Apple Music löst Beats Music ab

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Apple Music löst Beats Music ab

Beitrag von doelf » 09 Jun 2015, 15:34

Mit dem iTunes Store hatte Steve Jobs einst bewiesen, dass man mit Musik-Downloads ganz legal Geld verdienen kann. Doch die Zeiten haben sich abermals geändert und statt auf eine eigene Musiksammlung setzen viele Kunden heutzutage auf Streaming-Flatrates. Seit der Übernahme des Kopfhörerherstellers Beats Electronics befindet sich auch Apple im Besitz eines solchen Dienstes. Und dieser wurde nun in Apple Music umbenannt.

Als Apple am 28. Mai 2014 den Kauf von Beats Electronics bekannt gab, war abzusehen, dass man es in Cupertino eigentlich auf das Streaming-Angebot Beats Music abgesehen hatte. Nun ist die Katze namens Apple Music aus dem Sack und wird in den USA am 30. Juni 2015 an den Start gehen, weitere 100 Länder sollen folgen. Für Deutschland, die Niederlande, Frankreich und Großbritannien beschränkt sich Apple momentan noch auf ein "kommt bald". Apples Musikbibliothek umfasst derzeit rund 30 Millionen Titel und bietet damit die weltweit größte Auswahl.

In den USA wird es eine dreimonatige Probemitgliedschaft geben, danach kostet der Dienst 9,99 US-Dollar pro Monat. Hierzulande könnte es ein ähnliches Angebot geben, allerdings gehen wir von monatlichen Kosten um die 10 Euro aus. Für bis zu sechs Personen hat Apple zudem einen Familientarif geschnürt, der lediglich 14,99 US-Dollar pro Monat kostet. Die Freischaltung erfolgt dabei über die Familienfreigabe von iOS. Auf Mac OS X und Windows lässt sich der Dienst über iTunes nutzen, eine Android-App soll im Herbst folgen. Windows Phone, welches Beats Music noch bedient, fällt hingegen weg.

Zahlende Mitglieder können Apple Music auch offline nutzen, hierfür werden die Musikstücke lokal abgespeichert. Die verfügbaren Inhalte kann man seiner eigenen Bibliothek hinzufügen und unbegrenzt hören. Dazu gibt es Empfehlungen von Musikexperten, diverse Radiostationen mit Wiedergabelisten unterschiedlicher Stilrichtungen sowie eine soziale Schnittstelle zu den Künstlern, die für ihre Fans Musik und andere Inhalte bereitstellen können. Auf Geräten von Apple kann man seine Musikwünsche - wie sollte es auch anders sein - Siri mitteilen.

Mit Deezer, Napster, Spotify, Rara und last.fm gibt es schon zahlreiche Anbieter, die zu ähnlichen Preise vergleichbare Funktionen anbieten. Auch redaktionelle Inhalte und von Profis zusammengestellte Wiedergabelisten sind keinesfalls neu, sondern gehören in der Branche zum guten Ton. Apple Music kann allenfalls mit seiner gewaltigen Auswahl und der Integration in iOS punkten. Eine echte Innovation, welche das Potential hat, den Musikmarkt abermals umzukrempeln, scheint das umbenannte Beats Music aber nicht zu sein.

Quelle:
http://www.apple.com/music/discover/
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