Allianz: Datenleck durch externe Ermittler

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doelf
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Allianz: Datenleck durch externe Ermittler

Beitrag von doelf » 21 Aug 2012, 09:43

Wenn der Versicherungskonzern Allianz bei einem gemeldeten Schaden betrügerische Absichten vermutet, zieht er externe Privatdetektive hinzu. Diese erhalten für ihre Arbeit Zugriff auf vertrauliche Daten und das wurde von mindestens einem Ermittler ausgenutzt.

Der Financial Times Deutschland liegen "Strafanzeigen, Ermittlungsakten von Polizei und Staatsanwaltschaft, Schreiben von Banken über Konten und deren Verfügungsberechtigte, eine Asylbescheinigung und andere Unterlagen aus einer Reihe von Versicherungsfällen" vor. Darin enthalten sind die vollständigen Namen und weitere Daten beteiligter und unbeteiligter Personen. Die Allianz hat einen bereits im Jahr 2011 gekündigten Privatdetektiv als Datenleck ausgemacht.

Eigentlich müssen die Detekteien alle Unterlagen nach Abschluss des Falls zurückgeben oder löschen, doch dies scheint die Allianz nicht ausreichend zu prüfen. Zudem sind in den aktuellen Verträgen offenbar keine Strafen für etwaige Datenschutzverstöße vorsehen. Der Versicherungskonzern will seine Verträge mit den Privatermittlern nun nachbessern und zudem die Zahl der beauftragten Detekteien reduzieren. Im Bereich Sachversicherung (ohne Kfz) arbeitet die Allianz nach eigenen Angaben mit 13 Detekteien zusammen, die jährlich ca. 1.000 Schadenfälle überprüfen.

Quelle:
http://www.ftd.de/unternehmen/versicher ... 79164.html

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