Arbeitsspeicher: Preise steigen nach Stromausfall bei Micron

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doelf
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Arbeitsspeicher: Preise steigen nach Stromausfall bei Micron

Beitrag von doelf »

Am 3. Dezember 2020 war es in Microns Fab 11 zu einem gut einstündigen Stromausfall gekommen. Das Werk in Taoyuan City, Taiwan kam mit der Übernahme von Inotera zu Micron und verarbeitete zuletzt ca. 125.000 Wafer pro Monat. Dies entspricht rund neun Prozent der weltweiten DRAM-Produktion. Obwohl die Fab 11 hauptsächlich DDR4- und LPDDR4-Chips im 10-nm-Prozess fertigt, sind insbesondere die DDR3-Chips teurer geworden.

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Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 2,890 US-Dollar auf den Tisch legen, das sind 1,55 Prozent mehr als Anfang November. Zuletzt war der Kurs dieser Chips um 3,62 Prozent gefallen, nachdem wir im Oktober und September Aufschläge von 0,27 bzw. 12,88 Prozent gesehen hatten. Von Januar bis April 2020 hatte es bei diesen Chips einen sich abschwächenden Preisanstieg gegeben (+12,56%, +11,03%, +3,79%, +2,08%), ab Mai folgten dann Abschläge in einem ähnlichen Rahmen (-8,72%, -8,04%, -12,09%, -2,79%). Blicken wir ein Jahr zurück, so ist der Preis um 5,21 Prozent gestiegen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,724 US-Dollar und liegt damit um 2,74 Prozent über dem Kurs von November 2020. Bei diesen Chips hatte der Preisverfall schon im April (-4,51%) eingesetzt und bis November angehalten (-6,47%, -4,44%, -5,34%, -1,68%, -0,80%, -2,18%, -1,81%). Dennoch offenbart der Blick auf den Vorjahreswert nun wieder einen Anstieg um 4,80 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,664 US-Dollar gezahlt, was einem heftigen Preisanstieg von 12,66 Prozent entspricht. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (+6,39%, +9,39%, +11,61%), folgte von April bis August ein kontinuierlicher Preisverfall (-9,28%, -5,93%, -5,71%, -5,10%, -3,96%). September (+2,66%), Oktober (-1,84%) und November (+2,43%) zeigten sich uneinheitlich. Binnen zwölf Monaten ist dieser Kurs um 10,79 Prozent gestiegen.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,2123 US-Dollar wert und notierte damit um 1,98 Prozent stärker als Anfang November 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar um 9,62 Prozent zugelegt. Die zukünftige Preisentwicklung wird weiterhin von der in vielen Teilen der Welt ungebremsten Corana-Pandemie geprägt. Kurzfristig werden jedoch die beim Stromausfall zerstörten Wafer das Überangebot verringern und die Preise steigen lassen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

Quelle:
https://dramexchange.com/
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