Anleitung: Wo Gigabyte bei seinen AM4-Mainboards die Virtualisierung versteckt

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doelf
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Anleitung: Wo Gigabyte bei seinen AM4-Mainboards die Virtualisierung versteckt

Beitrag von doelf »

Viele Käufer, die ein Motherboard für AMDs Ryzen suchen, werden sich für Gigabyte entscheiden, denn die Produkte der taiwanischen Firma bieten viel Ausstattung zu fairen Preisen. Was in der Standardkonfiguration dieser Hauptplatinen allerdings nicht geboten wird, ist Virtualisierung. Diese ist im UEFI deaktiviert und zudem gut versteckt. Wir zeigen, wo man den passenden Schalter findet.

Bild

Zum Jahreswechsel hatten wir in der Reaktion zwei betagte Rechner in den ewigen Ruhezustand geschickt und durch neue PCs auf Basis von AMDs Ryzen und AM4-Mainboards von Gigabyte ersetzt. Die neuen Rechner waren schnell eingerichtet und liefen flott und stabil, doch dann verweigerte die Windows-Sandbox ihren Start mit der Begründung, unsere CPUs würden keine Virtualisierung beherrschen. Dies war der Ausgangspunkt für eine Schnitzeljagd durch die UEFI-Optionen.

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Mausolos
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Re: Anleitung: Wo Gigabyte bei seinen AM4-Mainboards die Virtualisierung versteckt

Beitrag von Mausolos »

Gibt es in den UEFI-Einstellungen auch einen Schalter für AMD-Vi, der IOMMU VFIO für PCI-Passthrough aktiviert, um eine PCI(e)-Steckkarte oder einen aufs Motherboard aufgelöteten und per PCIe angebundenen Chip (LAN, USB) an die virtuelle Maschine durchzureichen?

IOMMU VFIO = Input–Output Memory Management Unit — Virtual Function I/O
Linux :)

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doelf
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Re: Anleitung: Wo Gigabyte bei seinen AM4-Mainboards die Virtualisierung versteckt

Beitrag von doelf »

Ja, gibt es. Die Option heißt "IOMMU", findet sich unter "Chipsatz" und steht standardmäßig auf "auto".

Das war einer der Punkte, die mich bei der Suche nach der Virtualisierung so verwirrt hatten. Warum fasst Gigabyte diese Einstellungen nicht an einer Stelle zusammen? Ganz davon abgesehen, dass die Virtualisierung standardmäßig aktiv sein sollte.

Gruß

Michael
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The Grinch
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Re: Anleitung: Wo Gigabyte bei seinen AM4-Mainboards die Virtualisierung versteckt

Beitrag von The Grinch »

Schon mal gesehen das Programmierer logisch vor gehen, oder Praktikabel?
Diese Gattung Mensch hat eine völlig andere Denkweise!

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Mausolos
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Re: Anleitung: Wo Gigabyte bei seinen AM4-Mainboards die Virtualisierung versteckt

Beitrag von Mausolos »

doelf hat geschrieben:
01 Apr 2020, 23:56
Die Option heißt "IOMMU", findet sich unter "Chipsatz" und steht standardmäßig auf "auto".
Na also, gut!
»Auto« ist hier logisch, weil IOMMU erst dann genutzt werden kann, wenn die Virtualisierung selbst eingeschaltet ist.
The Grinch hat geschrieben:
02 Apr 2020, 04:10
Schon mal gesehen das Programmierer logisch vor gehen, oder Praktikabel?
(Hast du) schon mal davon gehört, dass Programmierer Menschen sind, die auch Fehler machen?

Lasst uns etwas ausprobieren:
Mit Gigabyte™ habe ich selbst schon gute Erfahrungen. Beispielsweise konnte ein AMD FM1 Mainboard die SytemRescueCD zwar von einer gebrannten CD starten, nicht aber von einem USB-FlashDrive „Stick“. Diesen Fehler habe ich dem Gigabyte-Support telefonisch erläutert und es wurde eine entsprechende eMail nach Taiwan geschickt. Schließlich bekam ich per eMail eine eigene BIOS/UEFI-Version zugeschickt, in der dieser Fehler behoben war.

Allerdings möchte Gigabyte™ natürlich detaillierte Informationen zum Motherboard haben.
Aber: Das wäre doch was für dich, doelf?
Linux :)

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doelf
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Re: Anleitung: Wo Gigabyte bei seinen AM4-Mainboards die Virtualisierung versteckt

Beitrag von doelf »

Mausolos hat geschrieben:
02 Apr 2020, 09:51
Allerdings möchte Gigabyte™ natürlich detaillierte Informationen zum Motherboard haben.
Soweit ich das sehen kann, betrifft es alle aktuellen UEFI-Versionen für die AM4-Plattform.
In den ersten AM4-UEFIs war das meiner Erinnerung nach noch anders.
Die Begründung (auf meine Kundenanfrage, also keine Presseanfrage) lautet, dass eine bessere Übertaktung priorisiert wird.
Daher dieser Artikel (und auch erst jetzt und nicht schon während der chinesischen Neujahrsferien).

Gruß

Michael
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