OCZ Technology hat sich böse verrechnet

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OCZ: Bilanzierungspanne hat rechtliche Folgen

Beitrag von doelf » 25 Okt 2012, 09:48

Nach einer massiven Bilanzierungspanne hatte der SSD-Hersteller OCZ Technology die fristgerechte Veröffentlichung seines Quartalsberichts versäumt. Und da die Zahlen deutlich schlechter ausfallen werden als zuvor angekündigt, wurde in den USA nun die erste Sammelklage wegen des Verdachts auf Wertpapierbetrug eingereicht.

Wie das Anwaltsbüro "Saxena White P.A." berichtet, vertritt es Anleger, die zwischen dem 11. Juli 2012 und dem 9. Oktober 2012 Wertpapiere der Firma OCZ Technology Group, Inc. erworben haben. Im Juli hatte OCZ einen Ausblick auf das dritte Quartal gegeben und dabei einen Umsatz zwischen 130 Millionen und 140 Millionen US-Dollar erwartet. Diesen reduzierte das Unternehmen am 5. September auf 110 Millionen bis 120 Millionen US-Dollar. Am 10. Oktober teilte OCZ dann mit, dass der tatsächliche Umsatz nochmals "wesentlich niedriger" ausfallen werde. Zudem erwarte die Firma einen "signifikanten Nettoverlust" und eine negative Bruttomarge.

Die tatsächlichen Quartalszahlen lassen weiterhin auf sich warten, OCZ hat eine Fristverlängerung verstreichen lassen und dafür einen blauen Brief von der US-Technologiebörse NASDAQ erhalten: Dem Wertpapier droht der Ausschluss vom Börsenhandel. Saxena White P.A. wirft OCZ grundlegend falsche und irreführende Aussagen bezüglich des Geschäfts und der Betriebs- und Buchführung vor, insbesondere was die Rabattprogramme betrifft. Die interne Finanzkontrolle sei offenbar unzureichend, was zu falschen Zahlen und Versäumnissen bei der Berichtpflicht geführt habe. Auch das Anwaltsbüro "Law Office Of Alfred G. Yates Jr. PC" prüft derzeit rechtliche Schritte gegen OCZ.

Quelle:
http://www.saxenawhite.com/press.php?newsId=72

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OCZ reagiert mit Kahlschlag auf hausgemachte Krise

Beitrag von doelf » 01 Nov 2012, 17:29

Laut Ralph Schmitt, CEO von OCZ Technology, befindet sich der SSD-Spezialist in einer Übergangsphase und ist derzeit dabei, sich neu zu orientieren. Dies ist auch zwingend notwendig, denn das Unternehmen kann immer noch keine Quartalszahlen vorlegen. Dafür wurden Personal und Produkte massiv reduziert.

Ralph Schmitt will den "kurzfristigen, taktischen Herausforderungen" mit "aggressiven Schritten" entgegentreten. Dies bedeutet, dass OCZ rund 150 seiner aktuellen Produkte auslaufen lässt. Im unteren Preisbereich soll das Angebot um sage und schreibe 80 Prozent ausgedünnt werden. In Zukunft will OCZ insbesondere den mittleren und oberen Preisbereich sowie Geschäftskunden bedienen. Zuletzt war das Unternehmen durch auffällig niedrige Preise - insbesondere im Einstiegssegment - aufgefallen und offenbar auch auf die Nase gefallen. OCZ hatte seinen Kunden hohe Rabatte gewährt und vergessen, diese in der Quartalsprognose zu berücksichtigen. Die für den 3. Oktober 2012 angekündigte Veröffentlichung der Quartalsergebnisse konnte die Firma nicht einhalten und auch einen Monat später liegen immer noch keine Zahlen auf dem Tisch. Der tatsächliche Umsatz werde "wesentlich niedriger" als angekündigt ausfallen, zudem erwarte die Firma einen "signifikanten Nettoverlust" und eine negative Bruttomarge. Mehr ist bisher nicht bekannt.

Die massive Reduzierung des Angebotes hat auch zu einer Inventur der Lagerbestände geführt, welche OCZ nun teilweise verkaufen will, um an frisches Geld für die Weiterführung des Geschäftes zu kommen. Wie üblich wirken sich die groben Fehler des Managements auch auf die Arbeitsplätze aus: 28 Prozent der Mitarbeiter haben mittlerweile ihre Kündigung erhalten. Besonders stark betroffen ist die Produktion in Taiwan, wo 32 Prozent der Mitarbeiter gehen mussten. Das Ende der Fahnenstange ist allerdings noch nicht erreicht, denn OCZ hat weitere Maßnahmen zur Kostenreduzierung in Aussicht gestellt. Während der Übergangsphase soll das Geschäft normal weiterlaufen. Zudem betont OCZ, auch weiterhin signifikante Summen in die Forschung und Entwicklung investieren zu wollen.

Quelle:
http://ir.stockpr.com/ocztechnology/rec ... -operation

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SEC ermittelt gegen OCZ Technology

Beitrag von doelf » 27 Nov 2012, 14:59

Nach einer massiven Bilanzierungspanne bleibt der SSD-Hersteller OCZ Technology seinen Anlegern die Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2012 auch weiterhin schuldig. Indes flatterte der Firma abermals unangenehme Post in Haus: Die US-Börsenaufsichtsbehörde "Securities and Exchange Commission" ermittelt nun offiziell gegen OCZ.

Bei den Ermittlungen geht es unter anderem um die vorläufigen Quartalszahlen, welche OCZ am 5. September 2012 veröffentlicht hatte, sowie um das Eingeständnis der Bilanzierungspanne am 10. Oktober 2012. Angeblich hatte die Firma bei ihren vorläufigen Quartalszahlen eigene Rabattprogramme übersehen und dabei einen "signifikanten Nettoverlust" eingefahren. Obwohl OCZ ein Aufschub gewährt wurde, war der SSD-Spezialist seiner Quartalsbericht-Pflicht nicht nachgekommen - auch dies ist Bestandteil der Untersuchung.

Die US-Technologiebörse NASDAQ droht OCZ mit dem Ausschluss vom Aktienhandel und erste Sammelklagen von Anlegern sind in Vorbereitung. Das ums Überleben kämpfende Unternehmen hatte Anfang des Monats 28 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen und 150 Produkte eingestellt.

Quelle:
http://ir.stockpr.com/ocztechnology/rec ... y-from-sec

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OCZ: NASDAQ gewährt Gnadenfrist bis Ende Februar 2013

Beitrag von doelf » 21 Dez 2012, 13:22

Aufgrund einer massiven Bilanzierungspanne droht dem SSD-Hersteller OCZ Technology auch weiterhin der Rausschmiss bei der US-Technologiebörse NASDAQ. Nun bekam die Firma eine Gnadenfrist bis Ende Februar 2013 zugesichert und meldet zudem erste Erfolge bei der Aufarbeitung ihrer Finanzen.

Für OCZ Technology endete das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2013 am 31. August 2012. Am 5. September 2012 veröffentlichte das Unternehmen seine vorläufigen Quartalszahlen und wollte die endgültigen Ergebnisse eigentlich am 3. Oktober 2012 bekanntgeben. Doch dann stolperte die Firma über eine massive Bilanzierungspanne in Verbindung mit gewährten Rabatten und Rücklagen für zurückgegebene Geräte. OCZ kündigte daraufhin eine umfassende Bilanzprüfung an und blieb seinen Anlegern und der Börse die richtigen Quartalszahlen (Bericht 10-Q) bis heute schuldig.

Die externen Gutachter, welche OCZ hinzugezogen hat, haben nun zumindest intern einen vorläufigen Bericht vorgelegt. Genau Details wollte OCZ zwar noch nicht nennen, doch eines steht bereits fest: Die Panne betrifft einen längeren Zeitraum als bisher erwartet. So teilte die Firma dieser Tage mit, dass man sich nicht länger auf die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2012, welches bereits am 29. Februar 2012 endete, verlassen kann. Gleiches gilt für das laufende Geschäftsjahr 2013. Soll heißen: OCZ wird für die genannten Zeiträume neue Quartalsergebnisse veröffentlichen und alle bisher vorliegenden Zahlen sind nur Schall und Rauch.

Den Anlegern, die sich schon zuvor massiv getäuscht fühlten und seit Ende Oktober 2012 Sammelklagen gegen OCZ vorbereiten, dürfte diese Meldung gar nicht schmecken. Auch die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC ermittelt gegen OCZ, da die Firma ihrer Quartalsbericht-Pflicht nicht nachgekommen ist und falsche Zahlen veröffentlicht hatte. OCZ hatte der NASDAQ einen Plan vorlegt, wie man das Problem in den Griff zu bekommen gedenkt. Nachdem die Börse diesen nun akzeptiert hat, bleibt OCZ noch bis zum 28. Februar 2013, um zumindest die endgültigen Zahlen für das am 31. August 2012 beendete Quartal vorzulegen.

Unterdessen verhandelt OCZ mit Wells Fargo über frische Kredite. Als Reaktion auf die aktuelle Krise hatte das Unternehmen seine Belegschaft und Produktpalette massiv reduziert. Insbesondere im unteren Preissegment, wo einige Produkte von OCZ mit hohen Ausfallquoten aufgefallen waren, hat die Firma ihr Angebot um 80 Prozent ausgedünnt.

Quelle:
http://ir.stockpr.com/ocztechnology/recent-news

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Bilanzierungspanne: OCZ meldet Abschluss der Untersuchungen

Beitrag von doelf » 23 Jan 2013, 15:01

Nach einer massiven Bilanzierungspanne hatte der SSD-Hersteller OCZ Technology die fristgerechte Veröffentlichung seines Quartalsberichts im Oktober 2012 versäumt. Aufgrund großer Unstimmigkeiten wurden externe Gutachter von Crowe Horwath LLP hinzugezogen, welche die Finanzen der Firma in den letzten Monaten durchleuchtet haben. Gestern meldete OCZ den Abschluss dieser Untersuchungen.

Laut Ralph Schmitt, CEO von OCZ Technology, kamen die externen Prüfer zu ähnlichen Ergebnissen wie das Unternehmen bei seinen internen Untersuchungen. Als Schwachstelle wurde die zeitliche Zuordnungen und Klassifizierung von Rabattaktionen zwischen Umsatz und Betriebskosten ausgemacht. Weitere Probleme ergeben sich aus der Höhe der Rückstellungen für Retouren und der zeitlichen Zuordnung der Umsatzrealisierung für bestimmte Transaktionen. Abermals kündigte OCZ die Veröffentlichung korrigierter Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 an, welches bereits am 29. Februar 2012 endete. Auch der für Oktober 2012 angekündigte Quartalsergebnis mache Fortschritte. Wann OCZ konkrete (und zur Abwechslung auch richtige) Zahlen auf den Tisch legen wird, ließ Schmitt abermals offen.

Da OCZ seiner Quartalsbericht-Pflicht nach wie vor nicht nachgekommen ist, droht weiterhin ein Ausschluss von der US-Technologiebörse NASDAQ. Zuletzt hatte diese OCZ einen Aufschub bis zum 28. Februar 2013 gewährt. Das Unternehmen hat zudem die Möglichkeit, die NASDAQ bis zum 1. Februar 2013 über seine weiteren Schritte zu informieren, um eine weitere Fristverlängerung bis zum 8. April 2013 zu erhalten. Unabhängig hiervon ermittelt auch die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC gegen OCZ.

In den vergangenen Wochen hatte OCZ mit Wells Fargo Capital Finance über frische Kredite verhandelt. Am 15. Januar 2013 einigte man sich auf eine Reduzierung des maximalen Darlehensbetrags von 35 Millionen US-Dollar auf 20 US-Millionen Dollar. Zum 31. Dezember 2012 belief sich der Saldo des ausstehenden Darlehens auf 7 Millionen US-Dollar, zum 30. November 2012 waren es 15 Millionen US-Dollar gewesen und zum 31. August 2012 rund 20 Millionen US-Dollar. An den neuen Kredit sind allerdings besondere Meldepflichten und eine Mindestliquidität geknüpft.

Als Reaktion auf die aktuelle Krise hatte OCZ seine Belegschaft und Produktpalette massiv reduziert, insbesondere im unteren Preissegment wurde das Sortiment der Firma um 80 Prozent ausgedünnt. Durch diese Maßnahme konnte OCZ auch seine Lagerbestände in den Vertriebskanälen unter 50 Millionen US-Dollar drücken.

Quelle:
http://ir.stockpr.com/ocztechnology/rec ... us-matters

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OCZ hat sich frisches Geld besorgt

Beitrag von doelf » 12 Mär 2013, 15:22

Nach einer massiven Bilanzierungspanne ist der SSD-Hersteller OCZ Technology seit Monaten nicht in der Lage, aktuelle Geschäftszahlen vorzulegen. Doch zumindest scheint die Finanzierung des Unternehmens gesichert, denn OCZ hat einen frischen Kredit vom Risikokapitalgeber Hercules Technology Growth Capital (HTGC) erhalten.

Der Darlehensvertrag mit HTGC löst die bisherige Kreditvereinbarung mit Wells Fargo Capital Finance ab. Er setzt sich aus einem Darlehen in Höhe von 15 Millionen US-Dollar und einer revolvierenden Kreditfazilität in gleicher Höhe zusammen. Allerdings erhält OCZ zunächst nur 10 Millionen US-Dollar, welche die Firma ab November 2013 in 30 monatlichen Raten zurückzahlen muss. Die restlichen 5 Millionen US-Dollar sind an Umsatzziele für zwei aufeinanderfolgende Quartale sowie an die Erfüllung der Quartalsberichtpflicht gebunden - hierzu gleich mehr. Als Sicherheit für den Kredit dienen 688.073 Stammaktion von OCZ Technology mit einem Ausgabepreis von 2,18 US-Dollar je Wertpapier. Auch der revolvierende Kredit ist zunächst auf 10 Millionen US-Dollar beschränkt, er muss bis zum April 2016 zurückgezahlt werden. Sofern es OCZ gelingt, bestimmte Finanzziele zu erreichen, wird HTGC den Kreditrahmen um 5 Millionen US-Dollar erhöhen.

Aufgrund großer Unstimmigkeiten hatte OCZ Technology die fristgerechte Veröffentlichung seines Quartalsberichts im Oktober 2012 versäumt. Externe Gutachter von Crowe Horwath LLP hatten daraufhin die Finanzen der Firma durchleuchtet und Schwachstellen bei der zeitlichen Zuordnung und der Klassifizierung von Rabattaktionen zwischen Umsatz und Betriebskosten ausgemacht. Auch mit der Höhe von Rückstellungen für Retouren und der zeitlichen Zuordnung der Umsatzrealisierung für bestimmte Transaktionen waren die Prüfer nicht einverstanden. Schon längst geht es nicht mehr um ein einzelnes Quartal, sondern vielmehr um die Geschäftsjahre 2012 und 2013, die Ende Februar des jeweiligen Jahres endeten. Die korrigierten Geschäftszahlen hat OCZ bisher noch nicht veröffentlicht, obwohl am 28. Februar 2013 eine Fristverlängerung der US-Technologiebörse NASDAQ endete. Nach eigenen Angaben hat OCZ einen weiteren Aufschub bis zum 8. April 2013 beantragt.

Quelle:
http://ir.stockpr.com/ocztechnology/rec ... th-capital

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Letzte Frist verpasst: OCZ droht der Ausschluss vom Börsenha

Beitrag von doelf » 12 Apr 2013, 22:51

Nach einer massiven Bilanzierungspanne hatte der SSD-Hersteller OCZ Technology die fristgerechte Veröffentlichung zweier Quartalsberichte versäumt. Die Technologiebörse NASDAQ gewährte dem Unternehmen daraufhin mehrere Aufschübe, deren letzter am 8. April 2013 endete. Mit korrigierten Zahlen kann OCZ dennoch nicht aufwarten.

Als börsennotiertes Unternehmen muss OCZ regelmäßig Quartalsberichte veröffentlichen, doch für das am 31. August 2012 und das am 30. November 2012 Vierteljahr ist OCZ dieser Pflicht nicht nachgekommen. Die Firma begründete dieses Versäumnis mit Bilanzierungsfehlern, welche mit Hilfe externer Gutachter von Crowe Horwath LLP untersucht wurden. Ende Januar 2013 vermeldete OCZ dann den Abschluss dieser Untersuchung. Als Schwachstelle hatten die Gutachter die zeitliche Zuordnungen und Klassifizierung von Rabattaktionen zwischen Umsatz und Betriebskosten ausgemacht. Weitere Probleme ergaben sich aus der Höhe der Rückstellungen für Retouren und der zeitlichen Zuordnung der Umsatzrealisierung für bestimmte Transaktionen. Die Fehler reichen weit zurück und betreffen auch das fiskalische Jahr 2012 an, welches bereits am 29. Februar 2012 endete.

Obwohl OCZ regelmäßig bekundet, mit der Korrektur seiner Geschäftszahlen gute Fortschritte zu machen, und obwohl seit dem Abschluss der Untersuchung bereits zweieinhalb Monate vergangen sind, liegen bis heute noch keine vorläufigen geschweige denn endgültigen Quartalszahlen vor. Die NASDAQ hatte OCZ bereits eine Frist von 180 Tagen eingeräumt, welche am 8. April 2013 endete. OCZ erwartet nun den offiziellen Ausschluss seines Wertpapiers, welches heute mit einem Kurs von 1,33 US-Dollar ins Wochenende ging. Nach Eingang der entsprechenden Mitteilung will OCZ um eine weitere Fristverlängerung bis zum 7. Oktober 2013 bitten. Das wäre dann ein Aufschub um insgesamt 360 Tage, welchen die NASDAQ in Ausnahmefällen gewähren kann. Dies würde allerdings voraussetzen, dass die NASDAQ ihren Glauben an OCZ noch nicht ganz verloren hat. Ashraf Eassa betrachtet die Zukunft von OCZ in seiner aktuellen Bewertung auf Seeking Alpha durchweg negativ. Der Computer- und Finanzexperte hält den Eintritt der Zahlungsunfähigkeit innerhalb der nächsten sechs Monate für wahrscheinlich.

Quelle:
http://ir.ocz.com/news/detail/2484/ocz- ... daq-status

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NASDAQ informiert OCZ über bevorstehenden Börsenausschluss

Beitrag von doelf » 22 Apr 2013, 13:30

Die Technologiebörse NASDAQ hat den SSD-Hersteller OCZ offiziell über den bevorstehenden Börsenausschluss informiert. Nach einer massiven Bilanzierungspanne sind die Quartalszahlen des Unternehmens seit Monaten überfällig und auch die Geschäftszahlen für die vorausgegangenen Zeiträume waren laut OCZ fehlerhaft.

Die Bilanzierungsfehler reichen bis in das fiskalische Jahr 2012 zurück, welches für OCZ bereits am 29. Februar 2012 endete. Für die drei am 31. August 2012, am 30. November 2012 und am 28. Februar 2013 beendeten Quartale liegen noch gar keine konkreten Zahlen vor. Die NASDAQ gewährte dem Unternehmen mehrere Aufschübe, deren letzter am 8. April 2013 endete. Nun will OCZ versuchen, von der Börse einen weiteren Aufschub bis zum 7. Oktober 2013 zu bekommen.

Vermutlich als Zeichen des guten Willens hat OCZ ein paar vorläufige Zahlen genannt:
  • Umsatz in Q2/2013 (endete am 31. August 2012): 65 Millionen bis 85 Millionen US-Dollar
    Umsatz in Q3/2013 (endete am 30. November 2012): 65 Millionen bis 85 Millionen US-Dollar
    Umsatz in Q4/2013 (endete am 28. Februar 2013): 65 Millionen bis 70 Millionen US-Dollar
Zudem will OCZ im vierten Quartal 2013 eine positive Bruttogewinnmarge erzielt haben. Um dies zu erreichen, hatte sich die Firma im November 2012 von vielen Mitarbeitern und Produkten getrennt. Knapp ein Drittel der Arbeitsplätze wurde gestrichen und 150 Produkte wurden eingestellt, im unteren Preisbereich hatte OCZ sein Angebot um 80 Prozent ausgedünnt. Hierdurch konnte der SSD-Spezialist auch seine Lagerbestände reduzieren.

Quelle:
http://ir.ocz.com/news/detail/2504/ocz- ... -investors

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Re: OCZ Technology hat sich böse verrechnet

Beitrag von The Grinch » 22 Apr 2013, 13:38

Großer Schöpfer, was für ein Rumgehampel!

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Re: OCZ Technology hat sich böse verrechnet

Beitrag von snop » 22 Apr 2013, 14:00

Diese von - bis Angaben finde ich auch sehr schön :wink:
Ich weiß ja nicht, was vom Umsatz übrig bleib; ist aber doch wesentlich mehr Umsatz, als ich immer dachte.

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