Prey: Die Neuauflage erscheint am 5. Mai 2017

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Prey: Die Neuauflage erscheint am 5. Mai 2017

Beitrag von doelf » 01 Feb 2017, 13:19

Bethesda Softworks wagt einen Neustart des Spiels "Prey", allerdings unter geänderten Vorzeichen: Die Handlung wurde von einem außerirdischen Raumschiff auf eine Raumstation der Menschheit verlagert, wir bleiben aber in einer Umlaufbahn um die Erde und auch auf der Station wimmelt es von feindlich gesinnten Aliens. Gestrichen wurde der indianische Hintergrund des Protagonisten und statt übernatürlicher Veranlagungen helfen uns außerirdische Fähigkeiten.

Video: https://youtu.be/4SrLO8be5H0

Eine lange, lange Vorgeschichte
Als 3D Realms im Jahr 1995 erstmals über "Prey" sprach, steckten die Ego-Shooter noch in den Kinderschuhen. 1992 hatte id Software mit "Wolfenstein 3D" den Grundstein für dieses Genre gelegt und ein Jahr später "Doom" nachgeschoben. 3D Realms verdiente sich 1996 mit "Duke Nukem 3D" seine eigenen Sporen und wollte mit "Prey" dann einen echten Meilenstein setzen. Doch genau wie bei "Duke Nukem Forever", an dem 3D Realms von 1997 bis 2009 werkelte, wurde auch "Prey" einfach nicht fertig. Im Jahr 2009 übernahm Gearbox Software die Entwicklung von "Duke Nukem Forever" und brachte das Spiel im Mai 2011 auf den Markt. Die Umsätze blieben aber unter den Erwartungen und die Tester bemängelten die verstaubte Technik. "Prey" war zwischenzeitlich unter die Räder geraten, denn 3D Realms hatte sich ab 1999 ganz auf "Duke Nukem Forever" konzentriert und den ambitionierten Titel zur Seite gelegt. 2001 wurde die Entwicklung dann wieder aufgenommen, allerdings nicht von 3D Realms. Stattdessen wurde die Firma Human Head Studios mit der Entwicklung beauftragt, welche hierzu die Doom-3-Engine von id Software lizenzierte. Das fertige Spiel wurde dann im Juni 2006 für Windows und die Xbox 360 veröffentlicht, eine Version für Mac OS X folgte im Januar 2007. Die Bewertungen waren überwiegend positiv, doch seit Bethesda Softworks die Rechte an der Marke "Prey" im Jahr 2009 übernommen hatte, wird das Spiel nicht mehr vertrieben. Die Arbeiten am Nachfolger "Prey 2" wurden im Oktober 2014 eingestellt, zuvor hatte sich Bethesda Softworks mit Human Head Studios überworfen.

Das neue "Prey"
Und nun kommt "Prey" doch zurück, aber nicht als Fortsetzung, sondern als Neuauflage oder neudeutsch "Reboot". Für das neue "Prey" sind die Entwickler von Arkane Studios verantwortlich, die mit "Dishonored: Die Maske des Zorns" und "Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske" bereits zwei hochkarätige Stealth-Spiele auf den Markt gebracht haben. Neben einer PC-Version wird "Prey" auch für die PlaySation 4 und die Xbox One erscheinen. Rein technisch gesehen ist auch der Reboot von "Prey" ein Ego-Shooter, doch es gibt starke Rollenspielelemente und es soll auch eine richtige Handlung geben. Wir schreiben das Jahr 2032, US-Präsident John F. Kennedy hat das Attentat überlebt und viel Geld in die Erforschung des Weltalls gepumpt. Nun steht fest, dass es außerirdisches Leben gibt und dass diese Aliens namens Typhon nicht viel von der Menschheit halten. Nach mehreren Angriffen auf die Erde wurde die Raumstation "Talos I" gebaut, welche den Mond umkreist und als Guantanamo für gefangene Typhon dient. Nach einer Privatisierung gehört das Lager der TranStar Corporation, die an den Außerirdischen Experimente durchführt. Ziel dieser Versuche ist es, die erstaunlichen Fähigkeiten der Typhon auf Menschen zu übertragen. Doch, wie so oft in solchen SciFi-Szenarien, geht etwas völlig schief, die Typhon entkommen und wir finden uns in die Rolle des "Morgan Yu" auf einer Raumstation voller feindlicher Aliens wieder.

Zu Beginn des Spiels können wir die Fähigkeiten, das Aussehen und das Geschlecht von "Morgan Yu" festlegen. Besondere Fähigkeiten können wir im weiteren Verlauf von den Außerirdischen übernehmen, denn die Arbeit der TranStar Corporation ist nicht ohne Früchte geblieben. Die Raumstation "Talos I" erlebt der Spieler von innen und außen als Ganzes, denn sie wurde nicht in einzelne Level untergliedert. Dies schafft einerseits mehr Freiheit bei Bewegungen, ermöglicht andererseits aber auch alternative Handlungsabläufe. Jede Aktion des Spielers hat Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Geschichte, im Vergleich zur Dishonored-Reihe wird bei "Prey" aber weniger geschlichen und dafür mehr geballert. Als technische Basis für "Prey" dient die erprobte CryEngine, was auf ein vergleichsweise Bug-freies Erlebnis hoffen lässt.

Quelle:
https://prey.bethesda.net/
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