Briten verlieren Daten von Militärpersonal und Lehrern

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doelf
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Briten verlieren Daten von Militärpersonal und Lehrern

Beitrag von doelf » 28 Sep 2008, 10:59

Die "Service Personnel and Veterans Agency" der Royal Air Force (RAF) in Innsworth im englischen Gloucester besitzt Personaldaten des britischen Militärs, welche mit hoher Sicherheit eingestuft werden. Doch derzeit ist in Großbritannien nur eines sicher: Dass die Daten der Bürger absolut unsicher gehandhabt werden. So wurden Datensätze von tausenden Personen, die in den britischen Streitkräften dienen oder gedient haben, in Innsworth entwendet. Auch eine CD mit den Daten von 11.423 Lehrern wird vermisst, ein Lieferdient scheint sie verschlampt zu haben.

Doch zunächst zurück nach Innsworth: Dort kümmert sich die "Service Personnel and Veterans Agency" um die Daten von rund 900.000 Militärangehörigen. Drei tragbare USB-Festplatten, welche von der Einrichtung genutzt werden, wurden entwendet und lassen Militär und Polizei ratlos aussehen. Auf den Datenträgern befanden sich hoch vertrauliche Informationen, soviel scheint sicher. Doch was dort gespeichert war, scheint niemand so ganz genau zu wissen. Schlimmer noch: Es steht nicht einmal fest, dass die Daten verschlüsselt waren.

Das "General Teaching Council" (GTC) hat sich bereits vor drei Tagen an 11.423 Lehrer gewendet und sich bei diesen entschuldigt. Auf dem Postweg zwischen einem externen Dienstleister und der GTC war eine CD verschwunden, welche Namen, Adressen, Lehrereferenznummern und Änderungsdaten der betroffenen Lehrer enthielt. Die Sozialversicherungsnummer oder Finanzdaten befanden sich nach Angaben der GTC nicht auf dem Datenträger, zudem hatte man die Daten verschlüsselt.

Großbritannien macht sein Monaten Schlagzeilen mit verlorenen Personendaten. Zunächst wurde ein Laptop verschlampt, auf dem sich Datensätze von rund 15.000 Personen befanden. Danach ging eine CD verloren, welche Informationen über die Kunden der Lebensversicherung "Standard Life" enthielt. Anschließend verschwanden zwei CDs mit den Datensätzen von rund 25 Millionen Einwohnern, die Adressen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern und Bankdaten jedes Bürgers, der in Großbritannien Kindergeld bezieht, enthalten. Danach wurde bekannt, dass eine "sichere Einrichtung" in Iowa City, USA eine Festplatte mit den Datensätzen aller britischen Führerscheinprüflinge aus den Jahren 2004 bis 2007 vermisst. Es folgte der Diebstahl eines Notebooks, auf dem die Datensätze von rund 600.000 Personen, welche für das britische Militär arbeiten oder sich dort beworben haben, unverschlüsselt gespeichert waren. Kurze Zeit später musste der britische Verteidigungsminister Desmond Henry Browne eingestehen, dass zwischen Dezember 2005 und Oktober 2006 zwei weitere Notebooks mit unverschlüsselten Personendaten verschwunden waren.

Quelle:
http://www.timesonline.co.uk/tol/news/u ... 836948.ece

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The Grinch
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Re: Briten verlieren Daten von Militärpersonal und Lehrern

Beitrag von The Grinch » 29 Sep 2008, 05:34

Soviele Datensätze wie hier verloren gingen, soviele Einwohner hat die Insel ja gar nicht :lol:

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doelf
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Re: Briten verlieren Daten von Militärpersonal und Lehrern

Beitrag von doelf » 29 Sep 2008, 09:20

Stell dir vor, du bist Veteran der Luftwaffe, hast zwei Kinder, für die du Kindergeld bekommst, warst wegen des Schießens eines Schwans auf der Themse für 6 Monate im Knast und arbeitest nun als Lehrer. Dann bist du gleich vierfach betroffen. Skandalös!

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Re: Briten verlieren Daten von Militärpersonal und Lehrern

Beitrag von The Grinch » 29 Sep 2008, 09:28

Man kann sich das einfacher machen und schiesst anstatt eine Schwan einen der Königlichen Corgies!
Da hat man dann kein Problem mehr weil man gleich im Tower gehängt wird.

Aber diese "Verlustigkeit" der britischen Daten ist schon reichlich Hahnebüchen.

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