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Im Test: ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi

Verfasst: 29 Aug 2006, 10:25
von doelf
Mit dem M2N32-SLI Deluxe bietet ASUS ein opulentes Mainboard mit passiver Heatpipe-Kühlung für AMDs DDR2-Prozessoren an. Wir haben dieses Mainboard in der WiFi-Edition knapp drei Monate lang mit diversen BIOS-Versionen und 12 Speicherriegeln getestet.

Allerdings testeten wir das M2N32-SLI Deluxe nicht alleine: Am vergangenen Wochenende sollte unser Vergleichtest der drei Sockel AM2 Platinen ASUS M2N32-SLI Deluxe, Biostar TForce 590 SLI Deluxe und MSI K9N SLI Platinum online gehen, doch aufgrund neuer BIOS-Versionen müssen die Mainboards von Biostar und MSI nachsitzen.

Da wir euch zumindest das ASUS M2N32-SLI Deluxe nicht länger vorenthalten wollen, haben wir uns entschlossen, den Testbericht umzuschreiben und zunächst das ASUS M2N32-SLI Deluxe einzeln vorzustellen. Die anderen AM2 Mainboards werden wir nachreichen, sobald die neuen BIOS-Versionen getestet wurden. Der Artikel zum MSI K9N SLI Platinum wird voraussichtlich in einer Woche folgen.

Zum Testbericht: ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi
https://www.au-ja.de/review-am2mainboardsI-1.phtml

Re: Sneak Preview: ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi

Verfasst: 29 Aug 2006, 11:56
von Erkek
doelf hat geschrieben:...ASUS legt wieder Wert darauf, dass seine Mainboards leise arbeiten. Daher kommt auf dem M2N32-SLI Deluxe WiFi eine aufwendige Heatpipe zum Einsatz, die ihre Arbeit gut verrichtet, solange man zwei Punkte beachtet:

1. Das Mainboard darf nicht über Kopf - also mit den Steckplätzen nach oben verbaut werden.
Warum eigentlich?

Re: Sneak Preview: ASUS M2N32-SLI Deluxe WiFi

Verfasst: 29 Aug 2006, 12:01
von MadMax
Erkek hat geschrieben:
doelf hat geschrieben:...ASUS legt wieder Wert darauf, dass seine Mainboards leise arbeiten. Daher kommt auf dem M2N32-SLI Deluxe WiFi eine aufwendige Heatpipe zum Einsatz, die ihre Arbeit gut verrichtet, solange man zwei Punkte beachtet:

1. Das Mainboard darf nicht über Kopf - also mit den Steckplätzen nach oben verbaut werden.
Warum eigentlich?
Deswegen:
Das Wärmerohr besteht aus einem hermetisch gekapselten Rohr mit je einer Wärmeübertragungsfläche für Wärmequelle und -senke. Das Rohr ist mit einer gewissen Menge eines Wärmeübertragungsmediums gefüllt. Das Medium ist zum Teil flüssig und füllt den restlichen Raum mit Dampf aus. Dadurch ist der Druck im Rohr sehr klein, und die Flüssigkeit an der heißen Seite beginnt sofort zu verdampfen, wenn Wärme zugeführt wird. Der Dampf strömt zur Senke (Kühlzone) und gibt die Verdampfungswärme durch Kondensation ab. Bei geeigneter Konstruktion des Wärmerohrs zirkuliert das Medium allein durch Schwerkraft oder durch die Kapillarwirkung eines Dochtes. Außerdem können so begrenzte Entfernungen überbrückt werden.

Der Vorteil des Wärmerohrs liegt in der hohen Wärmestromdichte (Für Wasser-Kupfer-Wärmerohre bis ca. 40W/cm² einkoppelbarer Wärmestrom) und der antriebslosen Zirkulation des Fluids. Auch lassen sich Quell- und Senkenmedium sicherer getrennt halten, wenn sie nicht vermischt werden dürfen, weil eines davon beispielsweise giftig ist.

Verfasst: 29 Aug 2006, 12:03
von doelf
Stimmt! Hätte der alte Newton die Schwerkraft nicht erfunden, wäre vieles leicher :smoke:

Verfasst: 29 Aug 2006, 14:39
von The Grinch
doelf hat geschrieben:Stimmt! Hätte der alte Newton die Schwerkraft nicht erfunden, wäre vieles leicher :smoke:
Erfunden hat er die Schwerkraft ja nicht, aber die passende Erklärung hat er gefunden!

Ist denn dann ein Wärmerohr vergleichbar zu einer Headpipe?
Zumindest ist das Funktionsprinzip ja sehr ähnlich. Oder ist Wärmerohr nur eine andere Definition/Name für Headpipe?

Wenn dem so ist, dann dürften ja fast alle CPU-Kühler, mit entspr. Technik, niemals Überkopf montiert werden?!?

Verfasst: 29 Aug 2006, 15:20
von doelf
Erfunden hat er die Schwerkraft ja nicht, aber die passende Erklärung hat er gefunden!
...und in seinem Buch "Warum mir der Ziegel auf den Fuß fiel" veröffentlicht wurde.

Bei CPU-Kühlern hast du ja meist nicht nur eine Heatpipe, sondern mehrere und zudem einen Lüfter. Der Lüfter begünstigt die Kondensation, mehrere Heatpipes mit zumeist unterschiedlicher Ausrichtung gleichen die Gesamtperformance aus. Im Prinzip stimmt es jedoch: Wenn die Heatpipe nach unten zeigt, funktioniert sie nicht oder nur schlecht. Insbesondere bei grenzwertiger Belastung bricht der Wärmetransport zusammen und die Kühlleistung bricht stark ein.

Gruß

Michael

Verfasst: 29 Aug 2006, 15:28
von The Grinch
Holla!
Das steht aber nirgens bei den CPU-Kühlern.
Jedenfalls hab ich das bisher noch nirgens in einer Beschreibung so gelesen :evil:

Verfasst: 29 Aug 2006, 18:06
von pSychopOpe
Bei einigen (z.B. Asetek VapoChill Micro), die extrem auf eine optimale Heatpipefunktion angewiesen sind, steht es dabei

Verfasst: 29 Aug 2006, 23:25
von MadMax
The Grinch hat geschrieben:Ist denn dann ein Wärmerohr vergleichbar zu einer Headpipe?
Zitiert hab ich aus dem "Heatpipe"-Eintrag bei Wikipedia ;)

Verfasst: 30 Aug 2006, 06:01
von The Grinch
Danke MadMax, aber das hab ich dann später auch gefunden.