Flash-Speicher: Die Preise fallen langsam

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doelf
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Flash-Speicher: Die Preise fallen langsam

Beitrag von doelf » 02 Nov 2019, 18:45

Während der Handelskonflikt zwischen Japan und Südkorea die Kurse für Arbeitsspeicher im Juli in die Höhe schießen ließ, blieben die Auswirkungen auf die Flash-Chips moderat. Gleiches gilt allerdings auch für den Preisverfall, der am Spot-Markt in Taiwan inzwischen wieder eingesetzt hat.

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Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man am Freitag durchschnittlich 2,307 US-Dollar auf den Tisch legen. Dies bedeutet einen Rückgang um 1,37 Prozent im Vergleich zu Anfang Oktober, im Laufe des September hatte der Kurs dieser Chips noch um 3,71 Prozent nachgegeben. Im Jahresverlauf ist der Preis dieser Chips um 23,63 Prozent gesunken.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,258 US-Dollar und ist preislich recht unattraktiv. Nachdem ihr Preis im September um 9,71 Prozent gefallen war, notieren wir für Oktober einen Anstieg um 3,34 Prozent. Auch im Vergleich zu November 2018 sehen wir einen Preisanstieg, allerdings nur um 1,67 Prozent.

Wer statt MLC die Variante TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) für seine Produkte einkauft, bekommt 256 Gb schon für 2,822 US-Dollar (-2,22%). Der Kurs der TLC-Chips ist schon seit Monaten sehr konstant (Oktober: -1,06%; September: -0,92%; August: -0,30%; Juli: -0,71%; Juni: -0,03%; Mai: +2,06%; April: -0,34%). TLC-Chips sind bei Schreibzugriffen langsamer als MLC (2 Bit pro Zelle) oder SLC (1 Bit pro Zelle), da immer drei Bit gelöscht und dann neu geschrieben werden müssen. Wir beobachten die Preisentwicklung dieser Chips erst seit März 2019.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Freitag war ein Euro zum Handelsschluss 1,1166 US-Dollar wert und notierte damit um 1,7 Prozent stärker als Anfang Oktober. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro allerdings 1,95 Prozent eingebüßt. Da in den meisten Produkten TLC-Chips zum Einsatz kommen, sind die Preise nach wie vor sehr günstig. Man kann bei SSDs, Speicherkarten und USB-Sticks folglich bedenkenlos zugreifen, wobei die Preise auf lange Sicht weiter fallen werden.

Quelle:
https://dramexchange.com/
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