Kolumne: Das Klima unter Donald Trump

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doelf
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Kolumne: Das Klima unter Donald Trump

Beitrag von doelf » 08 Mai 2017, 19:05

US-Präsident Donald Trump und der von diesem eingesetzte Leiter der US-Umweltbehörde EPA Scott Pruitt setzen auf die reinigende Selbstregulierung der Wirtschaft. Sämtliche Informationen zum Klimawandel wurden von den Webseiten der EPA entfernt, der neue Leitspruch lautet "Sensible regulations for economic growth" ("Sinnvolle Regelungen für das Wirtschaftswachstum") und nun sollen Wirtschaftsvertreter den Wissenschaftsrat ersetzen.

Schon mit Scott Pruitt, dem jahrelangen Erzfeind der EPA, hatte Trump den Bock zum Gärtner ernannt, doch nun soll das Sahnehäubchen auf dem Grabstein der US-Umweltbehörde platziert werden: Pruitt hat mindestens fünf Wissenschaftler aus dem Wissenschaftsrat der EPA entlassen und will diese nun durch Wirtschaftsvertreter ersetzen. Laut J. P. Freire, dem Sprecher der EPA, vertritt Pruitt die Ansicht, dass nur die Unternehmensvertreter die Auswirkungen von Regelungen auf die Allgemeinheit einschätzen können:
"The administrator believes we should have people on this board who understand the impact of regulations on the regulated community."
Die neue EPA setzt konsequent auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und die Wirtschaft will keine zusätzlichen Kosten. Von nun an geht es nicht mehr um Umweltschutz, sondern nur noch um die Rückabwicklung bereits bestehender Regelungen. Möglicherweise wird man am Aktionsprogramm zum Kampf gegen die Bettwanzen festhalten, doch falls sich die possierlichen Krabbeltierchen in der Hotelkette des Präsidenten einnisten sollten, wird man sie vermutlich zum Standard erklären. Und zur Bewältigung des Klimawandels, sofern es diesen überhaupt gibt, hat man schließlich Klimaanlagen.

Gut, der neue Wissenschafts- pardon: Wirtschaftsrat der EPA ist auch nicht viel unsinniger als die deutsche Praxis, die Abgaswerte neuer Fahrzeugmodelle durch deren Hersteller ermitteln zu lassen. Doch während man in Deutschland die Automobilindustrie recht schamlos hofiert, legt man den Umweltbehörden und der Forschung zumindest keine Steine in den Weg. Das sieht unter Trump und seinem nationalen Verdummungs-Team schon ganz anders aus. Bei EPA und NASA werden derzeit über Jahre laufende Forschungsprojekte nur aufgrund ihrer Kosten eingestellt, ohne die Ergebnisse zu würdigen oder die Ziele zu berücksichtigen. Unter einem Präsidenten, für den es nur kurze Adjektive wie "great", "bad" oder "sad" gibt, spielen langweilige Begriffe wie Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein oder ökologischer Fußabdruck keine Rolle mehr. Fußabdrücke wird man in den kommenden Jahren nur noch auf den verlängerten Rücken gefeuerter Wissenschaftler vorfinden und nachhaltig werden sich nur die Taschen der Industrie füllen. Andererseits ist es eine gute Gelegenheit für Europa und China, Wissenschaftler aus den USA abzuwerben. Schließlich muss nicht gleich der ganze Planet verdummen, nur weil die USA es uns vormacht...
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neO
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Re: Kolumne: Das Klima unter Donald Trump

Beitrag von neO » 08 Mai 2017, 20:10

Zum Glück hat "das Kapital" schon herausgefunden, dass die Energiestrahlen in Form von Sonnenlicht vom Himmel fallen und man nur noch
entsprechende Auffanggeräte drunterhalten braucht um die Energie dann profitabel verkaufen zu können.

Windkraft und Solarenergie wird der Renner.

Das werden die alten Energieriesen allerdings erst zugeben, wenn sie selber den Markt komplett an sich gerissen haben.
Konkurrenz oder gar Eigenversorgung verdirbt das Monopol.
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