ICT lizensiert MIPS32 und 64 für Loongson-CPU

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ICT lizensiert MIPS32 und 64 für Loongson-CPU

Beitrag von doelf » 15 Jun 2009, 18:27

Im Jahr 2002 stellte das chinesische Institute of Computing Technology (ICT) seinen ersten Mikroprozessor namens Godson 1 vor und seit diesem Zeitpunkt besteht ein Konflikt mit MIPS Technologies, denn obwohl der Prozessor auf der MIPS-Architektur basierte, hatte das ICT keine entsprechenden Lizenzen erworben. Nun haben sich beide Parteien geeinigt.

Für die chinesische Führung ist es ein wichtiges strategisches Ziel, eigene Mikroprozessoren anbieten zu können. Aufgrund mäßiger Leistungsdaten und der ungeklärten Lizenzsituation schaffte es der Godson 1 jedoch nicht aus China heraus. Sein chinesischer Name "Gou Sheng" bedeutet übrigens soviel wie "Essensreste für den Hund", so dass die Namensänderung in Longsoon bzw. "Dragon Core" ein richtiger Schritt war. Dieser wurde 2005 vollzogen, als das ICT die zweite Generation des Prozessors ankündigte. Der Loongson taktet mit bis zu 1,2 GHz und bietet 64-Bit-Unterstützung, er wird seit 2007 von STMicroelectronics weltweit vertrieben. Noch 2009 oder Anfang 2010 will das ICT den Godson-3 vorstellen, einen 65-nm-Prozessor mit vier Kernen, 4 MByte L2-Cache und einer Erweiterung für den x86-Befehlssatz.

In ihrer Pressemitteilung zeigen sich beide Seiten hoch erfreut und sehen große Marktchancen für die China-Prozessoren. Über die finanzielle Seite der Lizenzierung wurde indes nichts bekannt.

Quelle:
http://www.mips.com/news-events/newsroom/?i=43093

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