LibreOffice 6.3.1 und 6.2.7 verbessern die Sicherheit

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doelf
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LibreOffice 6.3.1 und 6.2.7 verbessern die Sicherheit

Beitrag von doelf » 07 Sep 2019, 11:18

Das erste Bug-Fix-Release für LibreOffice 6.3 liegt leicht verspätet zum Download bereit, dafür wurde die Version 6.2.7 mehr als einen Monat früher veröffentlicht. LibreOffice 6.3.1 umfasst 82 Korrekturen, darunter 14 mögliche Absturzursachen. Für LibreOffice 6.2.7 werden 32 Fehlerbereinigungen genannt, acht davon konnten die Büro-Software abstürzen lassen. Beide Versionen verschärfen den Umgang mit Makros und Skripten.

Zeitplan durcheinander
LibreOffice 6.3.1 hätte eigentlich schon Ende August bereitstehen sollen, das nächste Update ist für Ende September geplant. LibreOffice 6.2.7 ist derweil nach wie vor für Mitte Oktober angekündigt, liegt aber schon zum Download bereit. Es handelt sich um das finale Update für die Entwicklungsschiene 6.2, deren Support am 30. November 2019 enden wird. Bis dahin soll LibreOffice 6.3.3 vorliegen und die Schiene 6.3 ausreichende Reife für den Produktiveinsatz bieten.

LibreOffice 6.3.1 und 6.2.7 warnen vor Makros und Skripten
Als Schwerpunkt für die neuen Versionen führt die Document Foundation Verbesserungen im Bereich der Sicherheit an. Dass in Office-Dokumente eingebaute Makros oftmals missbräuchlich genutzt werden und zu den gängigen Angriffswerkzeugen der Hacker gehören, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Aber auch andere Aufrufe, welche etwas skriptartiges einbinden, können eine ebenso große Bedrohung darstellen, weshalb LibreOffice 6.3.1 und 6.2.7 die Nutzer ab sofort vor jeglicher Skriptausführung warnen. Die Ausführung von Makros und Skripten sollte man nur gestatten, wenn der Urheber des Dokuments zu 100 Prozent bestätigt und vertrauenswürdig ist.

LibreOffice 6.3.1: Die wichtigsten Korrekturen
Werfen wir nun noch einen kurzen Blick auf die Korrekturen in LibreOffice 6.3.1: Zu Abstürzen konnte es beispielsweise nach bestimmten Undo- und Redo-Operationen kommen, doch auch das Schließen mit geöffneten Dialogfenstern mündete zuweilen in einem Crash. Beim Öffnen von .DOCX-Dokumenten konnte der Writer abfliegen, zudem führen .ODS- und .XLSX-Exporte manchmal zu Instabilitäten. Das häufige Ändern von Vorlagen, die Auswahl aller Inhalte einer Tabellenseite und das Speichern im Firebird konnten ebenfalls zu Abstürzen führen. Schickte LibreOffice 6.3.0 eine E-Mail mit mehreren Anhängen über SimpleMail an "Outlook 2016", verabschiedete sich Microsofts Programm.

Der Zertifikat-Manager startet nun auch mit GPG4win v3. Ein unkontrollierter Lesezugriff sowie eine Dereferenzierung vor Null wurden gefunden und beseitigt. Wird ein neues Dokument aus einer Vorlage erstellt, bleiben die Signaturen der Makros erhalten. Globale Druckoptionen sowie die zum Ausdruck gewählten Einstellungen bleiben erhalten und wenn eine Auswahl vorhanden ist, wird eine Beschränkung des Ausdrucks auf diesen Bereich angeboten. Beim Öffnen von .DOCX-Dokumenten bleiben absolute Links in Takt und die Seitenleiste lässt sich zuverlässiger schließen. Wird unter macOS oder Linux mit zwei Fingern gescrollt, bewegen sich die Inhalte nun in die richtige Richtung.

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