Quartalszahlen: Die Cloud rettet Microsoft

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doelf
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Quartalszahlen: Die Cloud rettet Microsoft

Beitrag von doelf » 29 Jan 2016, 09:37

Der teure Dollar und der schwache PC-Markt machten Microsoft im vergangenen Quartal zu schaffen. Die Trendwende bei den Mobiltelefonen lässt weiterhin auf sich warten, dafür verkaufen sich die Surface-Tablets immer besser. Und während sich Windows 10 stetig weiter verbreitet, hält die Cloud die Redmonder über Wasser.

Für Microsoft endete am 31. Dezember 2015 bereits das zweite Quartal das fiskalischen Jahres 2016 und dieses bescherte der US-Firma einen Umsatzrückgang um 10,1 Prozent auf 23,796 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn (GAAP) ist um 22,51 Prozent auf 6,026 Milliarden US-Dollar eingebrochen und der Nettogewinn (GAAP) ist um 14,75 Prozent auf 4,998 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Dass der Gewinn je Aktie (GAAP) nur um 12,68 Prozent gefallen ist, liegt an umfangreichen Aktienrückkäufen: 6,5 Milliarden US-Dollar hatte Microsoft in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden an seine Aktionäre ausgeschüttet.

Die obigen Zahlen haben - laut Microsoft - allerdings nur eine begrenzte Aussagekraft, da sich das Unternehmen derzeit in einer Umbauphase befindet. Deswegen gibt es neben den GAAP-Ergebnissen, welche nach allen Regeln der Buchhaltungskunst (Generally Accepted Accounting Principles) errechnet wurden, auch non-GAAP-Zahlen: Diese sehen einen Umsatz von 25,693 Milliarden US-Dollar (-1,73%), einen operativen Gewinn von 7,923 Milliarden US-Dollar (+2,99%) und einen Nettogewinn von 6,275 Milliarden US-Dollar (+8,38%). Rechnet man nun noch die Wechselkursschwankungen heraus, ist der Umsatz um drei Prozent gestiegen, der operative Gewinn um 13 Prozent und der Nettogewinn sogar um zwanzig Prozent.

Gut die Hälfte des Umsatzes steuerte die Sparte "More Personal Computing" bei. 12,660 Milliarden US-Dollar bedeuten zwar einen Rückgang um 4,68%, doch der operative Gewinn konnte um 35,33 Prozent auf 2,038 Milliarden US-Dollar zulegen. Die Verkäufe von Windows und Geräten sind rückläufig, was den schwachen PC-Markt sowie Microsofts geänderte Smartphone-Strategie widerspiegelt. Zulegen konnten indes die Werbeeinnahmen von Bing sowie der über Xbox Live generierte Umsatz.

Mit einem Umsatz in Höhe von 6,690 Milliarden US-Dollar (-1,93%) ist der Bereich "Productivity and Business Processes" bei Microsoft die Nummer 2, doch der operative Gewinn ist um 7,86 Prozent auf 3,305 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Aufgrund des schwachen PC-Markts hatten weniger Endkunden Office lizenziert und auch bei den Geschäftskunden tritt Office auf der Stelle. Microsoft Dynamics konnte zwar leicht zulegen, doch ungünstige Wechselkursschwankungen belasten das Geschäft.

Mit einem Umsatzplus von 5,00 Prozent auf 6,343 Milliarden US-Dollar schickt sich die Sparte "Intelligent Cloud" an, die neue Nummer 2 zu werden. Während das Geschäft mit Windows Server derzeit etwas lahmt, gab es ein Umsatzplus beim Microsoft SQL Server. Letztendlich retten die Cloud-Plattform Microsoft Azure und deren Dienste das durchwachsene Quartal, denn hier gab es ein beachtliches Umsatzplus von 127 Prozent - allen negativen Wechselkurseinflüssen zum Trotz.

Quelle:
https://www.microsoft.com/investor/Earn ... fault.aspx
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