NVIDIA: Neuer Grafiktreiber schließt Sicherheitslücken

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doelf
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NVIDIA: Neuer Grafiktreiber schließt Sicherheitslücken

Beitrag von doelf »

NVIDIA hat seinen GeForce Game Ready Driver auf die Version 456.71 WHQL aktualisiert. Dieser unterstützt nicht nur den offenen Beta-Test von "Call of Duty: Black Ops Cold War", sondern schließt auch vier Sicherheitslücken, von denen drei eine hohes Gefahrenpotential darstellen. Die vierte Schwachstelle ist von mittlerer Schwere.

Sicherheitsrelevante Änderungen
Den drei hochgefährlichen Fehlern wurde eine Risikostufe von 7,8 aus 10 zugeordnet. Dazu gehört eine mögliche Rechteausweitung im Control Panel (CVE-2020-5979) aufgrund eines Dialog-Fensters mit Nutzereingabe, das in einem hochprivilegierten Prozess läuft. CVE-2020-5980 steckt gleich in mehreren Komponenten - bei diesem Problem lädt eine auf sichere Weise geladene Bibliothek (.DLL) ihre Abhängigkeiten nicht sicher nach, was sich für DoS-Angriffe und zum Einschleusen von Schadcode missbrauchen lässt. Gleiches gilt für den DirectX11-User-Mode-Driver (nvwgf2um/x.dll), welcher über manipulierte Shader stolpert (CVE-2020-5981). Bleibt noch ein Fehler im Zeitplaner des Kernel-Mode-Layer (nvlddmkm.sys), den man mit Anfragen überfluten und auf diese Weise lahmlegen kann (CVE-2020-5982, Schweregrad 4,4). Sollen die EDID-Informationen von Anzeigegeräten überschrieben werden, sind hierzu von nun an Administratorrechte erforderlich.

Behobene Fehler
Die Liste der behobenen Fehler ohne Sicherheitsrelevanz ist diesmal kurz und entspricht jenen, um die sich vor einer Woche bereits der GeForce Hotfix Display Driver 456.71 gekümmert hatte: Viele Nutzer hatten beklagt, dass sie beim Start eines Spiels in bildschirmfüllender Anzeige nur noch schwarz sehen. Die Ursache, ein Problem mit G-SYNC, hat NVIDIA repariert. Wer "Fortnite" auf einem Noteboook spielt, wird beim Ray-Tracing der Schatten und Reflexionen nicht mehr von Abstürzen geplagt. Auch eine zu geringe Bildrate in "Divinity: Original Sin 2 Definitive Edition", welche nach dem Aktivieren des Hardware-beschleunigten GPU-Scheduling auftritt, konnte NVIDIA beheben.

Bekannte Fehler
Läuft "World of Warcraft Shadowlands" mit mehr als 60 Frames pro Sekunde in hohen Auflösungen, kommt es zum Zucken und Stottern der Spielfiguren. Die aktivierte Tiefenschärfe (Depth of Field) verursacht bei "Sunset Overdrive" grüne Störungen und in "Forza Motorsport 7" zeigen sich schwarze Striche auf den Curbs bestimmter Rennstrecken. Bei "Call of Duty - Warzone" ist Freestyle ohne Funktion und bei "Zombie Army: Dead War 4" lassen sich weder Ansel noch Freestyle auswählen. Tritt bei "Fortnite" ein Systemabsturz mit Verweis auf die Treiberdatei nvlddmkm.sys auf, muss man vorerst eine Auflösung niedriger als 4k auswählen.

Die Wiedergabe von YouTube-Videos gerät beim Scrollen ins Stottern, nach dem Aktivieren von G-SYNC werden bestimmte Bildschirme zur Hälfte schwarz und Samsungs G9-Display verweigert im Zusammenspiel mit Grafikkarten des Typs GeForce RTX 3080 und 3090 eine Bildwiederholrate von 240 Hz. Hier sieht der Nutzer dann vollflächig schwarz. Bleibt noch ein Fehler, der nur Windows 7 betrifft: Unter Verwendung einer integrierten Grafiklösung als Quelle eines zum Klonen ausgewählten Anzeigegerätes, lassen sich die Bildschirmeinstellungen nicht über NVIDIAs Control Panel verändern.

Download: NVIDIA GeForce Game Ready Driver 456.71 WHQL
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