AMD erklärt "Heterogeneous System Architecture" (HSA)

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doelf
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AMD erklärt "Heterogeneous System Architecture" (HSA)

Beitrag von doelf »

AMDs APUs der ersten und zweiten Generation haben den Prozessor zwar um eine recht flotte Grafikeinheit bereichert, doch deren Potential wird heutzutage bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Dies soll AMDs "Heterogeneous System Architecture" (HSA) noch in diesem Jahr ändern.

Video: http://youtu.be/h9Em_EsEgLo

Obiges Video zeigt laut AMD, was uns HSA in der Zukunft bringen wird. Leider hat das einsame Workout mit Siris Schwester den Informationsgehalt von dreieinhalb Liter Vakuum, so dass man es sich getrost sparen kann. Bleibt die Frage, was HSA ist und warum wir es brauchen: Früher wurden Programme ausschließlich auf den CPU-Kernen ausgeführt und die Grafikkerne waren einzig und alleine für die Grafik verantwortlich. Dann wurden die GPUs immer mächtiger und für komplexe Gleitkommaberechnungen attraktiv: Die GPGPU (General-Purpose Graphics Processing Unit) war geboren. Bis heute muss der Programmierer entscheiden, ob er seinen Code für die CPU-Kerne oder für die GPGPU programmiert. Und da nicht alle Computer über einen leistungsstarken Grafikprozessor verfügen, verzichten nach wie vor viele Entwickler auf die komplizierte GPGPU-Programmierung. Die Vorzüge des Grafikkerns bleiben daher oftmals ungenutzt.

Es wäre folglich wünschenswert, dass man einen weitgehend allgemeingültigen Programmcode schreibt und die APU selbst entscheidet, auf welcher Recheneinheit dieser ausgeführt wird. Um dies zu ermöglichen, bedarf es eines gemeinsamen Speichers mit einem gemeinsamen Adressraum. Hierzu gehören neben dem Arbeitsspeicher auch die einzelnen Caches und der Auslagerungsspeicher auf der Festplatte. Die durchgehende Speicherkohärenz entbindet die Programmierer von dieser fehleranfälligen Aufgabe und vereinfacht die GPU-Nutzung ungemein. AMD bezeichnet dieses Konzept als "heterogeneous Uniform Memory Access" - kurz: hUMA. Dank hUMA können CPU- und Grafikkerne gleichberechtigt arbeiten und so ist hUMA der erste Schritt zur "Heterogeneous System Architecture".

Als erste APU mit hUMA soll bereits im zweiten Halbjahr 2013 der "Kaveri" auf den Markt kommen. AMDs "Kaveri" unterstützt nicht nur DDR3-Speicher, sondern auch die extrem schnellen GDDR5-Chips, welche bisher nur auf Grafikkarten zum Einsatz kommen. GDDR5 verspricht dabei auch eine deutlich höhere Grafikleistung. Die Frage lautet nun: Wie viel mehr und zu welchem Preis?

Quelle:
http://blogs.amd.com/fusion/2013/04/30/ ... -from-amd/

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