iPhones: Unlautere Geschäftspraktiken hinsichtlich Wasserschäden

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doelf
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iPhones: Unlautere Geschäftspraktiken hinsichtlich Wasserschäden

Beitrag von doelf »

In seiner Werbung macht Apple die eigenen Telefone nass und verspricht den Käufern Wasserresistenz für bis zu 30 Minuten bei einer Eintauchtiefe von einem bis vier Meter. Säuft das Telefon trotzdem früher ab, verweigert der Hersteller in der Regel die Garantie. Die italienische Kartellbehörde sieht hierin unlautere Geschäftspraktiken und hat den US-Konzern zu einer Strafe in Höhe von 10 Millionen Euro verurteilt.

Laut Kartellbehörde sind Apples Versprechungen hinsichtlich der Modelle iPhone 8, 8 Plus, XR, XS, XS Max, 11, 11 Pro und 11 Pro Max alles andere als praxisnah, denn die angepriesenen Werte lassen sich nur unter Laborbedingungen unter Verwendung von statischem und reinem Wasser erzielen. Dummerweise machen die Verbraucher ihre Telefone nur sehr selten in Laboren nass - in der Regel fallen die Geräte in Pfützen, Spül- oder Toilettenschüsseln. Das dort anzutreffende Wasser ist alles andere als laborrein und selbst salziges Meerwasser entspricht keinesfalls Apples Vorgaben.

Die Konstruktion der Telefone bietet zwar auch unter diesen Bedingungen einen gewissen Schutz, doch Angaben wie bis zu 30 Minuten oder Tiefen von ein bis vier Metern sind sind dann reine Makulatur. Zudem enthalten Apples Garantiebedingungen einen generellen Haftungsausschlusses, welchen das Unternehmen wie folgt formuliert: "Die Garantie deckt keine durch Flüssigkeiten verursachten Schäden ab". Wer sein iPhone nass werden lässt und es dabei beschädigt, ist somit immer selber schuld und letztendlich der Dumme. Italiens Kartellbehörde sah hierin eine gewisse Diskrepanz, die wir sehr gut nachvollziehen können.

Erschwerend kommt hinzu, dass Apple bei diesem Haftungsausschluss nicht zwischen der gesetzlich vorgeschriebenen und seiner freiwilligen Herstellergarantie unterscheidet. Der Verbraucher hat letztendlich keine Möglichkeit, Ansprüche hinsichtlich der beworbenen Wasserbeständigkeit durchzusetzen. Aus diesen Gründen haben die Wettbewerbsschützer eine Strafe in Höhe von 10 Millionen Euro gegen Apple Distribution International und Apple Italia Srl verhängt. Zudem muss das Unternehmen auf seiner italienischen Webseite unter dem Link "Verbraucherschutzinformationen" auf diese Angelegenheit hinweisen.

Quelle:
https://www.agcm.it/media/comunicati-st ... 11/PS11578
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Mausolos
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Re: iPhones: Unlautere Geschäftspraktiken hinsichtlich Wasserschäden

Beitrag von Mausolos »

doelf hat geschrieben: 01 Dez 2020, 14:52 In seiner Werbung macht Apple die eigenen Telefone nass und verspricht den Käufern Wasserresistenz für bis zu 30 Minuten bei einer Eintauchtiefe von einem bis vier Meter.
Es soll wirklich Kinder geben, die das Smartphone ins Aquarium werfen, um mit den Fischen telefonieren zu können. 8)
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doelf
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Re: iPhones: Unlautere Geschäftspraktiken hinsichtlich Wasserschäden

Beitrag von doelf »

Hmm. Fische sind ja auch die reinsten Plappermäuler :lol:
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Mausolos
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Re: iPhones: Unlautere Geschäftspraktiken hinsichtlich Wasserschäden

Beitrag von Mausolos »

Ich hatte vor Jahren diese Szene mit den Fischen als Zeichentrick auf der Webseite eines Versicherungsunternehmens für Smartphones gesehen, die bei Wasserschäden (z.B. Smartphone im Aquarium) die Kosten übernehmen.
Übrigens zahlte diese Versicherung nicht bei Diebstahl des Smartphones, sondern nur bei Raub, der auch entsprechend polizeilich gemeldet sein musste.
Linux :)
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