Geldverbrenner 2.0: Facebook, Groupon und Zynga

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doelf
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Geldverbrenner 2.0: Facebook, Groupon und Zynga

Beitrag von doelf » 20 Aug 2012, 10:31

Sie galten in den vergangenen Monaten als hoffnungsvolle Börsenstarts, doch die übersteigerten Erwartungen vieler Investoren konnten sie nicht erfüllen. Nun lassen zahlreiche Anleger Groupon (-76,25%), Zynga (-69,90%) und Facebook (-49,82%) fallen.

Den tiefsten Sturz muss die Groupon-Aktie verschmerzen, die im November 2011 mit einem Ausgabepreis von 20,00 US-Dollar gestartet war. Groupons Idee, Schnäppchenjäger mit Rabattcoupons aus dem Internet zu locken, klang vielversprechend, doch nicht alle Rabattaktionen verliefen reibungslos und der Reiz des Neuen war schnell verflogen. Nach massiven Kursverlusten haben nun auch wichtige Investoren wie der Netscape-Gründer Marc Andreessen diesem Wertpapier den Rücken gekehrt. Am vergangenen Freitag schoss Groupons Aktie mit 4,75 US-Dollar und liegt mittlerweile um 76,25 Prozent unter dem Ausgabepreis.

Auch der Spieleentwickler Zynga ("FarmVille", "Mafia Wars"), ein wichtiger Partner von Facebook, galt bei seinem Börsendebüt im Dezember 2011 als Hoffnungsträger. Nach einem Nettoverlust im zweiten Quartal 2012, bedingt durch die Verspätung mehrerer Spiele, einen unerwartet starken Nutzereinbruch bei älteren Titeln sowie einen sequentiellen Rückgang bei den Werbebuchungen, begab sich Zyngas Kurs auf Tauchstation. Ins Wochenende ging Zynga mit einem Schlusskurs von 3,01 US-Dollar und der liegt um 69,9 Prozent unter dem Ausgabekurs von 10,00 US-Dollar.

Der wichtigste der drei Börsenneulinge ist mit Sicherheit das soziale Netzwerk Facebook. Viel Hype und die Gier der beteiligten Banken drücken den Ausgabekurs auf 38,00 US-Dollar. Dass dies zu hoch gegriffen war, zeigte sich bereits am 18. Mai 2012, dem ersten Handelstag der Aktie. Seither musste Facebook einen Quartalsverlust vermelden und Zugeständnisse beim Datenschutz machen. Neue Konzepte, wie aus Millionen mobiler Nutzer Gewinn generiert werden kann, fehlen indes. Der Schlusskurs von Freitag lag beim 19,07 US-Dollar und damit 49,82 Prozent unter dem Ausgabekurs von Mitte Mai.

Quelle:
http://www.nasdaq.com/

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