Au-Ja.de präsentiert: Der Soundtrack zur Isolation

Das wollte ich schon immer einmal loswerden...
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doelf
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Au-Ja.de präsentiert: Der Soundtrack zur Isolation

Beitrag von doelf »

Der COVID-19-Ausbruch hat alles verändert und Menschen in aller Welt in die selbst gewählte oder staatlich verordnete Isolation verbannt. Wir werden euch von heute an den passenden Soundtrack liefern - mal provokant, mal ironisch, mal ziemlich schräg.
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doelf
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Track 1: Warren Zevon - Splendid Isolation

Beitrag von doelf »

Den Anfang macht Warren Zevon mit seiner Single "Splendid Isolation" von 1989. Die Studioversion von "Splendid Isolation" findet sich auf dem Album "Transverse City" (1989, Virgin), wir stellen hier jedoch die Live-Version vom Album "Learning To Flinch" (1993, Giant Records) vor. Der Song lässt sich in die Kategorie Folk Rock einordnen und handelt von einer selbstgewählten Isolation unter dem Irrglauben, dass man keine anderen Menschen brauche.

Video: https://youtu.be/E6i57Tvfvig

Starker Text, zunächst ironisch ("Michael Jackson in Disneyland / Don't have to share it with nobody else / Lock the gates, Goofy, take my hand / And lead me through the World of Self"), dann ziemlich finster ("I'm putting tinfoil up on the windows / Lying down in the dark to dream / I don't want to see their faces / I don't want to hear them scream"). Auf jeden Fall ein Song, der mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

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doelf
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Track 2: Stonefield - Shutdown

Beitrag von doelf »

Der COVID-19-Ausbruch hat alles verändert und Menschen in aller Welt in die selbst gewählte oder staatlich verordnete Isolation verbannt. Wir liefern dazu den passenden Soundtrack - mal provokant, mal ironisch, mal ziemlich schräg. Als zweites Lied haben wir "Shutdown" von Stonefield ausgewählt.

"Shutdown" stammt von 2019er Album "Bent", welches von Flightless veröffentlicht wurde. Die vier Findlay-Schwestern klingen auf diesem Album, welches man ins Genre des Psychedelic Rock einordnen kann, ziemlich finster - und das spiegelt sich auch in den Lyrics wieder: "Evil silence, cause destruction / I'm not ready for disruption / Analyse my every movement / Complicate my every doing".

Video: https://youtu.be/X45R1lPmbjw

In diesen komplizierten Tagen, wo drei bereits einer zu viel sind und unsere Bewegungsdaten auf einmal von öffentlichem Belang sind, vertrauen wir darauf, dass irgendjemand noch die Überblick hat - auch wenn daran Zweifel bleiben ("Don't know why I try / Always think you're right / Don't know why I try"). Eigentlich wären die Mädels jetzt auf Tour, doch wegen des Corona-Virus gibt es keine Konzerte, was insbesondere für vergleichsweise unbekannte Musiker ein großes Problem ist.

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Loner
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Re: Au-Ja.de präsentiert: Der Soundtrack zur Isolation

Beitrag von Loner »

Coole Idee!
sapere aude!

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doelf
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Track 3: R.E.M. - It's The End Of The World...

Beitrag von doelf »

Song Nummer 3 ist etwas leichtere Kost: R.E.M. mit "It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)". 1987 veröffentlichte die Alternative-Rock-Gruppe R.E.M. ihr fünftes Album "Document" und darauf fand sich das Lied mit dem längsten Titel der gesamten Bandgeschichte - und die umfasste so einige sehr lange Titel wie "All the Way to Reno (You're Gonna Be a Star)" oder "How the West Was Won and Where It Got Us". Für R.E.M. war es eine Zeit des Umbruchs. Die Band wurde auch außerhalb der USA immer bekannter und der Wechsel zum Majorlabel Warner Bros. Records stand unmittelbar bevor.

Video: https://youtu.be/-s97_bBGobQ

Offenbar ging den Herrn Bill Berry, Peter Buck, Mike Mills und Michael Stipe damals so einiges durch den Kopf und diese Gedankenfragmente ohne großen Zusammenhang fanden ihren Weg in den Text dieses Liedes: "Uh oh, overflow, population, common group / But it'll do, save yourself, serve yourself / World serves its own needs, listen to your heart bleed / Tell me with the rapture and the reverent in the right, right / You vitriolic, patriotic, slam, fight, bright light / Feeling pretty psyched". Diese Fragmente zeichnen das Bild einer Welt am Abgrund, was dem Protagonisten des Songs allerdings ziemlich egal ist. Und so klingt "It's The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)" auch keineswegs finster, sondern energiegeladen und kraftvoll. Mit Vollgas über die Klippe?

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Loner
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Re: Au-Ja.de präsentiert: Der Soundtrack zur Isolation

Beitrag von Loner »

eine sehr gute Wahl...
sapere aude!

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doelf
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Track 4: Midnight Oil - Only The Strong

Beitrag von doelf »

Als vierte Nummer haben wir etwas Härteres ausgewählt: "Only The Strong" von Midnight Oil. Mal ehrlich, was passt besser zur aktuellen Situation als die folgenden Zeilen: "When I'm locked in my room / I just want to scream / And I know what they mean / One more day of eating and sleeping". Die Australier Peter Garrett, Peter Gifford, Robert Hirst, James Moginie und Martin Rotsey sind in erster Linie für ihren 1987er Hit "Beds Are Burning" bekannt, doch fünf Jahre früher klang Midnight Oil noch deutlich härter und ungeschliffener. Und das gilt auch für "Only The Strong" vom vierten Album "10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1" (1982).

Video: https://youtu.be/PW5yPfTUfDQ

Wir haben uns hier allerdings nicht für die Studioversion entschieden, sondern einen Live-Mitschnitt aus dem Jahr 2018 gewählt. Damals hatte die Band nach langer Pause wieder einige Konzerte gegeben und einen Mitschnitt auf dem Doppelalbum "Armistice Day: Live At The Domain, Sydney" veröffentlicht. Herausgekommen ist sozusagen eine Best-of-Auswahl - und live klingen die Oils sowieso immer am besten.

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Das Album bei Amazon kaufen: Midnight Oil - Armistice Day: Live At The Domain, Sydney (Live)

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Re: Au-Ja.de präsentiert: Der Soundtrack zur Isolation

Beitrag von Loner »

Nicht ganz mein Geschmack, aber auch nicht schlecht.
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Track 5: The Police - So Lonely

Beitrag von doelf »

Track Nummer 5 ist ein echter Klassiker: "So Lonely" von The Police. Gut, in "So Lonely" geht es eigentlich um Trennungsschmerz, doch in der aktuellen Situation leiden nicht wenige unter einer zwangsweisen Trennung - von Familie, von Freunden und auch von ihren Partnern. Was vor wenigen Wochen noch undenkbar war, ist auf einmal scherzhafte Realität: Eine länderübergreifende Beziehung rechtfertigt mitten in Europa keinen Grenzübertritt mehr und wird mit hohen Bußgeldern geahndet. Verrückte Welt!

Video: https://youtu.be/MX6MvV8cbh8

"Now, no one's knocked upon my door / For a thousand years or more / All made up and nowhere to go / Welcome to this one-man show" - keine Besuche, keine Ziele abseits von Einkauf im Supermarkt und auch den muss man inzwischen alleine bestreiten. "So Lonely" stammt von 1978er Debutalbum "Outlandos D'Amour" und mischt New Wave mit Reggae-Einflüssen. Tatsächlich hatte sich Sting an Bob Marleys "No Woman, No Cry" orientiert, schreit seinen Frust aber deutlich lauter in die Welt.

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Track 6: Black Sabbath - Solitude

Beitrag von doelf »

Lied Nummer 6 ist ein sehr leises Lied von einer eher lauten Band: <q>Solitude</q> von Black Sabbath. Ja, auch in "Solitude" geht es um eine verlorene Liebe, denn diese waren bisher häufiger für Einsamkeit und Isolation verantwortlich als eine Seuche: "The world is a lonely place / You're on your own / Guess I will go home / Sit down and moan". Ozzy Osbournes Band hatte diesen Song 1971 auf ihrem dritten Album "Master Of Reality" veröffentlicht. Mit acht Liedern, zwei davon instrumental und alle recht gemächlich, hatte Black Sabbath damals für Irritationen gesorgt.

Video: https://youtu.be/7WKjNOU72Co

"Oh, where can I go to / And what can I do?" In Ermangelung zweier Fingerkuppen hatte Tony Iommi sein Gitarrenspiel um drei Halbtöne nach unten verlegt, was den damals neuen Sound der Band stark prägte. Inzwischen gilt "Master Of Reality" als Keimzelle der Musikrichtungen Doom Metal, Stoner Rock und Sludge Metal. Für "Solitude" hatte Iommi auch die Flöte und das Piano übernommen. Übrigens: Ursprünglich hatten sich Black Sabbath den Namen "Polka Tulk Blues Band" gegeben.

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