Arbeitsspeicher: Preise haben im Dezember angezogen

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doelf
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Arbeitsspeicher: Preise haben im Dezember angezogen

Beitrag von doelf »

Abgesehen von einem kurzen Anstieg im Juli, welcher seine Ursache in politischen Spannungen zwischen Japan und Südkorea hatte, brachte uns das Jahr 2019 stetig fallende DRAM-Preise. Für 2020 rechnen Marktbeobachter allerdings mit einer Verknappung der Chips, so dass der Spot-Markt in Taiwan das Jahr als Vorbote mit einem spürbaren Preisanstieg beschloss.

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Für den Speichertyp DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8 musste man gestern im Schnitt 3,050 US-Dollar (+11,03%) auf den Tisch legen, was dem Preisniveau von Oktober bzw. Juli entspricht. In den vergangenen vier Monaten hatten wir derweil einen andauernden Preisverfall von 4,62, 6,89, 7,03 bzw. 8,42 Prozent gesehen. Ziehen wir den Vorjahreskurs heran, sind die 8Gb-Chips allerdings um beachtliche 51,98 Prozent billiger geworden. Mehr Speicher pro US-Dollar bekommt man derzeit nicht.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,793 US-Dollar und notiert damit um glatt neun Prozent über dem Kurs von Anfang Dezember. Für Mitte Juni und Mitte Oktober 2019 hatten wir ähnliche Stände vermerkt. Über die vorausgegangenen vier Monate hatten sich diese Chips um 4,91, 7,83, 7,83 und 1,05 Prozent verbilligt. Der Blick auf Januar 2019 bescheinigt uns indes einen Kursrutsch um 40,63 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,598 US-Dollar gezahlt. Mit 6,39 Prozent ist der Kurs dieser Chips weniger stark angestiegen, allerdings hatte er zwischen Anfang Oktober und Anfang Dezember auch nur um 1,61, 1,95 bzw. 3,47 Prozent nachgegeben. Im Verlauf der letzten zwölf Monate sind die DDR3-Chips um 37,82 Prozent billiger geworden.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1159 US-Dollar wert und notierte damit um 1,22 Prozent stärker als Anfang Dezember. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 2,07 Prozent eingebüßt. Wir müssen zugeben, dass wir keinen derart schnellen Preisanstieg erwartet hatten. Der Ausblick ist derzeit unklar und die Preise profitieren hierzulande noch vom Tiefstand im November. Wer Arbeitsspeicher braucht, sollte jetzt zugreifen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

Quelle:
https://dramexchange.com/
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