LibreOffice 7.0.1 im Anflug: RC2

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doelf
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LibreOffice 7.0.1 im Anflug: RC2

Beitrag von doelf »

LibreOffice 7.0 wurde diesen Monat fertiggestellt, doch der große Versionssprung hat leider auch etliche Probleme im Schlepptau. Erste Korrekturen soll das Update auf die Version 7.0.1 in der kommenden Woche bringen und seit dem Wochenende ist auch der zweite Release Candidate verfügbar. Dieser verhindert, dass beim Speichern von .DOCX-Dokumenten im .ODT-Format alle Bilder verloren gehen, sofern man die Änderungsverfolgung versteckt. Ein Einfrieren der Suchleiste im Writer (nur GTK3) wurde ebenfalls repariert.

Nachdem wir in der Generation 6 jeden Beta-Test mitgemacht hatten, erwies sich LibreOffice 7.0 zwischen Mai und Juli als ziemlich wackelige Angelegenheit. Immer wieder gab es Fehler, Ungereimtheiten und Abstürze, die jeden Gedanken an einen Produktiveinsatz zunichte machten. Mit den Veröffentlichungskandidaten wurde es etwas besser, doch selbst die finale Fassung weist noch einige offensichtliche Macken auf. Beispielsweise kann man Lesezeichen in LibreOffice 7.0 weder inline noch über den Lesezeichendialog löschen. In LibreOffice 7.0.1 RC 1 wurde zumindest das Inline-Löschen repariert, doch im Lesezeichendialog ist die Schaltfläche "Löschen" nach wie vor inaktiv.

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Gerade dieses Problem verwundert, schließlich hatten die Entwickler einen Schreibschutz für Lesezeichen als Neuerung eingeführt. Und da hätten wir schon erwartet, dass jemand prüft, ob dieser sich auch wieder lösen lässt. Selbst das Einspielen von LibreOffice 7.0.1 RC 1 lief nicht glatt: Nach erfolgreicher Installation ließ sich LibreOffice 7.0.1 RC 1 unter Windows 10 Version 2004 nicht ausführen. Auch ein Neustart des Betriebssystems konnte hieran nichts ändern. Erst ein erneuter Aufruf der Installationsdateien und die Auswahl "Raparieren" - den Übersetzungen fehlt hier und da der Feinschliff - sorgte für Abhilfe. Hoffen wir, dass diese Probleme im zweiten Veröffentlichungskandidaten angegangen werden.

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Für LibreOffice 7.0.1 RC 2 werden 8 Änderungen aufgeführt. Der erste Veröffentlichungskandidat hatte bereits 71 Korrekturen, darunter 15 Maßnahmen gegen potentielle Absturzursachen, gebracht. So neigt die Bürosoftware beim Rückgängigmachen von Aktionen, insbesondere dem Einfügen von Tabellen oder Sektionen, zu Instabilitäten. Auch wenn "Rückgängig" und "Wiederherstellen" aufeinanderfolgen wird es riskant. Das Verbinden horizontaler Tabellenzellen lässt die Textverarbeitung Writer abfliegen (nur GTK3), vor dem Aufruf der Druckvorschau sollte man lieber abspeichern und selbst ein Klick auf den Menüeintrag "Über LibreOffice" wird zuweilen mit einem Crash quittiert. Gleiches gilt für Doppelklicks auf Schriftarten in der Design-Seitenleiste oder beim Öffnen der 3D-Ansicht für ein Diagramm.

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Eigentlich sollte LibreOffice 7.0 die Kompatibilität zu Microsofts Dateiformaten verbessern, doch unsere ersten Versuche verliefen enttäuschend. Mit LibreOffice 7.0.1 sieht es ein wenig besser aus: 14 Probleme mit .DOCX-Dokumenten, drei Fehler beim Verarbeiten von .PPTX-Präsentationen und ein Bug beim Speichern von .XLSX-Tabellen wurden behoben. Dennoch kann man nicht behaupten, dass das Layout erhalten bleibt. Wer LibreOffice im Produktiveinsatz verwendet, sollte vorerst bei der Generation 6.4 bleiben. LibreOffice 7.0 dürfte noch zwei, drei Updates benötigen, bis der Großteil der Schnitzer beseitigt ist. Dabei bietet LibreOffice 7.0 durchaus interessante Neuerungen.

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