Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst und andere zukunftsweisende Umweltthemen:

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neO
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 28 Mai 2019, 12:43

CDU behauptet anscheinend, dass es in ihrer Regierungszeit mehr Photovoltaikstrom gab und der Bau von Photovoltaikanlagen sich verstärkte.


Es war heißer und gab mehr Sonne....
Wenn das die CDU als Erfolg feiert....



Den Anstieg der Zahl der installierten Photovoltaikanlagen verhinderte die Regierung 2009.
Die Einspeisevergütung wurde so plötzliche und rapide zurückgefahren, dass die Firmen mit der Produktion
bis vor dem Wirksamwerden des neuen Gesetzes nicht mitkamen und danach viele schließen konnten.

Der Markt in Deutschland wurde zerstört und es gab sehr viele Arbeitslose.

Jetzt erholt er sich sehr langsam, trotz CDU, nicht wegen ihr.



Den nächste Vehinderung für mehr Regenerative Energien steht schon in den Gesetzes-Texten:
Ein Deckel, eine neue Wand für den maximalen Ausbau in Höhe von 52GW, der voraussichtlich bereits in 2 Jahren erreicht wird.

Danach die Sintflut liebe CDU?
Die Welt braucht euch nicht.

https://m.heise.de/tr/artikel/Rezo-Vide ... 31464.html

https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/wi ... 37301.html

Und in den heise kommentaren, die Erinnerung das Selbstversorgung durch PV mit Steuern bestraft wird:
(...) die EEG-Umlage auch für den Eigenverbrauch erhoben wird. Das bedeutet, dass u.U. PV-Anlagen nicht nur ohne Förderung auskommen müssen, sondern auch noch besteuert werden. Besonders stromintensive Industrie ist allerdings von der EEG-Umlage befreit.
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von doelf » 28 Mai 2019, 19:05

Es ist nur noch peinlich und mir völlig unverständlich, wie man sich derart bloßstellen kann. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Wir haben alle mitbekommen, wie dem Photovoltaikausbau der Saft abgedreht wurde. Wie innovative Firmen aus Deutschland vor die Hunde gingen. Wir alle sehen tagtäglich, dass der Ausbau der Stromnetze nicht vorankommt. Niemand versteht, warum man für seinen selbst erzeugten Strom Steuern zahlen muss. Wir wissen, dass Innovationen in der Motorenentwicklung auf der Strecke geblieben sind, weil der steuerlich bevorteilte Diesel die günstigere Lösung war. Und jetzt will uns die CDU noch einmal so richtig für dumm verkaufen? Danke, aber NEIN DANKE!
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 13 Jun 2019, 16:59

Ein Plastik(alp)traumleben :

Kleine Plastikpackungen im Flugzeug, große im Supermarkt, alles glänzend und für geringe Mengen an Lebensmitteln um es Zuhause in den Müll zu stopfen.

Früher hätte sich das niemand leisten können, heute finden wir Plastik zwischen den Körnern des Strandes, in den Mägen von unseren Fischen und sogar Weichmacher einiger Plastiksorten in unserer Nahrung, die unsere Kinder und Kindeskinder hormonell zutiefst stören und eventuell unfruchtbar machen können.

Alles für die Illusion von "sauberer" Verpackung und leichtem Transport, in unser Plastik-Glitzer Welt.

Und das ist nur der schnellebige Einsatz bei Lebensmitteln, die Plastikfantastikwelt geht aber noch viel weiter, in Geräten, Maschinen, Häusern und "recycelt" wird so gut wie gar nichts.


Am Ende wird es verbrannt oder in arme Länder verklappt.

Sauber Deutschland!
Und so regenerativ und nachhaltig...


Andere Wege?
Artikel bei Triodos Bank:
https://diefarbedesgeldes.de/plastikfre ... und-tipps/
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von ChrisP » 13 Jun 2019, 20:56

Hallo,

ich selbst bin von der Photovoltaik nicht wirklich begeistert. Weil ich nichts daran verdiene und nur diese als Privatkunde mit der EEG Umlage zahle.

Die Technik selbst ist wenig sinnvoll, weil die Zellen während ihrer Lebensdauer nur etwa das vierfache des Stroms liefern, den sie während der Herstellung verbraucht haben. Die bei der Produktion entstehenden Schadstoffe verbleiben im Ausland und wir waschen uns wieder mal dir Hände rein.

Nach meinem Empfinden sind die deutschen Firmen -wie immer - vom Markt verdrängt worden, weil sie zu teuer waren. Eine höhere Subvention würde nur die Gewinne der Anlagenbetreiber steigern, weil sie nicht an bestimmte Hersteller gekoppelt ist.

Energiesparen ist unsere besete Energiequelle. Das 3l Auto will aber keiner, der spritfessende SUV ist angesagt.

Was uns der Klimaschutz wirklich kostet und wie der Weg dorthin ist, sagt keine Partei, auch die Grünen nicht.

Gruß

Christian

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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 14 Jun 2019, 23:43

Deine Oma schleudert Dreck!
Auf ihrer Renten-Luxuskreuzfahrt.

Dieser Tage hat eine Studie der Brüsseler NGO Transport & Environment (T&E) ergeben, dass die Schiffe dieses Konzerns [Carnival Corporation mit mehr als 100 Schiffen] mehr Schwefeloxide ausstoßen, als alle 260 Millionen auf den Straßen der EU fahrenden Pkw.*
https://www.heise.de/tp/news/Kreuzfahre ... 45160.html
https://www.transportenvironment.org/ne ... ta-reveals
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 15 Jun 2019, 23:31

ChrisP hat geschrieben:
13 Jun 2019, 20:56
(..)
Die Technik selbst ist wenig sinnvoll, weil die Zellen während ihrer Lebensdauer nur etwa das vierfache des Stroms liefern, den sie während der Herstellung verbraucht haben. (..)
Hallo ChrisP


Woher hast du das?
Gibt es dazu eine Quelle?
Welche Technik ist für dich sinnvoller?

MfG
neO

Nachtrag:

Wenn die Ewigkeitskosten und Dekontaminierungskosten rausgerechnet werden, war das AKW Fukushima vom erzeugten Strom her gar nicht mal so schlecht.

Da Leben will trotzdem keiner.
(Und verdient hat das auch keiner)
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ChrisP

Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von ChrisP » 17 Jun 2019, 12:13

Hi Neo,

Google?
Spuckt z.B. folgendes aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Erntefaktor

Die Photovoltaik steht da ganz am Schuß, auch wenn es da einige andere Quellen gibt, die je nach Zellentyp auch höhere Werte liefern. Trotzdem sind die Windkraftanlagen deutlich effizienter. Allerdings ist deren Lebensdauer beschränkt und für den Rückbau der ausgedienten Anlagen existiert kein Kozept. Das Fundament geht oft durch mehrere grundwasserführende Schichten mit allen Konsequenzen für den Wasserhaushalt. Die Transportleitungen für den Strom wollen die Leute auch nicht.

Auch lieferen diese Energiequellen keine kalkulierbare Leistung und destabilisieren das Netz. Dafür importieren wir dann Atomstrom aus dem Ausland.

Mit Fukushima, es ist mir nicht wirklich verständlich, wie die Betreibergesellschaft den Reaktor ungekühlt stehen gelassen hat und formlich auf die Explusion gewartet hat. Mit Ausfall der Kühlung war klar, daß der Reaktor hochgehen würde und man hat nicht wirklich etwas dagegen unternommen. Wir haben zwar von der Strahlung nur begrenzt etwas abbekommen, aber der Imageschaden füt die Atomindustrie war immens ...

Gruß

Christian

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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von doelf » 17 Jun 2019, 15:51

Ach, Tepco hätte schon was unternommen, wenn noch irgendetwas funktioniert hätte nach diesem desaströsen Erdbeben mitsamt Tsunami. Selber haben sie es dann nicht hinbekommen und die Blöße, das eigene Versagen einzugestehen, geben sich Japaner nur sehr ungern. Wenn die belgischen Meiler hochgehen, wird es nicht besser aussehen. Sicher, die Belgier werden dann um Hilfe bitten, aber zu diesem Zeitpunkt werden wir genug damit zu tun haben, die Region Aachen zu evakuieren. Und auch in Belgien laufen die Abklingbecken über vor alten Brennstäben, die man seit Jahren nicht abtransportieren kann, weil man a) nicht weiß wohin damit und b) nach wie vor kein ausreichendes Sicherheitskonzept vorlegen kann.

Was die Leistung von Sonne und Wind betrifft, so lässt sich diese durchaus kalkulieren, nur ist sie nicht konstant bzw. nicht optimal steuerbar. Allerdings ergänzen sich Sonne und Wind zumeist, dazu kommen Wasser, Geothermie und Biogas mit einer besseren Kontrollierbarkeit. Wenn wir dann nicht immer über Speicher philosophieren, sondern welche bauen würden, hätte man einen zusätzlichen Puffer. Zudem ist Solarenergie nicht nur elektrisch zu sehen, sondern wesentlich effizienter im Bereich der Warmwassererzeugung. Eingriffe in grundwasserführende Schichten sind ein generelles Problem bei allen tiefgründenden Bauwerken und auch bei der Geothermie (siehe Staufen), allerdings ist die tonnenweise ausgebrachte Gülle ein viel größeres.

Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Co sind sinnvolle Energiequellen, die unsere CO2-Billanz merklich verbessern. Atomstrom wirkt nur solange wie eine gangbare Alternative, bis man die Kostenfaktoren Endlager und Rückbau miteinrechnet. Atomstrom konnte nur durch staatliche Förderung ans Netz gehen und wird nun staatlich gefördert wieder zurückgebaut und am Ende zahlt der Steuerzahler auch die Endlagerkosten, wobei es niemals ein sicheres Endlager geben kann - nicht für mehrere zehntausend Jahre.

Gruß

Michael
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von neO » 18 Jun 2019, 19:56

Wenn das Stromnetz dreimal flackert:

Argentiniens Atomkraftwerke hatten beim dreistündigen Stromausfall nichts zu lachen.
Der älteste ging vor stolzen 45 Jahren ans Netz, ein anderes vor 36 Jahren mit erlaubter Verlängerung um weitere 30(!).

Bei einen Stromausfall müßen sie heruntergefahren werden und im Notstrombetrieb laufen.
Wenn dieser funktioniert ;)

Beim Wiederanfahren sind wichtige Sicherheitsschritte einzuhalten.

Ein Reaktor soll zu früh wieder angefahren worden sein und darf anscheinend nicht über 40% Auslastung laufen, da es sonst nach einer anfänglichen Trägheit in der Kettenreaktion (Zu viele Neutronenabsorber bei Teillast oder Abschaltung) zu einer plötzlichen Überreaktion kommen kann.

Eben so eine war damals im Zusammenhang mit Fehlbedienungen in Tschernobyl am Super-Gau schuld.

Zwei andere sind bis zum Abklingen der gefährlichen, ungewollten Neutronenabsorber noch immer abgeschaltet
http://www.na-sa.com.ar/


Hilfreich und netzstützend bei einem Stromausfall ist anders!


https://www.heise.de/tp/features/Argent ... 48798.html
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Re: Energiewende Vorreiter Deutschland kastriert sich selbst:

Beitrag von doelf » 19 Jun 2019, 08:34

Da sind Gaskraftwerke die bessere Lösung - perfekt zu kontrollieren und zu steuern. Aber im Betrieb nicht rentabel. Hier müsste eine Subventionierung stattfinden, denn solche Kraftwerke sollte man weniger als Stromerzeuger denn als flinke Lastreserve für die Netzstabilität betrachten.

Ach ja: Überflüssiger Windstrom aus Deutschland fließt schon bald nach Norwegen, um damit Wasserkraftwerke und Stauseen in Speicher zu verwandeln. Nachdem das Wasser durch die Turbinen geflossen ist, wird es mit dem Windstrom wieder hochgepumpt und kann so später neuen Strom liefern.

Gruß

Michael
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