USB-Stick, SD, eMMC, SSD, HDD - Bestes Betriebssystemspeichermedium für Einplatinencomputer?

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neO
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USB-Stick, SD, eMMC, SSD, HDD - Bestes Betriebssystemspeichermedium für Einplatinencomputer?

Beitrag von neO » 20 Mär 2016, 02:09

Hallo,

welches Speichermedium wäre am besten für das Betriebssystem eines Einplatinencomputers oder gar die Nutzung einer Auslagerungsdatei (swap):

Die Prioritäten wären wie folgt:

1. Haltbar
2. Schnell
3. Sparsam (Energie)
4. Günstig
5. Klein

Bei den ganzen elektronischen Speichermedien sollen ja die Speicherzellen von 1.000x bis 100.000x wiederbeschreibbar sein, so dass eine Software mehr Zellen benötigt als Speicherlatz angegeben ist um verlorene nicht mehr zu benutzen und die Informationen trotzdem wiederherstellen zu können (afaik).

Welche Technologie ist da am besten im Sinne der Haltbarkeit.

Wäre die Reihenfolge:
SSD
eMMC
HDD
SD
USB
?

Muß man auf die Technologie der SSD / eMMC achten (NAND: SLC MLC TLC, NOR: ?) ?

Mit freundlichen Grüßen
One
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Mausolos
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Re: USB-Stick, SD, eMMC, SSD, HDD - Bestes Betriebssystemspeichermedium für Einplatinencomputer?

Beitrag von Mausolos » 20 Mär 2016, 10:43

One hat geschrieben:Bei den ganzen elektronischen Speichermedien sollen ja die Speicherzellen von 1.000x bis 100.000x wiederbeschreibbar sein, so dass eine Software mehr Zellen benutzt als möglich um verlorene nicht mehr zu benutzen und die Informationen trotzdem wiederherstellen zu können (afaik).
1000 × wiederbeschreibbar ist eine gängige Aussage zu den Flash-Zellen. Technisch betrachtet muss es wiederbefüllbar heißen.

Zur Haltbarkeit geben seriöse Hersteller den Wert TBW (Terra Bytes Written) und die Garantiedauer an.
75 TBW in 5 Jahren heißt dann: gut 38 GiB täglich.

Das ist genug, um fünf Jahre lang täglich drei HDTV-Fernsehprogramme (720p/1080i) von 100 Min. Dauer aufzuzeichnen.
In der Praxis halten die Flash-Zellen sogar viel länger.

SLC-SSDs schaffen doppelt so viele TBW (Terra Bytes Written) wie MLC und MLC wiederum das Doppelte von TLC.
SLC - 1 Speicherbit
MLC - 2 Speicherbits
TLC - 3 Speicherbits
Linux :)

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doelf
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Re: USB-Stick, SD, eMMC, SSD, HDD - Bestes Betriebssystemspeichermedium für Einplatinencomputer?

Beitrag von doelf » 20 Mär 2016, 11:04

SSDs und HDDs sind ähnlich gut haltbar. Während bei HDDs mechanische Ausfälle dominieren, sind es bei SSDs Firmware-Fehler und kaputte Controller-Chips. Geschwindigkeit und Stromverbrauch sprechen natürlich für SSDs. Schnelle SD-Karten und USB-Sticks werden zuweilen recht heiß, bei SD-Karten ist das natürlich problematischer.

Gruß
Michael
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Mausolos
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Re: USB-Stick, SD, eMMC, SSD, HDD - Bestes Betriebssystemspeichermedium für Einplatinencomputer?

Beitrag von Mausolos » 20 Mär 2016, 11:10

doelf hat geschrieben:Schnelle SD-Karten und USB-Sticks werden zuweilen recht heiß, bei SD-Karten ist das natürlich problematischer.
Ja — und das Hitzeproblem betrifft auch die SSDs auf den mSATA oder M.2-Kärtchen, weswegen diese gar nicht für den Einsatz in einem Desktop PC (ATX-Format) prädestiniert sind. Wenn die Chips zu warm werden, drosselt der SSD-Controller die Geschwindigkeit und somit die Stromaufnahme.

SSDs im 2,5-Zoll-Metallgehäuse können besser gekühlt werden und behalten bei längeren Schreibzugriffen daher auch ihre volle Geschwindigkeit.
Linux :)

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Re: USB-Stick, SD, eMMC, SSD, HDD - Bestes Betriebssystemspeichermedium für Einplatinencomputer?

Beitrag von neO » 16 Apr 2016, 00:34

Meine neue "schnelle" evo+ SD-Karte im Pi3 Lesegerät hatte Temperaturen um die 40 Grad.
Standard Frequenz ist da wohl 50Mhz.
Leider konnte ich nicht auf 80 oder 100Mhz overclocken um die Temperatur zu messen
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