht nur eine bessere Leistung, sondern auch viele funktionale Verbesserungen. So kann man leichter Übertakten, sich Vorschläge zur Konfiguration von Spielen und PC geben lassen sowie per "ReLive Game Streaming" am Smartphone oder Tablet spielen. Und etliche Fehler haben AMDs Entwickler ebenfalls behoben.

Wieder etwas schneller
AMD konnte die Geschwindigkeit von "Assassin's Creed: Odyssey" bei 1.920 x 1.080 Bildpunkten um bis zu vier Prozent steigern, "Shadow of the Tomb Raider" läuft bei 2.560 x 1.440 Pixeln um bis zu drei Prozent schneller, "DOOM" und "Wolfenstein II: The New Colossus" legen bei einer Auflösung von 3.840 x 2.160 um bis zu fünf Prozent zu. Mit einem Plus von bis zu sieben Prozent verzeichnet "Strange Brigade" den größten Zugewinn, ebenfalls bei 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Die Leistung wurde jeweils mit einer Radeon RX Vega 64 getestet, wobei die Vergleichswerte von der Treiberversion 18.12.1 stammen.

Die neuen Funktionen
Für die Express-Installation benötigt man nur noch einen Klick und ihr Fortschritt wird neuerdings mit einer Prozentangabe dokumentiert. Danach helfen drei Ratgeber bei den Feineinstellungen: Der Radeon Game Advisor überprüft die Geschwindigkeit von Spielen und unterbreitet Vorschläge für eine bessere Leistung und Bildqualität. Der Aufruf erfolgt über das Radeon Overlay. Der Radeon Settings Advisor bewertet das System und schlägt Optimierungen vor, er findet sich in den Radeon Einstellungen. Dort ist auch der Radeon Upgrade Advisor stationiert, der den PC mit den Mindestanforderungen der Spieleentwickler abgleicht.
  • Radeon ReLive hat Unterstützung für Mehrkanalton, Streaming im 16:9-Format und einen GIF-Export über Hotkey erhalten. Restream.io, Streamable und Gfycat stehen jetzt als weitere Plattformen zur Auswahl und der neue Szenen-Editor ermöglicht das Erstellen und Bearbeiten der Aufnahmen inklusive der Auswahl von Übergängen via Hotkeys. Neu ist auch die In-Game-Replay-Funktion, mit der sich Ereignisse sofort auf dem Bildschirm wiedergeben lassen. Über AMDs Link-App lassen sich Spiele auf Mobilgeräte mit Android oder iOS streamen. Maximal ist hierbei die 4K-Auflösung mit 60 fps möglich, wobei die Hardware-Beschleunigung genutzt wird. Über Steam, Steam VR und die "Radeon ReLive VR"-App lassen sich auch VR-Geräte, die für Streaming und Aufnahmen optimiert sind, vom PC aus beschicken.
  • Die App AMD Link soll zuverlässiger und stabiler funktionieren, zudem wurde die Einrichtung der Verbindung vereinfacht. Es ist nun möglich, die Radeon Software vom Mobilgerät aus zu aktualisieren. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung des Radeon WattMan und die Leistungsanalyse (Performance Metrics) kann durchschnittliche, minimale und maximale Frame-Raten festhalten. Dabei lassen sich Leistungsanalyse und ReLive nun auch über Sprachbefehle steuern. Hinsichtlich ReLive kann man Bildschirmfotos und Videos betrachten, Videos schneiden und diese auf dem Mobilgerät speichern.
  • Radeon Overlay unterstützt jetzt den Radeon WattMan, so dass man aus dem Spiel heraus die Leistung optimieren kann. Die Einstellungen für Radeon FreeSync und die Farbkonfiguration je Spiel wurden in den Anzeige-Tab verschoben. Dort gibt es auch erweiterte Optionen zur Justierung der Bildwiederholrate in Echtzeit. Die Anzeige zur Leistungsanalyse lässt sich vom Benutzer hinsichtlich der Farben, Balken, Position, Transparenz und Größe individualisieren. Zudem lassen sich das Messinterval und die Erfassung der Frame-Rate in einer Log-Datei reduzieren.
  • Wesentlich kompfotabler gibt sich der überarbeitete Radeon WattMan. Mit nur einem Klick kan man Grafikprozessor und Grafikspeicher übertakten, alternativ lässt sich die Spannug der GPU automatisch reduzieren. Ebenfalls sinnvoll ist die Möglichkeit, die Lüfterdrehzahl über Kurven festzulegen. Dabei ist es auch möglich, den Lüfter im Leerlauf anzuhalten. Dazu gibt es ein besseres Speicher-Tuning sowie Zugriff auf die DPM-Zustände der Radeon RX Vega zur genaueren Leistungskonfiguration.
  • Weitere Neuerungen: Die Virtuelle Super-Auflösung unterstützt nun auch Bildschirme mit einem Seitenverhältnis von 21:9 und Radeon FreeSync 2 nutzt "Auto Tone Mapping" zur Farboptimierung von HDR-10-Inhalten. AMD will auch die Effizienz von Radeon Chill gesteigert haben, was beim Stromsparen hilft. Für Vulkan gibt es drei Erweiterungen (VK_EXT_inline_uniform_block, VK_KHR_swapchain_mutable_format und VK_EXT_scalar_block_layout) und Sparse-Unterstützung, welche die Speicherverwaltung vereinfacht.
Behobene Fehler
AMD hat Startprobleme bei Google Earth VR beseitigt und einen schwarzen Bildschirm bei der YouTube-Wiedergabe im Vollbildmodus von Chrome repariert. Auch "Assassin's Creed: Odyssey" soll nicht mehr in Schwärze verfallen, wenn es im Spiel rund geht, oder gar bei Sprüngen aus großer Höhe abschmieren. "Forza Horizon 3" konnte sich beim Start abwürgen und "Call of Duty: Black Ops 4" verweigerte zuweilen den Start auf Ryzen-Prozessoren mit Radeon-Vega-IGP. Diese beiden Fehler wurden ebenso korrigiert wie flackernde Wassertexturen bei "Battlefield 1" und eine stotternde Wiedergabe von "Strange Brigade" unter Verwendung von Vulkan im Fenster. Das Radeon Overlay funktioniert nun auch mit "Kingdom Come Deliverance" und die erweiterten Eyefinity-Optionen verschwinden nicht beim Treiber-Update. Der Endbenutzer-Lizenzvereinbarung (EULA) wird nicht mehr bei jedem Start angezeigt, was bisher passieren konnte.

Bekannte Probleme
Wer die Foto-App Microsoft PIX benutzt, muss eine spezielle Version des Treibers installieren. Wir haben diese unten verlinkt. Der Upgrade Advisor findet zuweilen keine Spiele, der Szenen-Editor hat bei komplexen Szenen Probleme mit dem Scrollen und benutzerdefinierte Einstellungen lassen sich im Radeon WattMan nicht immer auf Karten des Typs Radeon RX Vega anwenden. Beim Auto Tuning muss man mit seltsamen Verhalten rechnen und die Leistungsanalyse ändert im Overlay ihre Größe, wenn man die Auflösung wechselt. Der neue Video-Player des Radeon Overlay offenbart beim Spulen Glättungsprobleme und das Abschalten des AMD-Link-Servers, während ein iOS-Klient angeschlossen ist, führt zu einem Port-58888-Fehler. Wird die Radeon Software entfernt, bleiben zuweilen die Radeon Einstellungen erhalten. Der letzte Fehler ist schon länger bekannt: Sind mehrere Bildschirme angeschlossen, aber nicht alle davon eingeschaltet, reagiert der Mauszeiger zuweilen verzögert. Abhilfe schafft das Einschalten der Monitore.

Kompatibilität
AMDs Radeon Software Adrenalin 2019 Edition 18.12.2 gilt als stabil und unterstützt diskrete GPUs ab der Baureihe Radeon HD 7700 (Desktop) bzw. Radeon HD 7700M (Mobil) sowie zahlreiche APUs. Ryzen-Prozessoren mit integrierter Vega-Grafik werden auch bedient, allerdings nur die Desktop-Varianten. AMD bietet diesen Grafiktreiber ausschließlich für die 64-Bit-Versionen von Windows 10 und 7 an. Wer einen 32-Bit-Treiber benötigt, muss zur stabilen Radeon Software Adrenalin Edition 18.9.3 vom 5. November 2018 greifen.

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Re: Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

Beitrag von Berserkus » 15 Dez 2018, 22:35

Klasse.. installiert und schwups ist meine 2te Sapphire R9 390x aus dem System verschwunden..

Crossfire weg, Graka nicht mal mehr im Gerätemanager zu finden.
Dazu hängen sich die Radeon Einstellungen laufen auf.

Dann man wohl wieder besser die vorherige drauf.....


Gesagt getan, Karte tot....
Auch in einem 2t Rechner macht die Karte keinen Mux mehr und gestern funktionierte defakto noch alles.
Also, wen der Treiber gerade meine Graka gegrillt hat krieg ich aber die Kriese!

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Re: Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

Beitrag von The Grinch » 16 Dez 2018, 07:45

Auch ne Methode den Verkauf von Grafikkarten wieder an zu Kurbel!

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Re: Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

Beitrag von doelf » 16 Dez 2018, 12:12

Zum Thema CrossFire kann ich leider nichts sagen:
- Radeon RX 470: Update von 18.12.1 läuft unter Windows 10 1809 als Express-Installation durch, alles okay.
- Radeon HD 7950: Express-Update über 18.2.1 meldet Probleme. Treiber entfernt, neu installiert und läuft.

Im Netz konnte ich jetzt auch keine Problemmeldungen bezüglich dieses Treibers und Crossfire finden.

Gruß

Michael
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Re: Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

Beitrag von Berserkus » 16 Dez 2018, 20:29

Ich hab auch gesucht und leider nix gefunden..
Kann natürlich auch Zufall gewesen sein das die Karte ausgerechnet jetzt das zeitliche Segnet, leider ist die Garantie flöten da das schon eine Austauschkarte war. Die Karte hatte ich vor 2 1/2 Jahren gewonnen bei Sapphire direkt, eigendlich traurig das nun die 2te R9 390 Nitro nach nur 15 Monate schon wieder über den Jordan ging. Die Main Karte, eine Sapphire R9 390X Nitro, läuft nun im 3ten Jahr problemlos.
Dabei bekommt ausgerechnet die ja die Hitze der secondary Karte ab während die Frischluft bekommt und ja eigendlich eher kaputt gehen sollte...

Naja, mich äergert es tierisch!

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Re: Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

Beitrag von doelf » 17 Dez 2018, 11:09

Kann ich gut verstehen. Mir ist letzte Woche meine Radeon HD 6850 abgeflogen - aber noch vor dem 18.12.2. Kein großer Verlust, aber die Hardware steckt in einem äußerst kompakten Gehäuse mit Flüssigkeitskühler und sehr knapper Verkabelung. Musste das Teil komplett auseinandernehmen, da ich nicht an die Verriegelung des PCIe-Slots kam. Und jetzt passt die RX 570 nicht, ist 3 mm zu lang. Also ein Quertausch mit einem anderen Rechner... Es nervt einfach nur :-(

Hat die R9 390 Nitro eine Lüfterabschaltung für den Leerlauf? Hatte zuletzt öfter mal gehört, dass die zweiten Karten in Crossfire-Konfigurationen einen Abflug gemacht haben. Und zumindest bei einem System schaltete die zweite Karte ihren Lüfter ab aber nicht mehr an.

Gruß

Michael
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Re: Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

Beitrag von Berserkus » 17 Dez 2018, 18:09

Hm, die Karte schaltet ja im Desktopbetrieb ab und sprang, soweit ich das immer mitbekommen habe, auch wieder an.
Gehört habe ich von so einem Verhalten bisher nichts, dafür spräche aber natürlich das beide Karten nicht wirklich lange gelebt haben.

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Re: Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

Beitrag von doelf » 18 Dez 2018, 10:07

Ja, das Thema ist undankbar. Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass die Karten ihre Lüfter im Leerlauf absichtlich abschalten. Daher gibt es zig Beiträge, die auf dieses Unwissen zurückzuführen sind. In anderen Fällen sind die Lüfter defekt oder die Karten wurden mit der falschen Firmware geflashed.

Und dann gibt es noch die Lüfterprobleme durch die Tuning-Software der Hersteller:

Changelog für SAPPHIRE TriXX V6.4.0 (08.05.2017):
- Added support for Radeon RX500 Series
- Added power & stealth mode function for RX 500 series. In power mode you gain higher performance for more demanding gaming experience , in stealth mode we bring you balance in gaming experience and power saving.
- Fixed fan control in CrossFire mode
- Fixed fan test in CrossFire mode
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Re: Generalüberholt: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition

Beitrag von Berserkus » 18 Dez 2018, 20:29

Naja, trixx hab ich nie genutzt und schon gar keine andere Firmware geflasht.

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