Arbeitsspeicher: Die Preise fallen weiter

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doelf
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Arbeitsspeicher: Die Preise fallen weiter

Beitrag von doelf »

Nachdem uns 2019, abgesehen von einem kurzen Anstieg im Juli, stetig fallende DRAM-Preise gebracht hatte, startete das erste Quartal von 2020 mit saftigen Aufschlägen von rund 30 Prozent. Doch der COVID-19-Ausbruch hatte im März für eine Trendwende gesorgt, die sich im Laufe des April und Mai weiter verfestigen konnte: Arbeitsspeicher wird wieder billiger!

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Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 3,053 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Preisrutsch von 8,04 Prozent binnen Monatsfrist entspricht. Schon Anfang Mai 2020 hatten wir einen ähnlich starken Rückgang (-8,72%) notiert und zwischen Januar und April hatte sich der Preisanstieg immer weiter abgeschwächt (+12,56%, +11,03%, +3,79%, +2,08%). Der aktuelle Kurs liegt um 11,14 Prozent über dem Tiefstand von Anfang Dezember 2019, zugleich aber auch um 10,89 Prozent unter dem Preis, der noch vor einem Jahr verlangt worden war.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,892 US-Dollar. Bei diesen Chips hatten wir schon Anfang April 2020 einen Rückgang um 4,51 Prozent notiert, im Mai war ihr Kurs dann um weitere 6,47 Prozent gefallen und diesmal notieren wir einen Einbruch um 4,44 Prozent. Viele Käufer waren aufgrund der steigenden Kurse auf die kleineren Chips ausgewichen, was deren Preise jedoch zunehmend unattraktiv werden ließ. Die 4Gb-DDR4-Chips kosten derzeit 15,02 Prozent mehr als Anfang Dezember 2019 und liegen auch um 3,67 Prozent über dem Preis von Juni 2019.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,570 US-Dollar gezahlt, was einem Preisrückgang um 5,71 Prozent entspricht. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (+6,39%, +9,39%, +11,61%), war es Anfang April zu einem Einbruch um 9,28 Prozent gekommen. Im Mai hatte ihr Kurs um weitere 5,93 Prozent nachgegeben. Zieht man den Tiefstand von Dezember 2019 heran, beläuft sich der Aufschlag nur noch auf 4,53 Prozent. Die Chips sind zudem um 3,97 Prozent teurer als im Vorjahresmonat.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1132 US-Dollar wert und notierte damit um 0,61 Prozent stärker als Anfang Mai 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 0,33 Prozent eingebüßt. Solange die Corana-Krise anhält, erwarten wir einen negativen Einfluss auf das Konsumverhalten und somit auch volle DRAM-Lager. Und volle Lager bedeuten fallende Preise.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

Quelle:
https://dramexchange.com/
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