16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

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Mausolos
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16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von Mausolos »

Hallo,
es geht hier um das Modell HP250 mit 15"-FHD-Display, Intel Core i5-6200U, 4 GIB RAM (gesteckt), 500 GB HDD, DirectX12, TPM2.0,
das eine 1 TB SSD bekommen soll, sowie einen größeren Arbeitsspeicher.

Derzeit steht noch zur Diskussion, ob die Fa. Microsoft® ihr Windows 11 nicht erst ab Intel Core 8. Generation bzw. ab AMD ZEN2 Architektur freigeben wird, sondern auch für Intel Skylake/Kaby Lake und AMD ZEN/ZEN+. Das fragliche HP250 erfüllt zumindest alle restlichen Anforderungen.

Nun ist die Preisfrage: Sollen wir einfach einen zweiten 4 GiB-RAM-Riegel dazustecken oder in 2 × 8 GiB RAM investieren?
Die CPU ist nur ein Zweikerner, das Notebook wird aber mindestens bis zum Laufzeitende von MS-Windows 10 im Homeoffice betrieben werden.
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neO
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Re: 16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von neO »

Von Geld und der Ressourcenschonung her, wäre es gut den einen 4GB Riegel zu behalten und nur noch einen weiteren 4GB Riegel dazukaufen zu müssen.

Mir reichen die 8GB Rechner meißt völlig aus.

Den größte Nutzung des Speichers habe ich beim Office-Rechner, wenn ich sehr viele Seiten mit viel Bildern und Werbung, etc im Browser offen habe.

Vielleicht können die anderen noch was zu "vorrausladen" im Windowssystem und speicherintensiven Anwendungen unter Windows sagen.

Bei mir läuft meißt Linux.

Gruß

neO
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Mausolos
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Re: 16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von Mausolos »

POV-Ray 3.7 Benchmark: Intel Core i5-6200U
1 Kern / 1 Thread: 257 PPS
2 Kerne / 4 Threads: 597 PPS
Multithreadverhältnis: 2,323

Die Werte sind typisch für einen Intel Skylake und heute nichts besonderes mehr. Siehe hier.
Das Kühlsystem dieses Notebooks kommt nicht an seine Grenze, denn drei Durchläufe auf allen CPU-Kernen brachten jeweils exakt die selben PPS.
Die 15 Watt Thermal Design Power (TDP) werden mit dem Core i5-6200U möglicherweise gar nicht erreicht.

Wenn allerdings dann diese Hardware für M$-Win11 doch freigegeben wird und 8 GiB RAM in drei Jahren an die Grenze stoßen, …
Tja, das wäre Ressourcenverschwendung und schade ums Geld. — Ich tendiere aber trotzdem zu den 8 GiB für dieses HP250.
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neO
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Re: 16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von neO »

„640 kB sollten eigentlich genug für jeden sein.“ - Bill Gates
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Mausolos
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Re: 16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von Mausolos »

Dieser Ausspruch wird Bill Gates lediglich zugeschrieben. Er habe das gar nicht so gesagt, dementiert er.

Bzgl. 16 GiB RAM in einem Notebook fürs Homeoffice der nächsten 5 Jahre bin ich mal noch auf andere Meinungen gespannt.
Denn da gab es erst kürzlich eine Diskussion wegen aktueller Notebooks, bei denen 4 GiB RAM aufgelötet sind und weitere 4 GiB gesteckt und ob man nicht besser eine Notebook-Variante kauft, bei dem 8 GiB aufgelötet sind und ein Steckplatz mit einem weiteren 8 GiB Riegel vorhanden ist.
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Re: 16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von doelf »

Für Office und Internet: Ein zweiter 4-GiB-Riegel und ein 1-TB-SSD.
Für die Bearbeitung großer Fotos, Videos und Musik: Ein 8-GiB-Riegel und ein 1-TB-SSD.
Wenn das Geld locker sitzt und die Akku-Laufzeit keine große Rolle spielt: Zwei 8-GiB-Riegel und ein 1-TB-SSD.

Im Detail: Eine 2-Kern-CPU wäre mit 8 GiB RAM gut bedient, doch es gibt speicherintensive Anwendungen, wo mehr Speicher nicht schadet. Aber mehr Speicher braucht auch mehr Strom und das geht auf die Akku-Laufzeit, wobei bei einem doch schon etwas älteren Gerät die Frage nach dem Akku-Zustand im Raum stehen sollte.

In der Praxis werden auf den meisten Notebooks beim Start viele unsinnige Programme in den Arbeitsspeicher geladen, drei Virenscanner prügeln sich um die Vorherrschafft und sieben Messenger piepsen um die Wette. Wer da ausmistet und Software mit Verstand installiert, hat schon viel gewonnen.

Gruß

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Re: 16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von Mausolos »

Also meinst du, dass RAM Single- oder Dual-Channel-Mode bei Office, Foto & Video keine Rolle spielen?
Man kann zum vorhandenen (oder aufgelöteten) 4 GiB RAM einfach 8 GiB dazustecken?
Soweit ich informiert bin, würde dann der Bereich bis 8 GiB im Dual-Channel-Mode laufen, der Bereich von 8 GiB—12 GiB im Single-Channel-Mode.

Weißt du vielleicht, an welcher Stelle der RAM-Bereich im System für die Grafik (iGPU) reserviert wird (Shared-Memory)?
Liegt dieser nahe am Anfang des RAM-Bereiches oder ein Bereich unterhalb der RAM-Endes?
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Re: 16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von neO »

Mausolos hat geschrieben: 01 Aug 2021, 10:35 Dieser Ausspruch wird Bill Gates lediglich zugeschrieben. Er habe das gar nicht so gesagt, dementiert er.

Gut zu wissen!

Es kommt einen mit Windows auch eher so vor, als wenn es nicht genug Speicher geben könnte.
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Re: 16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von Mausolos »

Noch eine Frage zum RAM eines älteren Notebooks mit Intel Sandy Bridge CPU (B960):

Ist es egal, ob man zu einem DDR3-1333 RAM-Riegel mit 16 Chips (8 pro Seite) à 256 MiB (Elpida) "Dual Rank"
einen weiteren RAM-Riegel mit 8 Chips (4 pro Seite) à 512 MiB (Kingston, Hynix oder Nanya) dazusteckt, der möglicherweise "Single Rank" ist?
Beispielsweise habe ich hier zwei Datenblätter:
Kingston KVR1333D3S9/4G
Kingston KVR13S9S8/4
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Re: 16 GiB RAM für Business-Notebook sinnvoll?

Beitrag von doelf »

Also:
Der Dual-Channel-Betrieb erhöht den Speicherdurchsatz und belastet die CPU. Speicherlastige Anwendungen profitieren, CPU-lastige verlieren minimal.
Im Schnitt ist Dual-Channel vorteilhaft, insbesondere für die iGPUs ohne eigenen Grafikspeicher.

Idealerweise sind die Module identisch aufgebaut, also gleiche Modulgröße, gleiche Chips, gleiche Ranks. Dann erzielt man den höchsten Speicherdurchsatz. Geht man Kompromisse ein, kostet das Leistung. Und das sowohl bei unterschiedlich aufgebauten Modulen als auch bei unterschiedlichen Modulgrößen. In der Praxis ist das aber kaum spürbar - außer beim Spielen auf der iGPU.

Die Aussage bezüglich des Dual/Single-Wechsels bei unterschiedlich großen Modulen ist korrekt.

Gruß

Michael
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