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Re: Julian Assange wird erst Mitte November befragt

Verfasst: 19 Mai 2017, 12:50
von Mausolos
Ein freier Mann ist Julian Assange deswegen aber noch nicht.
Scotland Yard hat heute erklärt, Assange werde wegen der Verstöße gegen die Kautionsauflagen im Jahr 2012 sofort verhaftet, wenn er die Botschaft verlässt. Der europäische Haftbefehl sei seitens der britischen Gerichte auch nicht erloschen.

Außerdem verjähren Assanges Verbrechen in Schweden erst im August 2020. Bis dahin könnten die Ermittlungen wieder eröffnet werden.

zeit.de/digital/internet/2017-05/julian-assange-wikileaks-ermittlungen-ende

Kautionsflüchtling Julian Assange droht weiter Verhaftung

Verfasst: 13 Feb 2018, 17:53
von doelf
Obwohl die schwedische Generalstaatsanwältin Marianne Ny die Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange im Mai 2017 eingestellt hatte, sitzt der Australier weiterhin in der Londoner Botschaft Ecuadors fest. Die britische Gerichtsbarkeit will ihn nämlich auch weiterhin als Kautionsflüchtling dingfest machen.

Die Geschichte begann auf einer Vortragsreise im Jahr 2010, auf welcher Assange bei der Ausführung des Geschlechtsaktes gegen schwedisches Recht verstoßen haben soll. Der zu Beginn einvernehmliche Sex endete mit dem Verdacht der Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Nötigung sowie einem europäischen Haftbefehl. Als dieser ausgestellt wurde, befand sich der Australier allerdings nicht mehr in Schweden, sondern in Großbritannien. Dort stellte er sich am 7. Dezember 2010 der Polizei und wurde später auf Kaution freigelassen. In den Jahren 2011 und 2012 kämpfte Assange vor den britischen Gerichten gegen das schwedische Auslieferungsersuchen, doch am 14. Juni 2012 scheiterte er in letzter Instanz vor dem Supreme Courts. Am 19. Juni 2012 flüchtete sich der Australier in die Botschaft Ecuadors und stellte dort einen Antrag auf Asyl. Seither gilt Assange als Kautionsflüchtling, der beim Verlassen der Botschaft verhaftet werden soll.

Daran ändert auch die Tatsache, dass Schweden die Ermittlungen vor neun Monaten eingestellt hat, herzlich wenig, wie Richterin Emma Arbuthnot vom Amtsgericht in Westminster heute befand. Assanges Anwälte hatten argumentiert, dass es nicht im Interesse der Allgemeinheit liege, ihren Mandaten weiterhin wegen eines Kautionsvergehens, welches vor fünfeinhalb Jahren stattgefunden habe, zu belangen. Doch die Richterin ist anderer Meinung: Es sei das falsche Zeichen für alle gegen Kaution entlassenen Angeklagten, wenn Assange sein selbst gewähltes Exil einfach so verlassen dürfe. Er müsse, wie jeder andere auch, vor ein Gericht treten und sich den Konsequenzen seiner eigenen Entscheidungen stellen.

Quelle:
https://www.theguardian.com/media/2018/ ... st-warrant

Re: Julian Assange wird erst Mitte November befragt

Verfasst: 15 Feb 2018, 10:40
von Mausolos
Vielleicht will die britische Justiz an Julian Assange ein Exempel statuieren und ihm die Kosten für 5½ Jahre Wachposten vor der ecuadorianischen Botschaft in London in Rechnung stellen.

Julian Assange sollte jetzt vielleicht wirklich bei Donald Trump Asyl beantragen.
Aber da wird die NSA letzten Endes nicht mitspielen, denn die NSA will an Julian Assange ein Exempel statuieren.

Re: Julian Assange wird erst Mitte November befragt

Verfasst: 15 Feb 2018, 11:37
von doelf
Auf Trump sollte sich Assange lieber nicht verlassen. Es sei denn, ihn plagt eine akute Todessehnsucht...