"Loop Disease" verbreitet sich unter iPhone 7 und 7 Plus

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"Loop Disease" verbreitet sich unter iPhone 7 und 7 Plus

Beitrag von doelf » 16 Aug 2018, 18:43

Wie Motherboard berichtet, gibt es ein Qualitätsproblem bei Apples iPhone 7 und 7 Plus. Die Lötstellen der 2016 eingeführten Smartphones zeigen so langsam Alterungserscheinungen, was zu einem Ausfall des Audio-Chips führt. Kurze Zeit später bleiben die Telefone dann beim Einschalten in einer Schleife hängen, weshalb Motherboard den Fehler als "Loop Disease" bezeichnet.

Das Problem
Den Fehler erläuterte Federico Cerva, der in London eine Werkstatt für die iPhone-Reperatur betreibt. Zunächst ist das Lautsprechersymbol bei Telefonaten ausgegraut und die App Sprachnachrichten lässt sich nicht mehr aufrufen. Einige Zeit nach dem Auftreten dieser Symptome startet das iPhone dann gar nicht mehr - es verfängt sich in einer Schleife, aus der es kein Entrinnen gibt. Wer auf dem Display wieder mehr als einen angebissenen Apfel sehen möchte, muss sich an Cerva oder einen seiner Mitbewerber wenden, denn einen Rückruf seitens Apple gibt es nicht.

Ein Ausblick
Vermutlich ist die Zahl der betroffenen Geräte noch zu klein, Cerva repariert derzeit zwischen zehn und fünfzehn pro Woche, doch die Häufung des Fehlers ist zweifelsohne auffällig. Sollte es sich tatsächlich um fehlerhafte Lötstellen handeln, dürfte die Zahl der betroffenen Geräte in den kommenden Monaten steil ansteigen. Unklar ist, ob Apples Auftragsfertiger Foxconn diesen Fehler irgendwann erkannt und behoben hat. Wurde der Fehler im Laufe der Produktionszeit korrigiert, liegen Foxconn und Apple die Daten der betroffenen Geräte vor, so dass ein gezielter Rückruf möglich ist.

Das Problem: 12 Monate Herstellergarantie
Da Apple auf seine hochpreisigen Telefone nur zwölf Monate Herstellergarantie gibt, wird das Problem derzeit auf die Kunden abgeladen. Fast alle iPhones der Baureihe 7 dürften vor über einem Jahr gekauft worden sein, so dass nun nur noch die kostenpflichtige Zusatzgarantie Apple Care Plus greift. Wurde das Telefon innerhalb der Europäischen Union gekauft, besteht zwar noch Gewährleistung, doch im Gegensatz zur Garantiezeit muss man dem Hersteller einen Produktionsfehler nachweisen.

Apple verlangt hierfür ein "Gutachten von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen mit dem Sachgebiet Öffentliche Mobilfunknetze nutzende Endgeräte", wie man beispielsweise bei Vodafone nachlesen kann. Der übliche Stundensatz solcher Gutachter liegt bei rund 150 Euro pro Stunde (inklusive Mehrwertsteuer) plus Zusatzkosten für die Dokumentation und der Kunde muss hierfür in Vorleistung gehen. Findet der Sachverständige keinen eindeutigen Produktionsfehler, bleibt der Kunden auf diesen Kosten sitzen.

Quelle:
https://motherboard.vice.com/en_us/arti ... apple-logo
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