FBI macht Megaupload dicht und verhaftet Kim Schmitz

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Internet Entrepreneur Kim Dotcom ist pleite

Beitrag von doelf » 26 Nov 2014, 16:50

Kim Schmitz alias "Kimble" alias "Kim Dotcom" alias "Kim Tim Jim Vestor" hatte nicht nur viele Namen, sondern auch zahlreiche Betätigungsfelder. Er präsentierte sich als Hacker, wurde als Betrüger verurteilt und wird in den USA wegen der Verbreitung von Raubkopien, organisierter Kriminalität und Geldwäsche gesucht. Zuletzt sang er, jetzt ist er pleite.

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Schon in den 90er-Jahren widmete sich DotSchmitz als Betreiber von Mailboxen dem nicht immer legalen Datentausch. In der Fernsehsendung Monitor machte er dann als Hacker von sich reden, als er das kostenlose Telefonieren mittels Blue Boxing demonstrierte. 1998 erfolgte eine erste Verurteilung wegen Betrugs, Computerbetrugs, Bandenhehlerei und Missbrauchs von Titeln (2 Jahre Jugendstrafe auf Bewährung), 2002 folgte eine weitere Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten wegen Insiderhandels. Zusätzlich musste Kimble eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro zahlen. In der Folgezeit kündigte Schmitz immer wieder kuriose Projekte an, doch die meisten waren nur von kurzer Dauer und bestanden zum Großteil aus heißer Luft.

Der Durchbruch gelang Kim Tim Jim mit dem Sharehoster Megaupload. Dank millionenschwerer Werbeeinnahmen leistete sich Schmitz luxuriöse Autos, Hubschrauber und die teuerste Privatimmobilie seiner Wahlheimat Neuseeland: Das Chrisco Mansion in Coatesville. Doch über Megaupload wurden auch massenhaft Raubkopien von Filmen, Musik und Software verbreitet, wodurch DotKimble den Zorn der USA auf sich zog. Am 20. Januar 2012 fiel die US-amerikanische Bundespolizei FBI zusammen mit lokalen Ermittlern in seine Luxusvilla ein und machten Megaupload dicht. Im Januar 2013 versuchte Mister Vestor als Geschäftsführer des Cloud-Strorage-Dienstes "MEGA" sein Comeback, doch schon im September des selben Jahres gab er diesen Posten wieder auf.

Zwischendurch hatte es Dotcom als Sänger (siehe Foto) und Politiker versucht, doch diesen beiden Karrierepfade endeten sang und klanglos. Nun ist Schmitz nach eigener Aussage pleite. Da er als Straßenmusiker mit Sicherheit verhungern würde, bleibt Kim eigentlich nur noch die Rückkehr nach Deutschland, wo er sich mit Hartz IV und Auftritten im Dschungelcamp über Wasser halten könnte. Wir hoffen, dass er Känguruhoden au naturel etwas abgewinnen kann...

Quelle:
https://twitter.com/KimDotcom/status/537358269283434496
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Kim Dotcom: Durchsuchung und Beschlagnahme war rechtens

Beitrag von doelf » 24 Dez 2014, 11:51

Der Supreme Court von Neuseeland hat die Razzia bei Kim Schmitz alias "Kimble" alias "Kim Dotcom" alias "Kim Tim Jim Vestor", welche im Januar 2012 zur Schließung des Sharehosters Megaupload geführt hatte, in letzter Instanz für rechtens erklärt. Damit kann das von den USA angestrebte Auslieferungsverfahren fortgesetzt werden.

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Dotcoms Anwälte stufen die im Januar 2012 von den Ermittlungsbehörden verwendeten Durchsuchungsbefehle als widerrechtlich ein und die Vorinstanzen hatten dieser Auffassung zugestimmt. So waren die gegen Dotcom erhobenen Vorwürfe nur unzureichend beschrieben, die vom Rechtshilfegesetz geforderte Form wurde nicht eingehalten und es war nicht ersichtlich, dass es um Straftaten nach amerikanischem Recht ging. Auch wurde unzureichend festgelegt, welche Gegenstände die Ermittler beschlagnahmen durften und wie mit diesen im Anschluss zu verfahren war. Beispielsweise hatten die an der Razzia beteiligten FBI-Beamten Kopien der beschlagnahmten Datenträger erstellt und diese zur weiteren Analyse in die USA geschickt. Weiterhin wurden Fahrzeuge und Wertgegenstände beschlagnahmt, die in keiner direkten Verbindung zu den Vorwürfen standen.

Der Supreme Court nahm diese Fehler zwar zur Kenntnis, bewertete die Razzia aber dennoch als legal. Vier der Richter wiesen Dotcoms Beschwerde zurück, lediglich der vorsitzende Richter bewertete die Sachlage anders. Nach Ansicht des Gerichts haben die mangelhaften Durchsuchungsbefehle nicht zu einem Justizirrtum oder zu erheblichen Vorurteilen zu Lasten der Beschuldigten geführt. Zudem hätten die ausführenden Beamten die Durchsuchungsbefehle durch mündliche Erklärungen ergänzt. Die Richter verweisen insbesondere auf den "Summary Proceedings Act" von 1957, welcher besagt, dass ein Durchsuchungsbefehl nicht alleine aufgrund von Formfehlern für ungültig erklärt werden darf. Demnach hätte nur ein Justizirrtum zur Ungültigkeit der Durchsuchungsbefehle geführt.

Mit dieser letztinstanzlichen Entscheidung hat der Supreme Court ein besonders bitteres Weihnachtsgeschenk geschnürt, denn nun kann das Auslieferungsverfahren gegen Kim Dotcom fortgesetzt werden. In den USA drohen dem "Internet Entrepreneur" gleich mehrere lebenslange Haftstrafen, darunter 20 Jahre wegen organisierter Kriminalität plus 20 Jahre wegen Geldwäsche plus 5 Jahre pro nachgewiesener Urheberrechtsverletzung.

Quelle:
https://www.courtsofnz.govt.nz/cases/ki ... y-general/
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Kim Dotcom darf ausgeliefert werden

Beitrag von doelf » 23 Dez 2015, 08:53

Der Megaupload-Gründer Kim Schmitz alias "Kimble" alias "Kim Dotcom" alias "Kim Tim Jim Vestor" darf laut New Zealand Herald an die USA ausgeliefert werden. Gleiches gilt für Dotcoms ehemalige Mitarbeiter Mathias Ortmann, Bram van der Kolk und Finn Batato. Die Beschuldigten wollen gegen diese Entscheidung Berufung einlegen.

Das Urteil wurde von Richter Nevin Dawson am Bezirksgericht von Auckland gefällt. Dawson sieht "eine erdrückende Beweislast", dass über Megaupload Urheberrechtsverletzungen von gewaltigen Ausmaßen begangen wurden, von denen die Beschuldigten profitiert haben. So soll Dotcom im Jahr 2010 rund 42 Millionen US-Dollar verdient haben, während für Ortmann, Van der Kolk und Batato immerhin 9 Millionen, 2 Millionen sowie 400.000 US-Dollar genannt werden. Zweifelsohne hatte Dotcom mit dem Erfolg von Megaupload seinen überaus protzigen Lebensstil finanziert und zweifelsohne galt Megaupload bis 2012 als Mekka für illegale Film- und Musik-Downloads. Andererseits stellt sich die Frage, inwieweit die Betreiber der Plattform für die Gesetzesverstöße ihrer Nutzer haftbar gemacht werden können. Dies will die US-amerikanische Medienindustrie vor einem Gericht in den Vereinigten Staaten von Amerika klären lassen und so hatte die USA die Auslieferung von Dotcom und seinen Mitstreitern beantragt. Diese wiederum sehen in dem Prozess eine politisch motivierte Hexenjagd, was Richter Dawson allerdings verneinte. Den Antrag der Staatsanwaltschaft, die Beschuldigten angesichts der drohenden Auslieferung wieder in Haft zu nehmen, lehnte der Richter allerdings ab. Die bisherigen Kautionsauflagen bleiben somit bestehen. Kim Dotcom, Mathias Ortmann, Bram van der Kolk und Finn Batato haben nun 15 Tage Zeit, um Berufung beim High Court einzulegen. Und da dies mit Sicherheit geschehen wird, ist auch nicht mit einer baldigen Auslieferung zu rechnen.

Ein Rückblick: Schon in den 90er-Jahren widmete sich DotSchmitz als Betreiber von Mailboxen dem nicht immer legalen Datentausch. In der Fernsehsendung Monitor machte er dann als Hacker von sich reden, als er das kostenlose Telefonieren mittels Blue Boxing demonstrierte. 1998 erfolgte eine erste Verurteilung wegen Betrugs, Computerbetrugs, Bandenhehlerei und Missbrauchs von Titeln (2 Jahre Jugendstrafe auf Bewährung), 2002 folgte eine weitere Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten wegen Insiderhandels. Zusätzlich musste Kimble eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro zahlen. In der Folgezeit kündigte Schmitz immer wieder kuriose Projekte an, doch die meisten waren nur von kurzer Dauer und bestanden zum Großteil aus heißer Luft. Der Durchbruch gelang Kim Tim Jim mit dem Sharehoster Megaupload. Dank millionenschwerer Werbeeinnahmen leistete sich Schmitz luxuriöse Autos, Hubschrauber, exotische Tiere und die teuerste Privatimmobilie seiner Wahlheimat Neuseeland: Das Chrisco Mansion in Coatesville. Doch über Megaupload wurden auch massenhaft Raubkopien von Filmen, Musik und Software verbreitet, wodurch DotKimble den Zorn der USA auf sich zog. Am 20. Januar 2012 fiel die US-amerikanische Bundespolizei FBI zusammen mit lokalen Ermittlern in seine Luxusvilla ein und machten Megaupload dicht. Im Januar 2013 versuchte Mister Vestor als Geschäftsführer des Cloud-Strorage-Dienstes "MEGA" sein Comeback, doch schon im September des selben Jahres gab er diesen Posten wieder auf. Zwischendurch war Dotcom als Sänger (siehe Foto) und Politiker aufgetreten, doch diesen beiden Karrierepfade endeten sang und klanglos.

Quelle:
http://www.nzherald.co.nz/nz/news/artic ... d=11565399
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Kim Dotcom: Seine letzte Schlacht als mehrteiliger Videostream

Beitrag von doelf » 30 Aug 2016, 09:09

Für Kim Schmitz alias "Kimble" alias "Kim Dotcom" alias "Kim Tim Jim Vestor" geht es um alles: Die USA haben bereits das Geld des umtriebigen Unternehmers beschlagnahmt und nun wollen sie ihn selbst - für ein lebenslanges Gastspiel in einer US-Strafanstalt. Doch zuvor konnte Kim Dotcom noch einen kleinen Sieg verbuchen: Seine Auslieferungsanhörung wird als Videostream im Internet übertragen.

Bild Mit markigen Sprüchen wie "We will win this together. Then we make them pay. Then they will remember. Don't attack the Internet." bläht sich DotDingens einmal mehr als Kämpfer für die digitale Freiheit auf, während seine wahren Prioritäten immer rein monetärer Natur waren. Schmitz verdiente sein Geld mit dubiosen Projekten in den Grauzonen des Internets und stellte es dann protzig zur Schau. Fehler sucht er grundsätzlich bei anderen und die Zerschlagung seiner Firma Megaupload bewertet er als großes Unrecht. Dass die Behörden dabei ebenso am Rande der Legalität operiert haben wie Dotcoms Unternehmen, steht allerdings auch außer Frage. Die USA, welche hier einzig für die Interessen ihrer Medienindustrie kämpfen, werfen "Kimble" organisierte Kriminalität, Geldwäsche und Urheberrechtsverletzungen vor, was Schmitz und seine mutmaßlichen Komplizen für mehr als 25 Jahre hinter Gitter bringen könnte. Sollte "Kim Tim Jim Vestor" tatsächlich an die USA ausgeliefert werden, gilt seine Verurteilung als so gut wie sicher.

Mit der Videoübertragung seiner Auslieferungsanhörung will Dotcom nach eigenen Angaben für Transparenz sorgen und der Welt die Wahrheit vor Augen führen. Interessanterweise haben sich die US-Vertreter vehement gegen diese Streams ausgesprochen, da sie die Meinung zukünftiger Geschworener in den USA beeinflussen könnte. Der zuständige Richter sah das anders und sorgte mit seiner Entscheidung für eine Premiere in Neuseeland, wo zuvor noch nie ein Gerichtsprozess ins Internet gestreamt wurde. Die Aufzeichnung wird allerdings nicht live übertragen, sondern mit einem Zeitversatz von zwanzig Minuten. Dies ermöglicht das Herausschneiden von Material, welches nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Als Plattform wird YouTube genutzt und der erste Stream wird für Mittwoch erwartet. Insgesamt sind für die Anhörungen sechs Wochen angesetzt. Die entsprechende URL will Schmitz über Twitter bekannt geben.

Ein Rückblick
Schon in den 90er-Jahren widmete sich DotSchmitz als Betreiber von Mailboxen dem nicht immer legalen Datentausch. In der Fernsehsendung Monitor machte er dann als Hacker von sich reden, als er das kostenlose Telefonieren mittels Blue Boxing demonstrierte. 1998 erfolgte eine erste Verurteilung wegen Betrugs, Computerbetrugs, Bandenhehlerei und Missbrauchs von Titeln (2 Jahre Jugendstrafe auf Bewährung), 2002 folgte eine weitere Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten wegen Insiderhandels. Zusätzlich musste Kimble eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro zahlen. In der Folgezeit kündigte Schmitz immer wieder kuriose Projekte an, doch die meisten waren nur von kurzer Dauer und bestanden zum Großteil aus heißer Luft. Der Durchbruch gelang Kim Tim Jim mit dem Sharehoster Megaupload. Dank millionenschwerer Werbeeinnahmen leistete sich Schmitz luxuriöse Autos, Hubschrauber, exotische Tiere und die teuerste Privatimmobilie seiner Wahlheimat Neuseeland: Das Chrisco Mansion in Coatesville.

Doch über Megaupload wurden auch massenhaft Raubkopien von Filmen, Musik und Software verbreitet, wodurch DotKimble den Zorn der USA auf sich zog. Am 20. Januar 2012 fiel die US-amerikanische Bundespolizei FBI zusammen mit lokalen Ermittlern in seine Luxusvilla ein und machten Megaupload dicht. Im Januar 2013 versuchte Mister Vestor als Geschäftsführer des Cloud-Strorage-Dienstes MEGA sein Comeback, doch schon im September des selben Jahres gab er diesen Posten wieder auf. Zwischendurch war Dotcom als Sänger und Politiker aufgetreten, doch diesen beiden Karrierepfade endeten sang und klanglos mit der Pleite des Internet-Entrepreneurs. Kurz vor Weihnachten 2015 entschied das Bezirksgericht von Auckland, dass DotCom aufgrund der erdrückenden Beweislast an die USA ausgeliefert werden darf.

Quelle:
https://www.theguardian.com/technology/ ... ew-zealand
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Kim Dotcom darf ausgeliefert werden

Beitrag von doelf » 20 Feb 2017, 13:11

Der neuseeländische High Court hat entschieden: Kim Schmitz alias "Kimble" alias "Kim Dotcom" alias "Kim Tim Jim Vestor" darf an die USA ausgeliefert werden, wo ihm ein lebenslanges Gastspiel in einer Strafanstalt droht. Kurioserweise sieht sich Dotcom dennoch als Sieger, denn er soll nicht aufgrund von Urheberrechtsverletzungen, sondern als Betrüger an die USA überstellt werden.

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Nach fünfmonatiger Beratung hat Richter Murray Gilbert vom neuseeländischen High Court am heutigen Montag die Entscheidung eines Distriktgerichts von Dezember 2015 bestätigt: Kim Dotcom und seine ehemaligen Mitarbeiter Mathias Ortmann, Bram van der Kolk und Finn Batato dürfen an die USA ausgeliefert werden. Jedoch nicht aufgrund massenhafter Urheberrechtsverletzungen, welche die US-Seite geltend gemacht hatte, sondern als Betrüger. Urheberrechtsverletzungen sind nach neuseeländischem Recht nämlich kein Vergehen, das eine Auslieferung rechtfertigen würde. Damit folgte der Richter zwar der Rechtsauffassung von Dotcoms Anwälten, an der bevorstehenden Auslieferung der Beschuldigten ändert das aber nichts. Kim Schmitz spricht deshalb einmal mehr von einem politischen Verfahren.

Ein Rückblick
Schon in den 90er-Jahren widmete sich DotSchmitz als Betreiber von Mailboxen dem nicht immer legalen Datentausch. In der Fernsehsendung Monitor machte er dann als Hacker von sich reden, als er das kostenlose Telefonieren mittels Blue Boxing demonstrierte. 1998 erfolgte eine erste Verurteilung wegen Betrugs, Computerbetrugs, Bandenhehlerei und Missbrauchs von Titeln (2 Jahre Jugendstrafe auf Bewährung), 2002 folgte eine weitere Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten wegen Insiderhandels. Zusätzlich musste Kimble eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro zahlen. In der Folgezeit kündigte Schmitz immer wieder kuriose Projekte an, doch die meisten waren nur von kurzer Dauer und bestanden zum Großteil aus heißer Luft. Der Durchbruch gelang Kim Tim Jim mit dem Sharehoster Megaupload. Dank millionenschwerer Werbeeinnahmen leistete sich Schmitz luxuriöse Autos, Hubschrauber, exotische Tiere und die teuerste Privatimmobilie seiner Wahlheimat Neuseeland: Das Chrisco Mansion in Coatesville.

Doch über Megaupload wurden auch massenhaft Raubkopien von Filmen, Musik und Software verbreitet, wodurch DotKimble den Zorn der USA auf sich zog. Am 20. Januar 2012 fiel die US-amerikanische Bundespolizei FBI zusammen mit lokalen Ermittlern in seine Luxusvilla ein und machten Megaupload dicht. Im Januar 2013 versuchte Mister Vestor als Geschäftsführer des Cloud-Strorage-Dienstes MEGA sein Comeback, doch schon im September des selben Jahres gab er diesen Posten wieder auf. Zwischendurch war Dotcom als Sänger und Politiker aufgetreten, doch diesen beiden Karrierepfade endeten sang und klanglos mit der Pleite des Internet-Entrepreneurs. Kurz vor Weihnachten 2015 entschied das Bezirksgericht von Auckland, dass DotCom aufgrund der erdrückenden Beweislast an die USA ausgeliefert werden darf.


Quelle:
http://www.nzherald.co.nz/nz/news/artic ... d=11804210
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Re: FBI macht Megaupload dicht und verhaftet Kim Schmitz

Beitrag von doelf » 20 Feb 2017, 13:21

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass Kimble schon immer ein charakterloser Profiteur war. Doch die Art und Weise, wie in diesem Fall - angefangen bei der Beweisgewinnung bis zur Rechtsauslegung - die neuseeländischen Gesetze zum Wohle der US-Content-Industrie gebeugt werden, ist schon beachtlich. Warum ist es beispielsweise nicht möglich, dass die Rechteinhaber Dotcom in Neuseeland verklagen, wo er wohnt und seine Firma betrieben hatte? Der Gerichtsstand von Mega Upload dürfte ja kaum in den USA gelegen haben und Neuseeland ist nun nicht gerade eine Bananenrepublik, sondern ein 5-Eye-Verbündeter der USA. Es scheint nur um ein möglichst abschreckendes Strafmaß zu gehen, darum, ein Exempel zu statuieren. Und so hat der Unsympath DotCom nicht unrecht, wenn er von einem Politikum spricht.

Gruß

Michael
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