NVIDIA stellt nForce 780a / 750a SLI für AMDs Phenom vor

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NVIDIA stellt nForce 780a / 750a SLI für AMDs Phenom vor

Beitrag von doelf » 06 Mai 2008, 14:19

Auf den NDA-Dokumenten steht vermerkt, dass die Informationssperre zu NVIDIAs nForce 780a SLI Chipsatz am 25.03.2008 fällt. Optimisten hatten den Chipsatz bereit Ende 2007 erwartet, nun wird er offiziell erst heute, am 06.05.2008 vorgestellt. Während die Journalisten - zumindest einige - geduldig auf den Ablauf der Sprerrfrist warteten, konnten Endkunden entsprechende Mainboards bereits seit einer guten Woche im Handel erwerben.

Viel Zeit ist vergangen, seit NVIDIA seinen letzten, wirklich neuen High-End Chipsatz für die AMD-Plattform vorgestellt hat. Es war im Mai vor zwei Jahren und der Chipsatz war der nForce 590 SLI, welcher später als nForce 680a SLI getuned und tiefergelegt ein weiteres Mal auf die Piste geschickt wurde.

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Doch nun ist der nForce 780a SLI endlich da und bietet echte Neuerungen:
  • * PCI-Express 2.0: Entsprechenden PCI-Express Geräten steht mit PCI-Express 2.0 die doppelte Bandbreite - 5,0 statt 2,5 GT/s bzw. 500 statt 250 MByte/s pro Lane - zur Verfügung. Eine mit 16 Lanes angebundene Grafikkarte kann somit auf eine Bandbreite von 16 GB/s zurückgreifen.

    * 3-Wege-SLI: Der Chipsatz kann maximal drei Grafikkarten ansteuern. Dabei wird die primäre Grafikkarte mit vollen 16 Lanes angebunden, während sich die zweite und dritte Grafikkarte weitere 16 Lanes teilen. NVIDIA verspricht hierdurch eine bis zu 2,8-fach höhere Leistung im Vergleich zum Betrieb mit einer einzelnen Grafikkarte.

    * Hybrid Power: Bisher passten Low-Cost Merkmale wie onboard Grafik und High-End Features wie 3-Wege-SLI nicht zusammen, doch mit Hybrid Power ändert sich dies. Der nForce 780a SLI Chipsatz enthält eine Grafikeinheit, welche die Grundversorgung übernimmt. Die Grafikkarten werden nur dann zugeschaltet, wenn 3D-Leistung angefordert wird. Ansonsten verbrauchen sie keinen Strom und machen auch keinen Lärm. Leider unterstützen derzeit nur die Modelle GeForce 9800 GX2 und GeForce 9800 GTX diese Technologie.

    * GeForce Boost: Sollte jemand auf die leicht absurde Idee kommen, ein nForce 780a SLI basierendes Mainboard nur mit der onboard Grafik zu betreiben und dabei feststellen, dass die 3D-Leistung sehr schwach ist, kann er die 3D-Performance durch den Einbau einer GeForce 8500 GT oder GeForce 8400 GS verbessern. Dabei unterstützt die onboard GPU die diskrete GPU der Grafikkarte.

    * Enthusiast System Architecture (ESA): Mit ESA kennzeichnet NVIDIA eigene und fremde Hardware, deren Performance die höchsten Ansprüche befriedigen kann. Von NVIDIAs neuen Chipsätzen für AMD Prozessoren ist nur der nForce 780a SLI ESA-zertifiziert.
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Betrachten wir den Chipsatz ein wenig genauer: NVIDIA verwendet zwei Chips, wobei die nForce 780a SLI MCP alle traditionellen Aufgaben eines Chipsatz übernimmt und die Mehrzahl der PCI-Express 2.0 Anbindungen in einen nForce 200 ausgelagert wurden. Der nForce 200 verwirklicht 32 Lanes, welche als 16/8/8 auf drei Grafikkarten verteilt werden.

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Zusätzlich können drei PCI-Express 2.0 x1 Geräte über die nForce 780a SLI MCP angebunden werden, hinzu kommen bis zu fünf 32-Bit PCI-Geräte, sechs Serial-ATA 3 Gb/s- und zwei ATA133-Laufwerke. Neben zwölf USB 2.0-Anschlüssen, HD-Audio und einem Gigabit-LAN Controller beinhaltet der Chip besagte Grafikeinheit. Die Grafikeinheit erlaubt den Anschluss von Bildschirmen via VGA, DVI sowie HDMI und unterstützt die Videobeschleunigung PureVideo HD.

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Für Mainboards der Mittelklasse gibt es zudem den preiswerteren nForce 750a SLI Chipsatz, der zwar kein 3-Wege-SLI, aber zumindest den normalen Tandembetrieb mit zwei Karten unterstützt.

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Zur 700a-Familie gehört auch der nForce 730a Chipsatz, welcher seit einiger Zeit auf Mainboards der Einstiegsklasse zu finden ist. Wir bereiten derzeit einen Test des nForce 780a SLI Chipsatzes vor, welcher in den nächsten Tagen erscheinen wird.

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