Google Street View: Die WiFi-Panne, Kapitel 3

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doelf
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Google Street View: Die WiFi-Panne, Kapitel 3

Beitrag von doelf »

Die von Google illegalerweise gesammelten WLAN-Daten sind noch immer nicht vollständig gelöscht worden. Dies musste das Unternehmen nach einer Prüfung der Festplatten aus den "Street View"-Fahrzeugen einräumen. Betroffen sind Bürger aus Österreich, der Schweiz und neun weiteren Ländern.

Im Jahr 2010 fuhren mit Kameras ausgestattet Fahrzeuge durch die Straßen zahlreicher Länder, um Fotos für Googles Dienst "Street View" zu machen. Zugleich hatten die Fahrzeuge auch die vorhandenen WLAN-Netze protokolliert. Nachdem Google am 27. April 2010 eingeräumt hatte, dass lediglich öffentliche SSIDs - also die Namen der WLAN-Netzwerke - und die MAC-Adressen der Geräte aufgezeichnet wurden, musste die Firma im Mai 2010 eingestehen, dass auch übertragene Daten aufgezeichnet wurden. Offenbar hatte man irrtümlich ein Modul vergessen, welches Daten aus unverschlüsselten Netzen speichert. Googles Alan Eustace versicherte daraufhin, dass Google diese Daten nicht verwenden und unverzüglich löschen werde.

Damit hätte die peinliche Geschichte ihr Ende finden sollen, doch dann kam heraus, dass einige Entscheidungsträger durchaus von der Existenz des Daten-Moduls wussten. Und als Krönung hat nicht einmal die Löschung der illegalerweise gesammelten Daten zuverlässig funktioniert. Deutsche Bürger sind zwar nicht betroffen, doch Daten aus Australien, Belgien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden und der Schweiz wurden bei einer kürzlich erfolgten Prüfung der Festplatten gefunden. Nun sollen auch diese Restbestände beseitigt werden.

Quelle:
http://www.telegraph.co.uk/technology/g ... -data.html

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