Der Firefox 65.0 ist fertig

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doelf
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Der Firefox 65.0 ist fertig

Beitrag von doelf »

Der finale Firefox 65.0 liegt jetzt im Release-Verzeichnis des Archive-Servers, die offizielle Ankündigung wird gegen Abend folgen. Dann werden wir auch die geschlossenen Sicherheitslücken nachreichen können, die zur Stunde noch nicht dokumentiert sind. Der Firefox 65.0 bringt wichtige Neuerungen für Windows, macOS und Linux sowie die Möglichkeit, die Sprache der Benutzeroberfläche in den Programmeinstellungen zu ändern.

Und tatsächlich: Bei der finalen Version 65.0 finden wir diese Option in den Einstellungen unter "Allgemein" im Abschnitt "Sprache und Erscheinungsbild" (siehe Bildschirmfoto), während wir sie bei den Beta-Versionen noch vermisst hatten. Hier werden neben der jeweiligen Sprache der Firefox-Installation auch alle über "Add-ons", Unterpunkt "Sprachen" nachinstallierten Übersetzungen zur Auswahl angeboten, so dass man nicht mehr den Umweg über "about:config", den Wert "intl.locale.requested" sowie die gewünschte Kennung (z.B. de, en-GB, nl) gehen muss.

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Unter Windows wird neuerdings der Video-Codec AV1 unterstützt und man kann das Programm über den "Windows Installer" (eine Laufzeitumgebung für Paketdateien im Format .msi) aufspielen. Nutzer von iPhones und iPads können dank Handoff auf ihren Macs mit dem Firefox nahtlos weitersurfen und unter Linux kann man die Tabs beim Scrollen durch die Tab-Leiste wechseln. Ein verbesserter Schutz vor Pufferüberläufen ist für Linux, Android und macOS ab sofort standardmäßig aktiviert und verspricht eine höhere Sicherheit.

Allgemein ist Unterstützung für das Bildformat WebP hinzugekommen und das Blockieren von Seitenelementen unter "Datenschutz & Sicherheit" wurde nochmals überarbeitet. Als Vorgaben stehen "Standard" und "Streng" zur Auswahl und wer will, kann sich unter "Benutzerdefiniert" austoben. Falls gewünscht, kann der Firefox vor dem Schließen eine Warnung ausgeben. Und das unabhängig davon, ob die letzte Sitzung beim Neustart wiederhergestellt werden soll. Gibt man "about:performance" in die Adresszeile ein, sieht man neben dem Energieverbrauch jetzt auch den Speicherbedarf der aktiven Tabs.

Download: Firefox 65.0
. Ein Aluhut ist ein probater Schutz - vor Vogelschiss .
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Firefox 65.0 und ESR 60.5 schließen kritische Sicherheitslücken

Beitrag von doelf »

Der gestern veröffentlichte Firefox 65.0 bringt nicht nur interessante Neuerungen, sondern schließt auch sieben Sicherheitslücken. Je drei Korrekturen, die teilweise mehrere Einzelfehler zusammenfassen, stellen eine kritische bzw. hohe Gefahr dar. Das siebte Problem ist von mittlerer Schwere.

Die geschlossenen Sicherheitslücken
Wie üblich wurden kritische Speichermanipulationen korrigiert, von denen ein Teil auch den "Extended Support Release" des Firefox betrifft. Dieser wurde auf die Version 60.5 aktualisiert. Bleibt noch ein kritischer Fehler, der beim Parsen eines HTML5-Streams mit benutzerdefinierten HTML-Elementen auftritt, denn zuweilen greift der Firefox auf ein zuvor bereits gelöschtes Objekt zu. Dies hat einen Absturz zur Folge, welcher sich möglicherweise zum Einschleusen von Schadcode eignet. Als hochgefährlich wurden ein Speicherfehler beim Manipulieren von Audio-Puffern über JavaScript, ein unkontrollierter Lesezugriff beim Lesen von Texturen sowie eine Rechteausweitung bei der Kommunikation zwischen Prozessen (IPC) eingestuft.

Datenschutz, Sicherheit und Leistung
Das Blockieren von Seitenelementen unter "Datenschutz & Sicherheit" wurde nochmals überarbeitet. Als Vorgaben stehen "Standard" und "Streng" zur Auswahl und wer will, kann sich unter "Benutzerdefiniert" austoben. Ein schnellerer Zugriff auf die Blockieroptionen ist über das i-Symbol ganz links in der Adresszeile möglich. Ein verbesserter Schutz vor Pufferüberläufen ist für Linux, Android und macOS ab sofort standardmäßig aktiviert und verspricht eine höhere Sicherheit. Windows-Nutzer können den Browser nun über einen "Windows Installer" (eine Laufzeitumgebung für Paketdateien im Format .msi) aufspielen. Gibt man "about:performance" in die Adresszeile ein, sieht man neben dem Energieverbrauch jetzt auch den Speicherbedarf der aktiven Tabs.

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Sprachwahl, neue Medienformate, Bedienung
Der Firefox 65.0 bringt die Möglichkeit, die Sprache der Benutzeroberfläche in den Programmeinstellungen zu ändern. Diese Option findet sich unter "Allgemein" im Abschnitt "Sprache und Erscheinungsbild" (siehe Bildschirmfoto). Hier werden neben der jeweiligen Sprache der Firefox-Installation auch alle über "Add-ons", Unterpunkt "Sprachen" nachinstallierten Übersetzungen zur Auswahl angeboten. Unter Windows wird neuerdings der Video-Codec AV1 unterstützt und allgemein ist Unterstützung für das Bildformat WebP hinzugekommen. Nutzer von iPhones und iPads können dank Handoff auf ihren Macs mit dem Firefox nahtlos weitersurfen und vor dem Schließen kann der Firefox auf Wunsch eine Warnung ausgeben.

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Firefox 65.0: Probleme mit Avast und AVG behoben

Beitrag von doelf »

Nach dem Update auf den Firefox 65.0 bekamen einige Nutzer beim Aufruf von Webseiten die Warnung "Diese Verbindung ist nicht sicher" (SEC_ERROR_UNKNOWN_ISSUER) zu sehen. Schuld waren die Sicherheitsprogramme von Avast und AVG, welche inzwischen aktualisiert wurden.

Beide Sicherheitslösungen begnügen sich schon lange nicht mehr damit, Viren zu suchen und zu entfernen. Stattdessen analysieren sie die aufgerufenen Webseiten, damit mögliche Bedrohungen erst gar nicht auf dem lokalen Rechner landen. Das Problem dabei: Wird eine Webseite verschlüsselt, also über das HTTPS-Protokoll übertragen, bleiben auch die Sicherheitsprogramme außen vor. Um dennoch Zugriff zu bekommen, wird ein zusätzliches Add-on installiert, welches die Übertragung abfängt und umleitet. Ob dies eine sinnvolle Maßnahme ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fest steht jedoch, dass diese HTTPS-Filter immer wieder für Probleme sorgen.

Im aktuellen Fall hatte Mozilla die Verteilung des Firefox 65.0 zwischenzeitlich für alle Nutzer mit Windows-Systemen gestoppt. Avast und AVG hatten dann am 1. Februar 2019 um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit ein Update für ihre Virus-Engine bereitgestellt, welches die HTTPS-Filterung beim Firefox deaktiviert und somit die Funktion des Webbrowsers wiederherstellt. Die Virenschutzprogramme aktualisieren sich automatisch und sollten die überarbeitete Engine bereits verwenden. An einer vollständigen Lösung des Problems wird derzeit noch gearbeitet. Andere Virenschutzprogramme wie Kaspsersky oder Eset Internet Security laufen mit dem Firefox 65.0 fehlerfrei - inklusive HTTPS-Filterung.

Quelle:
https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=1523701
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