Neue Geräte: Apple schwimmt gegen den Trend

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Neue Geräte: Apple schwimmt gegen den Trend

Beitrag von doelf » 23 Mär 2016, 14:30

Apple gilt als der Trendsetter, doch nun schwimmt das Unternehmen gegen den Markt: Während alle anderen Hersteller nur noch Billiggeräte mit kleinen Displays anbieten, packt man in Cupertino die Technik des iPhone 6s ins 4-Zoll-Format und nennt das Ergebnis iPhone SE. Und obwohl sich Tablets heutzutage nur noch über den Preis verkaufen lassen, kostet der Nachfolger des iPad Air 2 mindestens 689 Euro und hat dann nicht mal eine Mobilfunkeinheit.

Das iPad Pro 9,7"

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Vor anderthalb Jahren hatte Apple das iPad Air 2 präsentiert. Das 9,7-Zoll-Tablet setzte mit einer Dicke von 6,1 mm und einem Gewicht von 437 g neue Maßstäbe, dennoch gingen die Verkaufszahlen weiter zurück. Viele Marktbeobachter sahen Apples Preispolitik als Ursache, denn für ein iPad Air 2 mit mageren 16 GB Speicherplatz (natürlich ohne SD-Kartenleser) und WLAN verlangte das Unternehmen stolze 489 Euro. Mit Mobilfunkunterstützung wurden sogar 609 Euro aufgerufen. Höchste Zeit zum Umdenken und so hat Apple beim neuen iPad Pro 9,7" eine wesentliche Änderung vorgenommen: Die Zielgruppe!

Während sich das iPad Air 2 primär an Konsumenten richtet, einen gesättigten Markt, in dem die Bereitschaft, für Neukäufe tief in die Tasche zu greifen, stetig sinkt, wendet sich Apple nun wieder an die Profis. Und da Unternehmen ihre Anschaffungen von der Steuer absetzen können, ist ein Einstiegspreis von 689 Euro für die WLAN-Variante mit immerhin 32 GB Speicherplatz schon fast ein Schnäppchen. An Dicke und Gewicht hat sich nichts geändert und auch Bildschirmformat (Verhältnis: 4:3, Diagonale: 24,63 cm/9,7 Zoll) sowie Auflösung (2.048 x 1.536 Pixeln bei 264 ppi) werden beibehalten.

Dafür bietet das neue "True Tone Display" einen um 25 Prozent größeren Farbumfang. Das macht das Tablet für Grafiker und Designer interessant, also jene Kundschaft, die Apple einst am Leben erhalten hatte. Als Apple dann zum Massenhersteller wurde, ignorierte man über Jahre die Wünsche der Profis. Passend zur Rückbesinnung auf alte Käuferkreise stattet Apple das kleine iPad Pro auch mit einem Stift aus, dem Apple Pencil. Dieser ist als Zubehör erhältlich und kostet weitere 109 Euro. Und wo wir schon einmal dabei sind, holen wir uns auch noch das Smart Keyboard für 169 Euro.

"Das Smart Keyboard verbindet eine Reihe neuer Technologien und Materialien zu einer völlig neuen Tastatur", sagt Apple. Es hat auch eine "innovative neue Schnittstelle, die Strom und Daten in beide Richtungen überträgt". Was fehlt, ist ein deutsches Tastaturlayout mit Umlauten, denn, wie beim großen Bruder mit 12,9 Zoll großem Display, gibt es auch für das kleine iPad Pro vorerst nur eine US-Version - das ist schwach. Wer nun denkt, man könne wenigstens das Smart Cover des gleich großen iPad Air 2 nutzen, wird ebenfalls enttäuscht: Laut Apple passt das nicht. Also nochmal 59 Euro. Oder das Silikon Case für 79 Euro.

Eine kurze Zwischenrechnung: Mit Stift, Tastatur und Smart Cover kostet das iPad Pro mindestens 1.026 Euro. Apple verspricht mit diesem Gerät zwar einen vollständigen Notebook-Ersatz, doch ein richtiges Notebook ist weiterhin flexibler - mehr Anschlüsse, mehr Speicherplatz, mehr professionelle Software - und dabei auch noch günstiger. Und so schön kompakte und leichte Geräte beim Transport auch sind, als Arbeitsgerät eignen sie sich nur bedingt. Profis werden daher eher zur 12,9-Zoll-Variante des iPad Pro greifen, das dann allerdings 907,33 Euro kostet - nackt mit 32 GB und WLAN.

Die inneren Werte des kleinen iPad Pro können sich sehen lassen: Da wäre der 64-Bit-Prozessor A9X, dem der Co-Prozessor M9 und 2 GiB RAM zur Seite stehen - das große iPad nutzt die gleiche CPU, taktet diese aber höher und hat doppelt soviel Arbeitsspeicher. Bei den Kameras punktet dann die 9,7-Zoll-Variante: Für Fotos gibt es 12 statt 8 Megapixel und Videos kann man in 4K statt Full-HD aufzeichnen, dazu gibt es Videostabilisierung. Die Facetime-Kamera schafft 5 statt 1,2 Megapixel und bietet einen Blitz, bei den Facetime-Videos herrscht mit 720p allerdings wieder Gleichstand.

Dazu gibt es Wireless-LAN gemäß IEEE 802.11a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz, HT80 mit MIMO) und Bluetooth 4.2. Die Mobilfunkvarianten beherrschen mehr LTE-Bänder (1 bis 5, 7, 8, 12, 13, 17 bis 20, 25 bis 30, 38 bis 41), wobei die SIM-Funktion erstmals fest integriert ist. Der nicht austauschbare Lithium-Polymer-Akku leistet 27,5 Wh, was für eine Laufzeit von zehn Stunden im WLAN-Betrieb ausreichen soll. Im Mobilfunknetz sind neun Stunden möglich. Das iPad Pro 9,7" kann ab morgen mit 32, 128 oder 256 GB Speicherplatz vorbestellt werden, die Auslieferung soll am 31. März 2016 beginnen.

Das iPhone SE

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Das iPhone SE tritt die Nachfolge des iPhone 5s an und übernimmt dessen Größe: Handliche 10,16 cm (4 Zoll) Bildschirmdiagonale mit 1.136 x 640 Pixeln bei 326 ppi. Die Abmessungen der beiden Telefone - 123,8 x 58,6 x 7,6 mm - sind identisch, das iPhone SE ist aber um ein Gramm schwerer. Der 64-Bit-Prozessor A9 mit seinem Co-Prozessor M9 stammen hingegen ebenso aus dem iPhone 6s wie die iSight-Kamera, die 12 Megapixel leistet und 4K-Videos mit 30 fps (Full-HD mit 60 fps) aufzeichnen kann. Bei der FaceTime-Kamera greift Apple dann wieder auf das iPhone 5s zurück und bietet nur 1,2 Megapixel sowie 720p.

Neben Wireless-LAN gemäß IEEE 802.11a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.2 gibt es auch NFC: Bezüglich der Mobilfunkausstattung listet Apple zwei unterschiedliche Varianten: Beide beherrschen GSM/EDGE (850, 900, 1800, 1900 MHz), UMTS/HSPA+/DC-HSDPA (850, 900, 1700/2100, 1900, 2100 MHz), CDMA EV-DO Rev. A (800, 1700/2100, 1900, 2100 MHz) und die LTE-Bänder 1, 2, 3, 4, 5, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 25 und 26. Nur beim Modell A1662 gibt es die LTE-Bänder 13 und 29, das Modell A1723 beherrscht dafür die LTE-Bänder 7 und 28, die TD-LTE-Bänder (38, 39, 40, 41) sowie TD-SCDMA 1900 (F) und 2000 (A).

Die fest verbaute Lithium-Ionen-Batterie ermöglicht eine Sprechdauer von bis zu 14 Stunden (3G). Surfen kann man zwischen 12 (3G) und 13 Stunden (LTE, WLAN). Die Wiedergabe von Videoinhalten beziffert Apple ebenfalls auf 13 Stunden, beim Musikhören sind maximal 50 Stunden möglich. Auch das iPhone SE kann ab morgen vorbestellt werden, es ist wahlweise mit 16 GB für 489 Euro oder 64 GB für 589 Euro erhältlich. Als Farben stehen Silber, Gold, Space Grau und Roségold zur Auswahl. In den gleichen vier Farbvarianten wird übrigens auch das iPad Pro 9,7" angeboten.
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