AMDs Zen: 40 Prozent mehr Leistung, DDR4, SMT und ein einheitlicher Sockel

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AMDs Zen: 40 Prozent mehr Leistung, DDR4, SMT und ein einheitlicher Sockel

Beitrag von doelf » 08 Mai 2015, 16:33

AMD bleibt der x86-Architektur treu und schiebt seine Pläne für ein eigenes ARM64-Design nach hinten. Bis 2016 soll "Zen" die glücklose Bulldozer-Architektur ablösen und die Leistungslücke zu Intel schließen. Laut AMD bietet Zen im Vergleich zur aktuellen CPU-Generation rund 40 Prozent mehr Rechenleistung bei identischer Taktrate. Dazu gibt es den Wechsel zu SMT und DDR4 sowie einen einheitlichen Sockel namens AM4.

Für den AM4 will AMD zunächst neue FX-Prozessoren präsentieren, im Laufe des Jahres 2016 sollen dann auch APUs für diesen Sockel auf den Markt kommen. Dies dürfte spannend werden, denn die Grafikkerne der APUs können die Bandbreite von DDR4-Speicher gut gebrauchen. Alternativ unterstützt Zen auch DDR3-Speicher, der sich aufgrund der geringeren Kosten für preiswerte Systeme empfiehlt. Das "Core Multithreading" (CMT) der Bulldozer-Architektur legt AMD zu den Akten und setzt stattdessen auf "Simultaneous Multithreading" (SMT). Das bekannteste Beispiel für SMT ist Intels HyperThreading, welches wesentlich effizienter als CMT arbeitet und ein Grund für den großen Rückstand von AMD ist.

Zuletzt hatte AMD seine FX- und Server-Prozessoren sehr stiefmütterlich behandelt und seinen Fokus auf die APU-Schiene gerichtet. Sicherlich war dies den Defiziten der Bulldozer-Architektur geschuldet, doch insbesondere der Markt für Server- und Workstations verspricht hohe Gewinnmargen. Mit "Zen" will AMD in diese Segmente zurückkehren und letztendlich auch wieder profitabel werden. "Zen" ist daher AMDs Allzweckwaffe für alle Einsatzgebiete vom leichten Notebook bis zum fetten Server. Technische Details sind leider noch Mangelware: "Zen" soll im FinFET-Prozess in einer nicht benannten Strukturgröße gefertigt werden, irgendwelche Taktraten haben und auch irgendwas kosten.

Den K12-Kern, für dessen Entwicklung sich AMD im Frühjahr 2014 unter CEO Rory Read eine Lizenz von ARM gekauft hatte, soll es auch geben - aber erst 2017. Der K12 zielt auf leistungsfähige Server sowie auf Spezialentwicklungen im Kundenauftrag. Solche Speziallösungen kommen beispielsweise in Microsofts Xbox One und Sonys PlayStation 4 zum Einsatz, dort allerdings noch auf x86-Basis. Zur Überbrückung soll es weitere 64-Bit-CPUs auf Basis der Cortex-A57-Kerne geben.

Quelle:
http://www.amd.com/en-us/press-releases ... may06.aspx
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Re: AMDs Zen: 40 Prozent mehr Leistung, DDR4, SMT und ein einheitlicher Sockel

Beitrag von Mausolos » 08 Mai 2015, 22:04

doelf hat geschrieben:"Zen" soll im FinFET-Prozess in einer nicht benannten Strukturgröße gefertigt werden,
»FinFET« könnte möglicherweise ~14 nm bedeuten, was dann hieße, dass AMD nicht mehr in 20 nm fertigen würde.
AMD hat geschrieben:[…] based on FinFET process technology, which will contribute to a doubling of performance-per-watt.
Linux :)

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Re: AMDs Zen: 40 Prozent mehr Leistung, DDR4, SMT und ein einheitlicher Sockel

Beitrag von doelf » 09 Mai 2015, 14:12

Das wäre toll, aber ich habe meine Zweifel, dass 14 nm schon fit für High Performance sind...
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