Schon getestet: Intel Core i7-7700K vs Core i7-6700K

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doelf
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Schon getestet: Intel Core i7-7700K vs Core i7-6700K

Beitrag von doelf »

Obwohl Intel seine Kaby-Lake-CPUs für schnelle Notebooks und Desktops erst im Januar präsentieren will, wurden diese CPUs bereits vor Wochen von chinesischen Webseiten getestet. Und nun wartet auch Hexus mit einem umfangreichen Vergleich auf, der das Spitzenmodell der Skylake-Familie, den Core i7-6700K, mit seinem Nachfolger Core i7-7700K konfrontiert. Welchen Mehrwert bietet Kaby Lake für Übertakter?

Seit dem Lynnfield im kurzlebigen Sockel LGA 1156 hält Intel bei seinen schnellsten Desktop-CPUs an vier Kernen und acht Threads. Mehr Kerne gibt es nur für die deutlich kostspieligeren Enthusiasten-Plattformen. Dies gilt auch sieben Generationen später für den Core i7-7700K und tatsächlich hat sich in den vergangenen sieben Jahren nicht so viel getan:
  • Die vier Kerne des im dritten Quartal 2009 vorgestellten Core i7-870 (Lynnfield, 45 nm) takten mit 2,933 GHz und erreichen einen maximalen Turbotakt von 3,60 GHz. Der Prozessor verfügt über 8 MiB Smart-Cache und weist eine TDP von 95 Watt auf. Mit zwei integrierten Speicherkanälen und DDR3-1333 kommt der Lynnfield auf eine Bandbreite von 21 GB/s, Grafikkarten werden über 16 PCIe-Lanes der zweiten Generation angebunden. Eine integrierte Grafikeinheit gibt es nicht.
  • Die vier Kerne des im dritten Quartal 2015 vorgestellten Core i7-6700K (Skylake, 14 nm) takten mit 4,00 GHz und erreichen einen maximalen Turbotakt von 4,20 GHz. Der Prozessor verfügt über 8 MiB Smart-Cache und weist eine TDP von 91 Watt auf. Mit zwei integrierten Speicherkanälen und DDR4-2133 kommt der Skylake auf eine Bandbreite von 34,1 GB/s, Grafikkarten werden über 16 PCIe-Lanes der dritten Generation angebunden. Die integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics 530 taktet mit bis zu 1,15 GHz und besitzt keinen dedizierten Grafikspeicher.
  • Die vier Kerne des für Anfang 2017 geplanten Core i7-7700K (Kaby Lake, 14 nm) takten mit 4,20 GHz und erreichen einen maximalen Turbotakt von 4,50 GHz. Der Prozessor verfügt über 8 MiB Smart-Cache und weist eine TDP von 91 Watt auf. Mit zwei integrierten Speicherkanälen und DDR4-2400 kommt der Kaby Lake auf eine Bandbreite von 38,4 GB/s, Grafikkarten werden über 16 PCIe-Lanes der dritten Generation angebunden. Die integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics 630 taktet mit bis zu 1,15 GHz und besitzt keinen dedizierten Grafikspeicher.
Wie obiger Vergleich zeigt, ist Intel dem Grundrezept des Lynnfield treu geblieben und hat lediglich an der Taktschraube gedreht sowie die Anbindungen von Arbeitsspeicher und Grafikkarten beschleunigt. Zudem wurden neue Befehlssatzerweiterungen eingeführt und eine, für die Käufer der K-Modelle eher uninteressante, Grafiklösung integriert. Ach ja, der Listenpreis ist von 305 auf 350 US-Dollar gestiegen. Obwohl der Fertigungsprozess von 45 auf 14 nm geschrumpft wurde, zeigt sich der Stromverbrauch fast unverändert. Dies ist den höheren Taktraten sowie der Integration der Grafiklösung geschuldet.

Verglichen mit dem Core i7-6700K wirft der Core i7-7700K also 200 bis 300 MHz CPU-Takt sowie DDR4-2400 in die Waagschale und kann diese Vorteile auch in die erwarteten Leistungsgewinne umsetzen. Beim Übertakten erreichten die Tester mit dem Kaby Lake 4,85 GHz und damit 250 MHz mehr als beim Skylake. Das ist ganz nett, haut aber niemanden vom Hocker. Die integrierte Grafikeinheit verharrt indes auf dem Niveau der Skylake-Generation und zeigt nur in Bezug auf die Video-Engine Neuerungen: Diese kann VP9-Inhalte (8/10 Bit) komplett in der Hardware dekodieren und mit 8 Bit Farbtiefe auch transkodieren. Zudem wurde die Unterstützung von HEVC (De-/Encoding) auf 4K-Auflösung, 10 Bit Farbtiefe sowie 60 Hertz erweitert.

Das Fazit der Kollegen von Hexus: Intel betreibt bei seinen Desktop-Plattformen seit sechs Jahren Produktpflege, mehr aber auch nicht. Diese Aussage bezieht sich auf die Generation "Sandy Bridge", bei der Intel den Grafikkern erstmals in die Desktop-CPUs integriert hatte. Intels Dienst nach Vorschrift eröffnet eine Chance für AMDs Zen, wieder frischen Wind und Innovationen in den Markt zu bringen und die dicke Staubschicht von den Desktop-PCs zu blasen.

Quelle:
http://hexus.net/tech/reviews/cpu/99820 ... kaby-lake/
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