IBM darf seine x86-Server-Sparte an Lenovo verkaufen

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doelf
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IBM darf seine x86-Server-Sparte an Lenovo verkaufen

Beitrag von doelf »

Das "Committee on Foreign Investment in the United States" (CFIUS) hat IBM grünes Licht für den Verkauf seiner x86-Server-Sparte an das chinesische Unternehmen Lenovo gegeben. Damit dürfte der Abschluss des Geschäftes kurz bevorstehen.

"Big Blue" hatte den Verkauf seiner x86-Server-Sparte im Januar 2014 angekündigt. Als Käufer wurde die chinesische Firma Lenovo genannt, die im Jahr 2005 bereits IBMs PC-Sparte gekauft hatte. Das Volumen der Transaktion beläuft sich auf 2,3 Milliarden US-Dollar. 2,0 Milliarden US-Dollar will Lenovo in Bar auf den Tisch legen, die restlichen 300 Millionen US-Dollar soll IBM in Form von Aktien erhalten. Im Kaufpreis sind die Server und Switches der Baureihen System x, BladeCenter und Flex System sowie die x86-basierenden NeXtScale und iDataPlex Server und die integrierten Flex-Systeme enthalten. Auch die dazugehörige Software, das Blade-Networking und die Wartung dieser Geräte sollen an Lenovo gehen.

IBM wird seine System-z-Mainframes sowie Power Systems, Storage Systems und die Power-basierenden Flex-Server behalten. Gleiches gilt für die PureApplication- und PureData-Geräte. Auch nach dem Verkauf seiner x86-Server-Sparte will IBM Software für diese Rechner entwickeln. Darüber hinaus soll Lenovo in Zukunft diverse IBM-Produkte verkaufen, darunter die Speicherungssysteme Storwize, Bandspeichersysteme, Teile von IBMs Systemsoftware und die Einstiegsvarianten der SmartCloud. Von der Transaktion sind rund 7.500 Beschäftigte betroffen, die derzeit in Raleigh, Shanghai, Shenzhen und Taipeh für IBM arbeiten. IBM geht davon aus, dass Lenovo diese Mitarbeiter übernehmen wird.

Der Umsatz von IBMs Hardware-Sparte "System and Technology" war im Geschäftsjahr 2013 um 18,7 Prozent geschrumpft, alleine im vierten Quartal hatte es einen Einbruch um 26,1 Prozent gegeben. Dennoch setzt Lenovo große Hoffnungen auf die x86-Server und peilt binnen eines Jahres ein Umsatzvolumen von fünf Milliarden US-Dollar an. Zudem versprechen sich die Chinesen vom Servergeschäft höhere Wachstumsraten als vom PC-Geschäft.

Quelle:
http://www-03.ibm.com/press/us/en/press ... /44588.wss
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