Julian Assange wird erst Mitte November befragt

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snop
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Re: Undurchsichtig: (Kein) Haftbefehl gegen Julian Assange

Beitrag von snop » 15 Jun 2012, 13:07

Der bekommt wirklich keine Ruhe mehr. Erst wollen ihn die Schweden wegen der Verkehrsgerüchte...
Und selbst wenn er dort nicht angeklagt und/oder verurteilt wird, wollen ihn die USA bezüglich wikileaks.
Dann läuft auch hier das ganze Prozedere mit Antrag auf Auslieferung usw. ab ... und hier verhandeln zur Zeit
nicht irgendein Regime mit einem europäischen Staat, sondern 2 EU Länder untereinander.

Wenn dann die USA noch kommen: Das wird dauern. Schuldig oder nicht:
All diese ganze Zeit ohne Gewißheit für ihn sind schon ne ordentliche Strafe, wie ich finde.
Das Thema hier im Forum wurde vor fast 2 Jahren eröffnet :!:

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doelf
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Re: Undurchsichtig: (Kein) Haftbefehl gegen Julian Assange

Beitrag von doelf » 15 Jun 2012, 13:11

Wenn das nach Straßbourg geht, können noch ein paar Jährchen hinzukommen. Bis dahin ist in Schweden vermutlich alles verjährt, der Euro ist Geschichte und die Sonne eine Supernova...

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Julian Assange bittet Ecuador um Asyl

Beitrag von doelf » 20 Jun 2012, 09:18

Julian Assange, Mitbegründer der Internetplattform Wikileaks, ist immer wieder für eine Überraschung gut: Nachdem der britische Supreme Court seiner Ausweisung an Schweden zugestimmt und eine Eingabe gegen diese Entscheidung verworfen hatte, marschierte der Australier in die Botschaft Ecuadors und bat um Asyl. Julian Assange beruft sich hierbei auf die Menschenrechts-Charta der Vereinten Nationen.

Zum Hintergrund
Die Stockholmer Staatsanwaltschaft hatte im August 2010 zunächst einen Haftbefehl aufgrund des Verdachts der Vergewaltigung gegen Assange erlassen, diesen nur wenig später größtenteils zurückgezogen, dann aber einen neuen Haftbefehl mit erweiterten Vorwürfen - Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Nötigung - erlassen. Da sich Assange zu diesem Zeitpunkt außerhalb von Schweden aufhielt, wurde er zur internationalen Fahndung ausgeschrieben und schließlich von Scotland Yard verhaftet. Großbritanniens Gerichte haben der Auslieferung an Schweden in allen Instanzen zugestimmt. Assange befürchtet allerdings, dass ihn Schweden seinerseits an die USA ausliefern wird und dort droht dem Australier aufgrund des Verrats von Staatsgeheimnissen die Todesstrafe. Bisher hat die USA noch keinen Auslieferungsantrag gestellt. Dies ist allerdings nicht verwunderlich, denn ein solcher Antrag hätte die Entscheidung der britischen Richter mit Sicherheit beeinflusst. Assanges Heimatland Australien hatte ihm im Mai 2012 jegliche Unterstützung verweigert.

Warum Ecuador?
Julian Assange traf gestern Nachmittag bei der ecuadorianischen Botschaft im Londoner Stadtteil Knightsbridge ein und bat dort um Asyl. Der Botschafter reichte diese Anfrage an seine Regierung in Quito weiter und erlaubte Assange, bis zur Entscheidung in der Botschaft zu bleiben. Die Republik Ecuador liegt im Nordwesten von Südamerika, ihr Präsident ist der linksgerichtete Politiker Rafael Correa. Assange hatte Correa im Mai 2012 für seine TV-Sendung "The World Tomorrow", welche vom russischen Nachrichtensender "Russia Today" ausgestrahlt wird, interviewt. Er bezeichnete Correa darin als "linken Populisten". Correa strebt soziale Gerechtigkeit und eine engere Zusammenarbeit der südamerikanischen Länder an. Zugleich will er den Einfluss des Auslands, hierbei geht es um Länder außerhalb Südamerikas, also primär um die USA und Europa, verringern. Ecuador ist allerdings hochgradig von seinen Erdölexporten abhängig und nutzt sein dem Jahr 2000 sogar den US-Dollar als Währung. Viele Ecuadorianer leben in den USA und Europa. Für Ecuador wäre das Asyl also ein zweischneidiges Schwert.

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Ecuador gewährt Julian Assange Asyl

Beitrag von doelf » 16 Aug 2012, 20:59

Ende Juni flüchtete Julian Assange, Mitbegründer der Internetplattform Wikileaks, in die Londoner Botschaft Ecuadors und bat dort um Asyl. Zuvor hatte der britische Supreme Court der Ausweisung des Australiers an Schweden zugestimmt.

Julian Assange befürchtet, dass ihn Schweden an die USA weiterreichen könnte, wo ihm aufgrund des Verrats von Staatsgeheimnissen die Todesstrafe droht. Die Stockholmer Staatsanwaltschaft wirft Assange Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Nötigung vor. Allerdings agierte die Staatsanwaltschaft mit dem Erlassen, Zurückziehen und Wiedererlassen des Haftbefehls alles andere als geschickt. Ecuador teilt Assanges Befürchtungen und hat daher dem Antrag auf politisches Asyl zugestimmt.

Die ecuadorianische Botschaft im Londoner Stadtteil Knightsbridge ist derzeit von der Polizei und Medienvertretern umstellt. Offenbar hat die britische Regierung damit gedroht, den diplomatischen Status des Gebäudes aufzuheben und die Botschaft zu stürmen. Sollte Großbritannien tatsächlich zu solch extremen Maßnahmen greifen, dürften Verschwörungstheoretiker ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt sehen.

Quelle:
http://www.guardian.co.uk/media/2012/au ... ge-ecuador

wigor666

Re: Undurchsichtig: (Kein) Haftbefehl gegen Julian Assange

Beitrag von wigor666 » 17 Aug 2012, 02:30

Hallou,

was heißt "Verschwörungstheoretikern" ? Die ganze Numer ist doch nur ein weiterer Nachweis, für alles was in diese Richtung geht. Piss der US-Regierung, nur heftig genug, ans Bein und Sie bringen dich um, wie schon 1000 mal dagewesen. :mrgreen:

Sie werden ihn genau so kriegen, wartets mal ab, die Imunität wird dann provisorisch, für ne Stunde oder so, aufgehoben, der Kerl wird kassiert und verschwindet sang und klanglos, auf nimmer wiedersehen, wie schon 1000sende vor Ihm. Dann kommter erst irgendwo in Knast und wenn`s um die ganze Sache ruhiger geworden ist, wirder verwurstet :machinegun: , so einfach ist das :pukeon: .

Oder was stand auf dem T-Shirt:

Wenn you go me on the Nerven ill put you into the Gulli do the Deckel druff und do you never come back to the Tageslicht :sunglasses:

und genau das wird passieren, the FBI and the CIA, wie Freddy M. schon sang, hat sich ja mit genug Leuten angelegt, irgendeiner wird schon dafür sorgen.

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Schweden beharrt auf Haftbefehl gegen Julian Assange

Beitrag von doelf » 17 Jul 2014, 12:57

Seit mehr als zwei Jahren lebt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London, da ihm in Großbritannien die Auslieferung an Schweden droht. Die Stockholmer Staatsanwaltschaft hatte nämlich im Jahr 2010 einen europäischen Haftbefehl gegen Assange erlassen, dessen Gültigkeit gestern nochmals bestätigt wurde.

Wir blicken zurück: Julian Assange hatte als Chef der Enthüllungsplattform Wikileaks den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft kräftig auf die Füße getreten. In vielen Medien trat Assange wie ein Star auf, doch dann kam im Jahr 2010 der tiefe Fall. Bei einer Vortragsreise durch Schweden soll der gebürtige Australier mit zwei Frauen einvernehmlichen Sex gehabt haben, sich bei der Ausführung des Geschlechtsaktes aber über die Wünsche seiner Partnerinnen hinweggesetzt haben. Im August 2010 wurde daher zunächst ein Haftbefehl aufgrund Vergewaltigung und sexueller Belästigung ausgestellt, der kurze Zeit später wieder zurückgezogen wurde. Mehrfach wechselten die Vorwürfe und die Zuständigkeiten, bis die neue Chefanklägerin Marianne Ny dann am 18. November 2010 einen europäischen Haftbefehl präsentierte. Dieser umfasst den Verdacht der Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Nötigung.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich Julian Assange bereits in Großbritannien. Dort stellte er sich am 7. Dezember 2010 der Polizei und wurde später auf Kaution freigelassen. In den Jahren 2011 und 2012 kämpfte Assange vor den britischen Gerichten gegen das schwedische Auslieferungsersuchen, doch am 14. Juni 2012 scheiterte er in letzter Instanz vor dem Supreme Courts. Am 19. Juni 2012 flüchtete sich der Australier in die Botschaft Ecuadors und stellte dort einen Antrag auf Asyl. Dies stellt einen Verstoß gegen die Kautionsauflagen dar, so dass Assange auch in Großbritannien straffällig geworden ist. Nach zwei Jahren in der Botschaft zogen Assanges Anwälte nun in Schweden vor Gericht, um den weiterhin gültigen Haftbefehl anzufechten. Doch sie blieben erfolglos.

Gestern entschied das Stockholmer Landgericht unter Richterin Lena Egelin, dass der europäische Haftbefehl gegen Julian Assange in Kraft bleibt. Nach Ansicht der Richterin besteht auch weiterhin die Gefahr, dass der Australier flieht oder sich auf anderen Wegen um der Strafverfolgung bzw. Bestrafung in Schweden entzieht. Der Argumentation der Anwälte, dass die Einschränkung seiner Freiheit, die Assange in den vergangenen beiden Jahren in Großbritannien erlitten hat, in keinem Verhältnis zu den erhobenen Anschuldigungen stehe, wollte die Richterin nicht folgen. Dass die Staatsanwaltschaft noch gar keine Anklage gegen Assange erhoben hat und ihn offiziell nur befragen möchte, spielte in dieser Abwägung offenbar keine Rolle. Die Anwälte wollen die Entscheidung des Landgerichts anfechten.

Quelle:
http://domstol.se/Om-Sveriges-Domstolar ... ion-order/
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Julian Assange will die ecuadorianische Botschaft bald verlassen

Beitrag von doelf » 18 Aug 2014, 08:49

Julian Assange, der Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, hat auf einer Pressekonferenz vor wenigen Minuten mitgeteilt, dass er die ecuadorianischen Botschaft in London bald verlassen werde. Der Australier lebt seit mehr als zwei Jahren in der Botschaft, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen.

Julian Assange hatte am heutigen Morgen zu einer Pressekonferenz in die ecuadorianische Botschaft geladen. Die Pressekonferenz folgt auf ein Interview, in dem Ecuadors Außenminister Ricardo Patino gegenüber der Tageszeitung Guardian Menschenrechtsverletzungen durch die britische Regierung beklagt hatte. Sein Land habe die Briten darum gebeten, Assange im Fall eines gesundheitlichen Notfalls mit einem Botschaftsfahrzeug ins Krankenhaus bringen zu dürfen, ohne dass Assange eine Verhaftung zu befürchten habe. Diese Bitte wurde angeblich abgelehnt. Bereits am Sonntag hatte die "Mail on Sunday" berichtet, dass Assange Probleme mit Herz und Lunge habe und an Bluthochdruck leide. Seit den Morgenstunden verbreitet der Fernsehsender "Sky News" die Meldung, dass Assange sich der englischen Polizei stellen wolle.

In der Pressekonferenz wurden diese Meldungen nur teilweise bestätigt. Zunächst trat Ecuadors Außenminister Ricardo Patino vor die Kamera und erklärte, dass es an der Zeit sei, Julian Assange endlich frei zu lassen und seine Menschenrechte zu respektieren. Ecuador werde Assange auch weiterhin Schutz gewähren und seine Interessen gegenüber Schweden und Großbritannien vertreten. Dann übernahm Julian Assange und beklagte, von der US-Regierung seit vier Jahren verfolgt zu werden. Er betonte, dass ihn keine Frau wegen Vergewaltigung angezeigt habe und weder in Schweden noch in Großbritannien Anklage gegen ihn erhoben wurde. Dennoch stehe seit mehr als zwei Jahren eine Auslieferung an Schweden im Raum. In Großbritannien zeichne sich allerdings ein Umdenken ab, zumindest bei einigen Menschenrechtsgruppen. Erst auf Nachfrage bestätigte Julian Assange, dass er die Botschaft in Kürze verlassen werde. Allerdings nicht aus den Gründen, die "Sky News" derzeit verbreite. Andere Gründe nannte Assange dann ebenso wenig wie einen genaueren Zeitplan. Auch Fragen bezüglich seiner Gesundheit beantwortete der Australier nur ausweichend. Die letzten beiden Jahre hätten seiner Gesundheit nicht gut getan, erklärte er.
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Kehrtwende: Julian Assange soll in London befragt werden

Beitrag von doelf » 13 Mär 2015, 17:43

Jetzt also doch: Die Stockholmer Staatsanwältin Marianne Ny gibt sich geschlagen und will den WikiLeaks-Gründer Julian Assange in London zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen befragen. Eine entsprechende Anfrage hat die Stockholmer Staatsanwaltschaft heute an Assanges Anwälte gerichtet, zusammen mit der Bitte um eine DNA-Probe. Nun muss nur noch Ecuador zustimmen, in dessen Botschaft sich Assange seit August 2012 versteckt.

Wir blicken zurück: Julian Assange hatte als Chef der Enthüllungsplattform Wikileaks den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft kräftig auf die Füße getreten. In vielen Medien trat Assange wie ein Star auf, doch dann kam im Jahr 2010 der tiefe Fall. Bei einer Vortragsreise durch Schweden soll der gebürtige Australier mit zwei Frauen einvernehmlichen Sex gehabt haben, sich bei der Ausführung des Geschlechtsaktes aber über die Wünsche seiner Partnerinnen hinweggesetzt haben. Im August 2010 wurde daher zunächst ein Haftbefehl aufgrund Vergewaltigung und sexueller Belästigung ausgestellt, der kurze Zeit später wieder zurückgezogen wurde. Mehrfach wechselten die Vorwürfe und die Zuständigkeiten, bis die neue Chefanklägerin Marianne Ny dann am 18. November 2010 einen europäischen Haftbefehl präsentierte. Dieser umfasst den Verdacht der Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Nötigung.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich Julian Assange bereits in Großbritannien. Dort stellte er sich am 7. Dezember 2010 der Polizei und wurde später auf Kaution freigelassen. In den Jahren 2011 und 2012 kämpfte Assange vor den britischen Gerichten gegen das schwedische Auslieferungsersuchen, doch am 14. Juni 2012 scheiterte er in letzter Instanz vor dem Supreme Courts. Am 19. Juni 2012 flüchtete sich der Australier in die Botschaft Ecuadors und stellte dort einen Antrag auf Asyl. Dies stellt einen Verstoß gegen die Kautionsauflagen dar, so dass Assange auch in Großbritannien straffällig geworden ist. Nach zwei Jahren in der Botschaft zogen Assanges Anwälte in Schweden vor Gericht, um den Haftbefehl anzufechten. Im Juli 2014 entschied das Stockholmer Landgericht, dass der europäische Haftbefehl gegen Julian Assange weiter in Kraft bleibt und so blieb auch der Australier in der Botschaft.

Die seit fast drei Jahren andauernde Pattsituation ist mehr als lächerlich, schließlich hat die Stockholmer Staatsanwaltschaft noch nicht einmal Anklage gegen Assange erhoben und will ihn - zumindest offiziell - lediglich befragen. Assange fürchtet indes eine Auslieferung von Schweden an die USA, wo ihm eine lebenslange Haftstrafe wegen Geheimnisverrats und Spionage droht.

Quelle:
http://www.theguardian.com/media/2015/m ... -interview
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Re: Kehrtwende: Julian Assange soll in London befragt werden

Beitrag von Mausolos » 13 Mär 2015, 19:08

doelf hat geschrieben:Jetzt also doch: Die Stockholmer Staatsanwältin Marianne Ny gibt sich geschlagen und will den WikiLeaks-Gründer Julian Assange in London zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen befragen. Eine entsprechende Anfrage hat die Stockholmer Staatsanwaltschaft heute an Assanges Anwälte gerichtet, zusammen mit der Bitte um eine DNA-Probe. Nun muss nur noch Ecuador zustimmen, in dessen Botschaft sich Assange seit August 2012 versteckt.
Also so richtig glauben, tue ich's ja nicht, dass sich der Fall Julian Assange in Wohlgefallen auflöst.
Klar ist der Fall mehr als lächerlich, aber das wäre das Letzte, woran sich die USA stören würden. Sie wollen ihn haben ­— tot oder lebendig.
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Assange: Beschwerde vor Oberstem Gerichtshof gescheitert

Beitrag von doelf » 12 Mai 2015, 10:26

Der Oberste Gerichtshof Schwedens hat den europäischen Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange als rechtmäßig und angemessen bestätigt. Nach Ansicht der Richter besteht ein "starkes öffentliches Interesse" an der Klärung der erhobenen Vorwürfe. Zudem hätten die britischen Gerichte in allen Instanzen die Rechtmäßigkeit des Haftbefehls bereits bejaht und akute Fluchtgefahr bestehe auch weiterhin.

Dass sich Assange seit dem 19. Juni 2012 in der Botschaft Ecuadors aufhält, stelle zwar eine Einschränkung seiner Freiheit dar, doch diese sei selbst auferlegt. Der Australier war in Ecuadors Londoner Vertretung geflüchtet, um sich der drohenden Auslieferung an Schweden zu entziehen. Dabei hatte Assange gegen seine Kautionsauflagen verstoßen und sich auch in Großbritannien strafbar gemacht. Über die Verhältnismäßigkeit dieses "freiwilligen" Hausarrests wollen die Richter nicht urteilen, da es sich eben nicht um eine Inhaftierung handelt. Auch die von Assanges Anwälten befürchtete Auslieferung von Schweden an die USA war für die Richter kein Thema. Zum einen lägen keine entsprechenden Anträge vor, zum anderen müssten erst die schwedischen Gerichte und das ausliefernde Land, also Großbritannien, einer solchen Maßnahme zustimmen. In den USA droht dem Wikileaks-Gründer zumindest eine lebenslange Haftstrafe wegen Spionage und Geheimnisverrats. Allerdings räumen die Richter ein, dass man alternative Möglichkeiten prüfen sollte, um den derzeitigen Patt aufzulösen. Dies ändere allerdings nichts an der Gültigkeit des Haftbefehls.

Wir blicken zurück: Julian Assange hatte als Chef der Enthüllungsplattform Wikileaks den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft kräftig auf die Füße getreten. In vielen Medien trat Assange wie ein Star auf, doch dann kam im Jahr 2010 der tiefe Fall. Bei einer Vortragsreise durch Schweden soll der gebürtige Australier mit zwei Frauen einvernehmlichen Sex gehabt haben, sich bei der Ausführung des Geschlechtsaktes aber über die Wünsche seiner Partnerinnen hinweggesetzt haben. Im August 2010 wurde daher zunächst ein Haftbefehl aufgrund Vergewaltigung und sexueller Belästigung ausgestellt, der kurze Zeit später wieder zurückgezogen wurde. Mehrfach wechselten die Vorwürfe und die Zuständigkeiten, bis die neue Chefanklägerin Marianne Ny dann am 18. November 2010 einen europäischen Haftbefehl präsentierte. Dieser umfasst den Verdacht der Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Nötigung.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich Julian Assange bereits in Großbritannien. Dort stellte er sich am 7. Dezember 2010 der Polizei und wurde später auf Kaution freigelassen. In den Jahren 2011 und 2012 kämpfte Assange vor den britischen Gerichten gegen das schwedische Auslieferungsersuchen, doch am 14. Juni 2012 scheiterte er in letzter Instanz vor dem Supreme Courts. Am 19. Juni 2012 flüchtete sich der Australier in die Botschaft Ecuadors und stellte dort einen Antrag auf Asyl. Nach zwei Jahren in der Botschaft zogen Assanges Anwälte in Schweden vor Gericht, um den Haftbefehl anzufechten. Im Juli 2014 entschied das Stockholmer Landgericht, dass der europäische Haftbefehl gegen Julian Assange weiter in Kraft bleibt und so blieb auch der Australier in der Botschaft. Nach der Bestätigung durch den Obersten Gerichtshof Schwedens bleibt Assange nur noch der Weg vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Quelle:
http://www.hogstadomstolen.se/Domstolar ... mening.pdf
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