Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von doelf » 11 Mär 2019, 15:35

Unter Linux lässt sich solch ein Name schon umbenennen oder löschen.
Das einzige Zeichen, das unter Linux im Dateinamen verboten ist, ist der Schrägstrich, weil der für Unterverzeichnisse steht.
Für Linux gibt es die von Windows 10 erfundenen Sonderzeichen ja nicht - aber dort werden die Dateien gar nicht erst angezeigt und lassen sich somit auch nicht umbenennen. Ist natürlich klasse, wenn man seine Pornosammlung oder Passwortdateien verstecken will. Ansonsten werte ich das weiterhin als Bug ;-)

Den Artikel habe ich gerade aktualisiert.

Gruß

Michael
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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von Mausolos » 11 Mär 2019, 16:16

doelf hat geschrieben:
11 Mär 2019, 15:35
Für Linux gibt es die von Windows 10 erfundenen Sonderzeichen ja nicht - aber dort werden die Dateien gar nicht erst angezeigt und lassen sich somit auch nicht umbenennen.
Im au-ja.de-Artikel auf Seite 3 schreibst du von der Gesamtlänge des Pfades, die nicht mehr als 250 Zeichen haben darf.
Normalerweise ist unter Linux die max. Pfadlänge auf 4096 Bytes und die max. Dateinamenlänge auf 255 Bytes beschränkt.

Quelle: https://github.com/torvalds/linux/blob/ ... x/limits.h

Und warum sollte WinX Multibyte-Characters wie z.B. ∑ oder ∅ als unerlaubte Sonderzeichen behandeln?
Linux :)

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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von doelf » 11 Mär 2019, 18:23

Wie zuvor sind nicht die Dateinamen ausschlaggebend, sondern die Länge des Pfades der Freigabe:

Beispiel:
Ich lege auf fritz.box folgende Struktur an:

USBStick\FOLDER-01\T\abcdefghijklmnopqrstuvwxyz01234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901.txt

Dann wird diese Datei unter Linux gar nicht angezeigt. Sie ist unsichtbar und es ist kein Zugriff möglich. Offenbar ist es der FRITZ!Box völlig Wurst, was Linus da so festgelegt hat => Ein Fehler!

Windows 10 zeigt die Datei an, verkürzt den Pfad jedoch und ersetzt die überzähligen Zeichen durch Sonderzeichen. Da diese Multibyte-Zeichen im Dateinamen nicht vorkommen, ist das ebenfalls falsch. Auch hier ist kein Zugriff möglich.

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Multibyte-Zeichen nicht erlaubt sind. Sie kommen im Dateinamen aber nicht vor und haben daher auch nichts im Dateinamen zu suchen. Wie viele Byte sie dabei belegen, ist daher auch nicht relevant.

Sobald ich den Pfad auf 250 Zeichen kürze, funktioniert wieder alles:
USBStick\FOLDER-01\T\abcdefghijkl01234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890123456789012345678901.txt

Ausschlaggebend sind der Name der Freigabe, die Ordner, der Dateinamen und die Slashes. Irrelevant ist der Name des Servers. Warum es 250 Zeichen sind, kann ich Dir nicht sagen, es ist aber so. Auch ich hatte schon nach potentiellen Grenzen in den SPECS gesucht, aber da passt keine.

Gruß

Michael
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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von Mausolos » 11 Mär 2019, 18:48

Wie sieht denn das Ganze aus, wenn du in der Fritz!Box FTP als Protokoll verwendest?
Kann man da eigentlich auch Verschlüsselung benutzen, also FTPS oder gleich SFTP?
Linux :)

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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von doelf » 11 Mär 2019, 19:07

FTP halte ich deaktiviert, SFTP wird von der FRITZ!Box nämlich nicht unterstützt.

Ich habe es aber gerade mal getestet: Die Dateien werden angezeigt und ich kann darauf zugreifen. Auch der Download funktioniert und die Datei wird ganz normal angelegt.

Gruß

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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von Mausolos » 11 Mär 2019, 21:38

Wie sieht es denn mit NFSv4 aus? Das kennt Kerberos-Authentifizierung, UTF-8 und verwendet TCP als Protokoll.
Läuft auf der Fritz!Box eigentlich Linux als Betriebssystem? — Dann wäre ein NFS-Server im Prinzip ganz leicht zu installieren.
Linux :)

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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von doelf » 11 Mär 2019, 22:28

Kein Telnet, keine unsignierte Firmware - leicht ist da nix.
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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von doelf » 12 Mär 2019, 09:44

Okay, da der FTP-Download gelingt, handelt es sich um keine Limitierung des von der FRITZ!Box eingesetzten Dateisystems und auch um keine Limitierung von Linux oder Windows 10. Habe dies im Artikel ergänzt.

Ob da bei AVM noch das MAX_PATH-Limit von Win32 (260 Zeichen) rumgeistert? Aber das bezog sich auf Laufwerksbuchstabe Doppelpunkt Backslash Dateipfad/name NULL. Also 256 Zeichen für Dateipfad/name, nicht 250.

Ich habe AVM mal ein Update geschickt.

Gruß

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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von doelf » 22 Mär 2019, 10:43

FRITZ!OS 07.08-66525 Beta: Keine Änderung.
FRITZ!OS 07.08-66900 Labor: Keine Änderung.
Habe das soeben im Artikel ergänzt.
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Re: Analyse - Probleme mit SMB3-Freigaben bei Fritz!OS Labor

Beitrag von doelf » 27 Mär 2019, 15:46

UPDATE: AVM resigniert - Rückkehr zu SMB1

Siehe auch: viewtopic.php?f=2&t=51379

Und das mir jetzt keiner behauptet, wir hätten das kaputt gemacht!

Gruß

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