Cyber-Bankräuber gefasst - 45 Millionen US-Dollar Beute

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Cyber-Bankräuber gefasst - 45 Millionen US-Dollar Beute

Beitrag von doelf » 10 Mai 2013, 10:27

In New York wurden sieben Mitglieder einer weltweit agierenden Bankräuberbande gefasst, die zusammen rund 45 Millionen US-Dollar erbeuten konnte. Statt mit gezogener Waffe in die nächste Filiale zu marschieren, manipulierten die Kriminellen Kreditkarten und ließen sich das Bargeld an den Geldautomaten gleich säckeweise auszahlen.

Wie die Staatsanwältin Loretta E. Lynch vom östlichen Distrikt New Yorks mitteilt, wurden dort sieben Verdächtige festgenommen, die binnen 24 Stunden 2,8 Millionen US-Dollar von Geldautomaten abgehoben hatten. Ein achtes Bandenmitglied hatte sich in die Dominikanische Republik abgesetzt und wurde dort offenbar ermordet. Auch Ermittler aus Deutschland, Kanada, Japan und Rumänien waren an der internationalen Aktion beteiligt, zudem danken die Amerikaner den Behörden aus Belgien, der Dominikanischen Republik, Estland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Lettland, Malaysia, Mexiko, Spanien, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten für die gute Zusammenarbeit in dieser Untersuchung.

Die Cyber-Räuber waren zunächst in die Systeme von Finanzdienstleistern eingebrochen, welche Kreditkartentransaktionen verarbeiten, und hatten dort die Daten von Prepaid-Kreditkarten (Prepaid Debit Cards) gestohlen. Dann wurden die Abhebegrenzen dieser Karten auf unendlich angehoben und Kopien der Kreditkarten hergestellt. Mit den Kartenkopien und den gestohlenen PINs plünderten die Diebe dann die Geldautomaten diverser Banken. Laut Staatsanwaltschaft fanden entsprechende Abhebungen in 26 Ländern statt.

Der erste Diebstahl begann am 22. Dezember 2012, als ein Finanzdienstleister, der MasterCard-Transaktionen für die RAKBANK aus den Vereinigten Arabischen Emiraten verarbeitet, gehackt wurde. Weltweit wurden 4.500 Abhebungen über insgesamt 5 Millionen US-Dollar registriert. Alleine in New York erbeuteten die acht Verdächtigen innerhalb von zwei Stunden und 25 Minuten knapp 400.000 US-Dollar bei 750 Abhebungen. Der zweite Raubzug begann am 19. Februar 2013 und zielte diesmal auf MasterCards der Bank of Muscat aus dem Oman. Hier kam es innerhalb von 10 Stunden zu 36.000 Abhebungen in 24 Ländern mit einem Gesamtschaden in Höhe von 40 Millionen US-Dollar. Davon fallen 3.000 Abhebungen in Höhe von insgesamt 2,4 Millionen US-Dollar auf die New Yorker Gruppe.

Quelle:
http://www.justice.gov/usao/nye/pr/2013/2013may09.html

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