DRAM-Krise: Elpida Memory ist angezählt!

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doelf
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DRAM-Krise: Elpida Memory ist angezählt!

Beitrag von doelf »

Der hoch verschuldete japanische DRAM-Hersteller Elpida Memory hat nach gescheiterten Verhandlungen mit den Banken Zweifel darüber geäußert, dass er seinen Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten kann. Auf Druck der japanischen Regierung wird nun Toshiba zuvor abgebrochene Gespräche über einen Kauf Elpidas wiederaufnehmen.

Da man mit Arbeitsspeicher zur Zeit kaum Geld verdienen kann, will Toshiba dieses Geschäftsfeld eigentlich verlassen. Wenn überhaupt, dann hat Toshiba nur an Elpidas DRAM-Technologie für Mobilgeräte Interesse. Als weiterer Käufer ist das US-amerikanische Unternehmen Micron Technology im Gespräch. Micron wirbt für eine Konsolidierung des Marktes und will zusammen mit dem japanischen und den taiwanischen Herstellern ein Gegengewicht zu den koreanischen Firmen Samsung und Hynix schaffen.

Quelle:
http://www.digitimes.com/news/a20120216PD209.html

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DRAM-Krise: Elpida Memory ist zahlungsunfähig!

Beitrag von doelf »

Die anhaltenden Tiefstpreise für Arbeitsspeicher haben ein weiteres Opfer gefordert: Der japanische DRAM-Hersteller Elpida Memory ist zahlungsunfähig und hat am heutigen Montag in Tokio Gläubigerschutz beantragt. Elpida hofft nun auf eine erfolgreiche Restrukturierung.

Elpida Memory, im Dezember 1999 unter dem Namen "NEC Hitachi Memory" gegründet, übernahm im Jahr 2003 Mitsubishis DRAM-Sparte und ist der letzte verbliebene DRAM-Hersteller Japans. Der massive Verfall der Speicherpreise, welcher seit Jahren anhält und vor drei Jahren den deutschen Hersteller Qimonda in die Pleite trieb, macht auch Elpida zu schaffen. Wie seinerzeit Qimonda gehört auch Elpida zu den Technologieführern bei der Speicherfertigung, doch eine im Jahr 2009 eingeleitete Restrukturierung brachte den Hersteller nicht zurück in die Gewinnzone. Das schwere Erdbeben im März 2011 in Japan, der viel zu starke Yen und der Einbruch des PC-Marktes nach der Flutkatastrophe in Thailand haben Elpidas Lage weiter verschärft.

Angesichts von Krediten in Höhe von 92 Milliarden Yen (841 Millionen Euro), die Elpida Memory im April 2012 an seine Gläubiger zurückzahlen muss, droht der Firma in wenigen Wochen die Zahlungsunfähigkeit. Nachdem keine Einigung mit den Banken getroffen werden konnte, hatte Elpida bereits vor einigen Tagen Zweifel daran geäußert, dass man den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten kann. Auf Druck der japanischen Regierung hatte Toshiba in der vergangenen Woche über eine teilweise Übernahme Elpidas verhandelt, doch Toshiba will dieses Geschäftsfeld eigentlich verlassen. Als potentieller Käufer ist auch das US-amerikanische Unternehmen Micron Technology im Gespräch.

Quelle:
http://www.elpida.com/pdfs/pr/2012-02-27e.pdf

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