Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

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doelf
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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von doelf » 25 Aug 2015, 13:23

Mausolos hat geschrieben:
doelf hat geschrieben:Ich kenne genug Beispiele aus allen Preisklassen, bei denen der Trafo oder einzelne LEDs ausgefallen sind.
Das Problem ist mir auch bekannt und dem Preiskampf geschuldet.
Die LEDs werden bis zu deren »absolut maximum ratings« ausgequetscht.
Konventionelle Trafos findet man bei LED-Technik aber nicht mehr, sondern billige Billigstschaltnetzteile.
Und deswegen macht die Stromversorgung nach drei Jahren die Grätsche, wenn die LEDs gerade einmal ein Zehntel der versprochenen Lebenszeit runter haben. Daher plädiere ich ja für LED-Leuchtmittel in Hochvoltsockeln.

Gruß

Michael
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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von Mausolos » 01 Sep 2015, 15:14

doelf hat geschrieben:Daher plädiere ich ja für LED-Leuchtmittel in Hochvoltsockeln.
Diese Leuchtmittel hier — links billige, rechts aufwendige Spannungswandlung — haben beide nur zwei Monate gehalten.
Und inzwischen ist eine zweite LED-Lampe mit dem Billig-DC/DC-Wandler (links im Bild) ausgefallen.

Bild
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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von Loner » 01 Sep 2015, 15:37

ich habe seit August 2013 - 4x Philips LED Reflektorlampe PAR16 Spot 6 W, hell wie 50 W, GU10 40° dimmbar, 230-240 V, 830 warmton 210757
bei mir im Badezimmer als Deckenbeleuchtung verbaut und keinerlei Probleme. Sind mit 18€/Stück aber auch nicht ganz billig.
sapere aude!

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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von doelf » 01 Sep 2015, 16:03

Ich habe LED-Birnen von Osram, Pharox, Philips, Ikea seit Monaten bzw. Jahren im Einsatz und bisher kein Ausfall.
Bei uns laufen auch noch ganz viele Kompaktleuchtstofflampen von Ikea, die gehen einfach nicht kaputt.
Von welchen Firmen stammen die ausgefallenen LEDs?

Gruß

Michael
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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von Mausolos » 01 Sep 2015, 17:59

Die GU10-Sockel LEDs mit AC/DC-Wandler der billigsten Sorte (zwei Kondensatoren, zwei Widerstände, ein Gleichrichter — links im Bild oben) waren beim Kauf eines 4fach Deckenstrahlers für 20 Euro schon dabei.

Die andere LED-Lampe mit dem kleinen Trafo stammt aus einem Verkaufsanhänger, der an ein verkehrt verdrahtetes 3-Phasen-Netz anschlossen wurde: N-L1-L2-L3 waren vertauscht.
→ Überspannung 400V — die GU10-Sockel-LEDs der Thekenbeleuchtung starben allerdings erst ein paar Tage später.

Rein äußerlich würde man vermuten, die LED-Lampe im Glasgehäuse & Keramiksockel sei hochwertiger. Sie sterben aber wie die Fliegen!
In diesem Fall ist jedoch die Vollplastikausführung (rechts im Bild oben) mit echtem Schaltnetzteil ausgestattet.
Linux :)

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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von doelf » 02 Sep 2015, 10:53

Gut, das erklärt einiges. Billige Lampen inklusive Leuchtmittel sind ein echtes Problem, da wird dann echter China-Schrammel mitgeliefert. Wenn man ein paar Euro in die Leuchtmittel investiert, halt die wesentlich länger. Selbst die Kompaktleuchtstofflampen von Ikea sind bei uns schon acht Jahre im täglichen Einsatz - ohne einen Ausfall.

Gruß

Michael
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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von MadMax » 26 Dez 2015, 14:01

Im Frühjahr haben wir bei meiner Bekannten mit dem Umzug alle Lampen ersetzt. Dummerweise haben wir damals nicht darauf geachtet, LED-Lampen mit gesockeltem Leuchtmittel zu kaufen. Mal sehen, wie lange die halten.

Ich muss mir jetzt mit bevorstehendem Umzug auch sämtlich Lampen neu kaufen. Diesmal werde ich aber auch gesockelte Leuchtmittel achten.

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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von neO » 11 Feb 2017, 22:37

Altes Thema, immer noch aktuell.:

29.1.2017, 12:23
LED-Lampen gelten als umweltfreundlich. Doch 70 Prozent der Produkte sind komplett Elektroschrott, sobald das fest eingebaute Leuchtmittel kaputtgeht.
https://www.golem.de/news/elektroschrot ... 25869.html


Ich als Bastler, betreibe mehrere LED-Lampen in Reihe direkt an einer einstellbaren Konstant-Strom Quelle für 3,50 Euro und somit nicht mehr an ihrem eigentlichen Vorschaltgerät (12V LED Lampen, günstiges 42V DC Netzteil).

Dadurch kann ich auch den Strom reduzieren und mehrere Lampen für die gleiche Helligkeit benutzen, wodurch die Dinger nicht so Schweineheiß werden und vielleicht auch ihre Lebenszeit überstehen.
+ Ebenso ist die Energie-Effiziens bei niedriger Auslastung höher und der Strom aufgrund der höheren Spannung niedriger, was zu niedrigeren Verlusten führt.

Kann man aber nicht von jedem verlangen, seine eigene Leuchte zu bauen.
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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von doelf » 12 Feb 2017, 12:29

Bisher habe ich mit LED-Leuchtmitteln sehr gute Erfahrungen gemacht (Osram, Philips und die Eigenmarken von Aldi und Norma). Alle Leuchtmittel funktionieren einwandfrei und es sind auch keine einzelnen Dioden ausgefallen. Ich verwende LEDs für Standardsockel wie E14, E27, GU10 usw. sowie als Ersatz für Neonröhren und Linienlampen.

Bei fest verbauten LEDs sieht es anders aus, da sind in meinem Umfeld rund ein Viertel bis ein Drittel nach wenigen Jahren mit Ausfällen aufgefallen. Häufig sind es die Spannungswandler, die gleich die komplette Lampe lahmlegen. Quer durch alle Preisklassen wird hier nur billiger Mist verbaut. Aber auch der Ausfall einzelner Dioden ist leider alles andere als selten. Sieht man ja auch bei vielen Autos...

Michael
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Re: Keine große Leuchte - LED-Licht und die geplante Obsoleszenz

Beitrag von neO » 12 Feb 2017, 15:44

Ja, bei in Reihe verbauten LEDs reicht auch oft der Ausfall nur einer LED aus, um die ganze Lampe dunkel zu machen.
Dies passiert wohl oft bei den "teueren", "sparsamen "Designer"-Lampen
Da meißt verschlossen und schlecht gekühlt, am obersten Limit betrieben, sind diese Ausfälle dort wahrscheinlicher.


Bei 40.000 Std Betriebszeit, währen selbst bei 6 Std. täglicher Benutzung ca. 18 Jahre Lebenszeit möglich.
Und das Ende ihrer Lebenszeit ist offiziell meißt bei einer Reduktion auf 70% oder 80% Leuchtkraft erreicht.
Also leuchten sie sogar noch länger.

Meiner Einschätzung nach, schaffen das die Leuchten, die außen über 50°C heiß werden, nicht.
Ich habe mir aber noch nicht die Mühe gemacht zu versuchen, den bisherigen Helligkeitsverlust meiner günstig eingekauften LED-Leuchten zu messen.

Wahrscheinlich sind die Riesen-TV-Displays in 3 Jahren schon so günstig, dass sich die ersten damit einen Himmel an die Decke "tapezieren" werden.
Ich möchte trotzdem, dass ich meine Leuchten nicht da schon wieder neu kaufen muss.


Gruß

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